Scan 394
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Pöpel (Böpel, Bopel), Johann Gottlieb. — (Mark)Neukirchen. 1690
2Bei der häufigen Verwechslung der Namen Gottfried und Gottlieb ist es nicht ausgeschlossen, daß Johann Gottfried und Johann Gottlieb P. identisch sind.
4Pötscher s. Pötzscher
6Pötzl
7Egerländische Geigenmacherfamilie, deren Mitglieder, wenn es nicht anders angegeben ist, in Schönbach ansässig waren oder sind:
9Pötzl, Anton. — Geb. um 1805, † 1881
11Pötzl, Franz, lebt in Fleissen, wo er 1888 sein Geschäft begründete
13Pötzl, Hermann, lebte in Unter-Schönbach, war Geigen- und Baßmacher und † 1910
15Pötzl, Johann I und Johann II, sind noch tätig, ebenso:
17Pötzl, Józef. — Warschau. 1877
18ist mir nur nach seinem Zettel bekannt geworden; auch ein Wilh. P. war in Warschau ansässig.
19Geigenzettel: Józef Pötzl / J + P / w Warszawie / 1877 No. 49 (gedruckt).
21Pötzl, Karl
23Pötzl, Rudolf, lebt in Steingrub
25Pötzl, Wenzel, arbeitet noch
27Pötzscher, Carl Gottlob. — Zwota. Geb. 19. Febr. 1784 in Zwota, † nach 1830
28Er war der Sohn eines aus Schöneck stammenden Leinwandhändlers und scheint seinen Wohnsitz in seinen letzten Lebensjahren verlassen zu haben. In den Matrikelbüchern, die damals von der Pfarrei in Schöneck geführt wurden, wird er Geigenmacher oder Violinmacher genannt. Seine Arbeiten entsprechen den gleichzeitigen vogtländischen.
29Geigenzettel: Carl Gottlob Pötscher / musikalischer Instrumenten Macher / aus Zwota.
31Pötzscher (Pötzschner), Johann Karl. — Klingenthal. 1782
32Nur aus den Innungslisten dem Namen nach bekannt.
34Pötzschner, Friedrich. — Markneukirchen. 1897. 1901
35Leiter der Schülerwerkstatt an der Fachschule in Markneukirchen. Diese Schule bezweckt in der Hauptsache die theoretische und musikalische Ausbildung ihrer Schüler; seit einigen Jahren ist auch eine Werkstattabteilung eingerichtet worden mit fakultativem, wöchentlich zweistündigem Unterricht für Saiteninstrumentenmacher.
37Pohl, H. U., lebt als Geigenmacher in Kansas City
39Poiron, s. Porion
41Poiron. — Mirecourt. 1889
42Ein tüchtiger Geigenmacher, der jedoch nicht selbständig aufgetreten ist, sondern als erster Arbeiter bei Laberte Humbert frères angestellt war.
44Poirot, Louis. — Mirecourt. 1777. 1789
45Sein Name fand sich in einer Violine von gewöhnlicher französischer Arbeit. Auch in Brunis Inventaire wird er erwähnt. Aus seiner Familie waren auch Demenge Poirot (1772) und Leopold P. (1789) Geigenmacher.
47Poirot ainé. — Mirecourt. 18./19. Jahrhundert
48Gewöhnliche Arbeit, mittelmäßiges Holz, brauner Lack. Brandmarke mit dem Namen.
50Poirson, Elophe. — Lyon. Geb. 6. Sept. 1840 in Landaville (Vosges)
51Ein Liebhaber, der es ohne eigentlichen Lehrer zu anerkennenswerter Geschicklichkeit im Geigenmachen gebracht hat, so daß von ihm gemachte Instrumente z. B. in englischen Verzeichnissen mit guten Preisen angesetzt werden. Er hat bereits über 200 Geigen, auch Bratschen und Violoncelli gemacht und sich viel mit der Frage des Geigenlacks beschäftigt. Er stellt seit 1898 einen ätherischen Lack her, der im Aussehen manche Ähnlichkeit mit dem Cremoneser hat. P. verspricht, jedes neue Instrument, das er neu lackiert (nachdem er es vorher abgewaschen), im Ton wesentlich zu verbessern (?). Er besitzt bereits mehrere Medaillen und hat 1900 eine solche abgelehnt, da er nicht Berufsgeigenmacher, sondern Chef des Zentral-Telephon-Bureaus in Lyon ist.
52Geigenzettel: Abb. 613.
54Poirson, Justin. — Paris. Geb. 1851 in Mirecourt
55Geschickter Bogenmacher, der einer alten Geigenmacherfamilie zugehört. (Ein Pierre P. wird schon 1732 bis 1742 genannt.) Justin P. war Schüler von Nicolas Maire, bei dem er 1865 in die Lehre trat. Nachdem er als Gehilfe bei J. B. Vuillaume und Gand & Bernardel gearbeitet hatte, machte er sich 1879 in Paris selbständig. Seine Bogen tragen die Marke »Poirson à Paris«.
57Poli, Giovanni. — Mailand. 1850. 1882
58Italienischer Geigen- und Mandolinenmacher, der nur wenig Kunstfertigkeit besaß.
60Polis, Luca (de). — Cremona. 1751
61Seine Arbeit erinnert zwar in den Umrissen an die A. Amatis, ist aber wenig schön in den Einzelheiten.
63Pollastri, Antonio. — Modena. Geb. 1765. 1800
64Sohn oder Bruder von Giuseppe Pollastri. Er war eigentlich Musiklehrer und hat einige recht gute Violen gemacht. Auch bei Valdrighi (2477) wird er erwähnt. Generalauditeur a. D. Anton Ritter v. Knözinger in München besitzt eine edel klingende und durchaus
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- Pöpel, Johann Gottlieb
- Pötzscher, Carl Gottlob
- Pötzscher, Johann Karl
- Pötzschner, Friedrich
- Poli, Giovanni
- Pollastri, Antonio
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