Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 393

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1Plumerel, Charles. — Angers. 1822. 1856
2Vielleicht ein Nachkomme des Mirecourter Plumerel. Manche seiner Geigen haben das Aussehen von Mirecourter Arbeiten, es gibt aber einzelne sehr gute Violinen und Violoncelli von ihm. Er war namentlich geschickt in der Lackimitation und im Schnitzen der Schnecke geradezu ein Künstler. Instrumente, die er ohne Gehilfenmitarbeit fertig gemacht hat, tragen Namen und Jahreszahl auf der oberen Hälfte des Bodens handschriftlich auf dem Holze. Ein Violoncello, das einer Arbeit Vuillaume's sehr nahe kommt, besitzt W. Th. Jaura.
3Geigenzettel: Réparé par Charles Plumerel luthier / rue Baudrière n° 4. Angers 1837 (gedruckt). — Par Charles Plumerel, Luthier / rue Baudrière, No. 4, Angers (1836) / Magasin de toutes sortes d'instrumens de musique (gedruckt).
5Plumerel, Jean. — Mirecourt. 1727. 1751
6Vidal fand diesen Namen und die Jahreszahl 1740 eingebrannt in einem Baß von gewöhnlicher Arbeit und gelbem Lack. Pl. wird oft den Parisern zugezählt, aber A. Jacquot weist nach, daß er als Geigenmacher in Mirecourt ansässig war.
8Pöcht, Erhard. — Arzl bei Innsbruck. 1460. 1486
9Ein sehr angesehener Tiroler Lautenmacher, den nach Dr. Fr. Waldners Nachrichten über Tirol. Lauten- und Geigenmacher namentlich der musikliebende Herzog Sigmund viel beschäftigt hat. Für zwei Lauten bekam er u. a. 6 fl., für jene Zeit ein ansehnlicher Preis.
11Pöhland (Böland). — Klingenthal. Als Geigenmacher gehören dieser Familie an:
13Pöhland, Friedrich Hermann. — 1865. 1875
14Pöhland, Hans Andreas. — 1729. Der Stammvater der Familie. Sein Enkel war:
16Pöhland (Böland), Johann Andreas, der sich in Brunndöbra niederließ und 1765 noch am Leben war
17Er war handwerksmäßig geschickt und verwendete gutes Holz, arbeitete aber nach einem schlechten Modell. Die Mensur ist bei Geigen, die noch den ursprünglichen Hals haben, immer zu kurz, die F-Löcher sind geradezu häßlich, und die Einlage ist durch eine aufgemalte Linie ersetzt.
18Geigenzettel: Johann – Andreas – Böland, / Violinmacher in Brundebra Ao. 1765 (gedruckt).
20Pöhland, Johann Christian, war der Sohn von Hans Andreas P. in Klingenthal. 1754. 1756
21Pöhland, Karl Hermann, war um die Mitte des 19. Jahrhunderts tätig
23Pöhland, Otto. — Geb. 1870
24Sohn von Friedr. Hermann P. Er erlernte von 1884 bis 1888 die Geigenmacherei und ist seit 1888 selbständiger Meister.
26Pöhland, Wilhelm, wohl ein Urenkel von Hans Andr. P., lebt in Brunndöbra, wo auch die Firma Gebr. Pöhland vorkommt
28Pöhls, Franz. — Gressow bei Tressow i. M. Geb. 25. März 1863 in Barkow bei Neustadt i. M.
29Ein Lehrer, der durch das Buch von Appian Bennewitz angeregt wurde, sich mit dem Geigenbau zu beschäftigen. Er ahmt das Stradivari-Modell nach, fertigt auch die Schnecken selbst und verwendet nur Öllack. Auf der Mecklenburgischen Landesausstellung in Schwerin 1911 war er mit zwei guten Violinen, die eine bemerkenswerte Handgeschicklichkeit erkennen ließen, vertreten.
31Pöller (Poller), Johann Georg J.; ein Exulant aus Graslitz, der 1677 unter den Gründern der Geigenmacherzunft in (Mark-)Neukirchen vorkommt
33Pöllmann, Simon. — (Mark)Neukirchen. 1688. 1696
34Der Name dieses Geigenmachers soll schon 1688 vorkommen. Er war Bürger und »Defensioner«, da er aber in seiner Jugend nicht die übliche Lehrzeit durchgemacht hatte, wollte ihn die Neukirchener Geigenmacherzunft nicht aufnehmen. Er wandte sich schließlich an den Rat der Stadt und wurde durch dessen Vermittlung am 24. Juni 1796 als Mitmeister zugelassen. In Urkunden liest man auch Pöllmann und Pollmann. (Vgl. auch Bolmon!)
36Pölzl, Bernhard, Markneukirchen, ist noch tätig
38Pöpel, Johann Adam. — Bruck. 1664
39In einer Geige im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg findet sich sein Zettel. Der Wohnort Bruck kann nur jenes kleine Dorf (Gemeinde Neudorf) im Gerichtsbezirk Wildstein bei Eger sein, aus dem eine Anzahl von Familien über die Grenze nach dem nahegelegenen Markneukirchen ausgewandert ist. — Die Jahreszahl könnte auch 1604 gelesen werden.
40Geigenzettel: Johann Adam Pöpel / in Bruck 1664 (gedruckt).
42Pöpel (Popel), Johann Adam. — (Mark)Neukirchen. 1677
43Vermutlich mit dem 1664 noch in Bruck vorkommenden gleichnamigen Geigenmacher identisch.
45Pöpel (Böpel), Johann Gottfried. — (Mark)-Neukirchen. 1678
46Wahrscheinlich ein Bruder von Johann Adam P. Er ist nur dem Namen nach bekannt geworden.

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