Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 392

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

58 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 388. See the scan on archive.org.

1Placht, Mathäus, lebte 1739, 1740
2Sein Modell ist hochgewölbt, weicht aber von Stainer in den Umrissen wesentlich ab.
4Placht, Mathias Wenzel I. — 1708. 1740
5Er hatte ein längliches Modell und verwendete dunkelroten Lack, scheint jedoch keine hübschen Schnecken gehabt zu haben. Die Orgelschule in Prag besitzt eine Violine von ihm.
6Geigenzettel: Matthias Wentzel Placht / Geigen- und Instrumenten- / macher in Schönbach / 17 (gedruckt).
8Placht, Mathias Wenzel II. — 1765. 1791
9Sohn von Elias I Placht (Plachte). Er war Bürger und Geigenmacher in Schönbach und war seit 2. Juli 1765 mit Elise Ostermann verheiratet. Seine zweite Frau war Magdalene geb. Elgass. Seine Geigen entsprechen dem Schönbacher Stil seiner Zeit, sind aber in ihrer Arbeit nicht schlecht.
10Geigenzettel Abb. 599.
12Placht, Rudolf, lebt noch als Geigenmacher
13Placht, Wenzel I. — 1772
14Er wohnte im Hause Nr. 12. Ein anderer Wenzel Placht ist heute noch tätig.
16Placht, Wenzeslaus, kommt um 1740 vor
17Placht, Gebr. — Schönbach, Wien
18Eine seit den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts bestehende Firma, die Niederlagen in Budapest und New York hat und mit Schönbacher Erzeugnissen handelt.
20Plachte, Anton. — H . . . . 1744
21Ein sehr guter Geigenmacher, auf dessen Zettel leider der Wohnort unleserlich geworden ist. Ich besitze von ihm eine Bratsche von vorzüglichem Ton. Das Modell erinnert an die nordböhmische Schule; die Arbeit ist überall gediegen, der braune Lack klar und das Holz gut. Er dürfte italienische Vorbilder gekannt haben; die Wölbung ist von mittlerer Höhe, und da die Zargen jetzt erhöht sind, scheint er diese niedrig genommen zu haben. Der Boden ist aus einem Stück.
22Geigenzettel: Anton Plachte / Geigen und / Lauthen Macher in H . . . . Anno 1744 (gedruckt).
24Plachte (Placht), Elias. — Schönbach b. E.
25Geb. zu Niemes um 1690. 1723
26Er wird in der Taufmatrikel 1721 als Förster, im Jahre 1723 aber ausdrücklich als Geigenmacher bezeichnet. Da die Matrikelbücher nicht über 1698 zurückreichen, so ist dies der älteste urkundlich nachweisbare Meister Schönbachs, obwohl feststeht, daß die Geigenindustrie hier wesentlich weiter zurückreicht. Der Name Plachte dürfte von dem böhmischen Worte »plachta« abgeleitet sein. Elias Plachte gilt übrigens als der Stammvater der heute noch blühenden Familie Placht.
28Plachte, Franz Elias. — Schönbach. 1759
29Vielleicht ein Sohn von Elias Pl. Ein gutes Violoncell von ihm besitzt Albert Berr in Böhmischbruch.
30Geigenzettel: Franziskus Elias plachte / fecit me Schonbach 1759 (geschrieben).
32Plane (nicht Plain), Walter. — Glasgow. Geb. um 1804 in Edinburgh, † um 1879 in Glasgow
33Er war ursprünglich Tischler und kam um 1848 nach Glasgow, wo er einen kleinen Laden als Geigenmacher innehatte. Er machte viele Geigen und Violoncelli nach Stradivari, die als recht gute Orchesterinstrumente gelten können. Eine Zeitlang hatte er viel Zuspruch, später aber kam er in seinem Vermögen so herunter, daß er im Armenhause gestorben sein soll. Sein Holz war gut, nur der braune Lack etwas zu hart.
34Geigenzettel: Walter Plane / Glasgow / 1851 (gedruckt).
36Plani, Agostino de. — Genua. 1750. 1778
37Rohe Arbeit, stumpfer Lack und näselnder, schwacher Ton sind die hervorstechenden Eigenschaften seiner Geigen.
38Geigenzettel: Abb. 596.
40Planquet, Jules. — Paris. 1860. 1875
41Eine Violine, die ich von ihm gesehen habe, war zwar ganz sauber gemacht, hatte aber nur sehr kleinen Ton.
43Planta, Ulrico. — Florenz. 1838
44Er soll eigentlich Zimmermann gewesen sein. Seine Geigen sind von unkünstlerischer, man kann sagen, liederlicher Arbeit.
46Platner, Michael. — Rom. 1735. 1750
47Vermutlich ein Landsmann D. Tecchlers, dem er in der Arbeit sehr ähnlich ist. Er arbeitete manchmal nach Andrea Guarneri, meist aber benutzt er ein hochgewölbtetes Modell. Sein Lack ist goldgelb; besonders schön aber sind seine Schnecken. one of two readings
48Vermutlich ein Landsmann D. Tecchlers, dem er in der Arbeit sehr ähnlich ist. Er arbeitete manchmal nach Andrea Guarneri, meist aber benutzt er ein hochgewölbtes Modell. Sein Lack ist goldgelb; besonders schön aber sind seine Schnecken. one of two readings
49Geigenzettel: Abb. 595.
51Plesber siehe Presbler
52Pley lebt in Brüssel
53Pleyel, Ignace. — Paris. Geb. 1757 in Rupersthal bei Wien, † 1831
54Der berühmte Komponist, Klavier- und Harfenmacher, der hier nur erwähnt werden muß, weil er auch Gitarren und Lauten gemacht hat. Eine Lyragitarre von ihm aus dem Jahre 1810 besitzt C. Claudius in Kopenhagen.
56Pliverics, Emil. — Berlin. Geb. 15. Mai 1878 in Oedenburg (Sopron) in Ungarn
57Er lernte fünf Jahre lang bei Aug. Setzer in Budapest und arbeitete von 1895—1909 sieben Jahre lang bei Oswald Möckel, dann bei Fiorini, Züst, E. Keßler, van der Meer und Foetisch frères. Er benutzte auch die Gelegenheit, in Frankreich und Italien Erfahrungen zu sammeln, und erwarb am 1. Mai 1909 das Geschäft von Joseph Hornsteiner in Berlin, das er unter der Firma »Jos. Hornsteiner Nachfl. Emil Pliverics« weiterführt. Er macht alles an seinen Geigen selbst, stellte vorzügliche Kopien nach berühmten Meisterwerken her und erfreut sich als Reparateur des besten Rufs.

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