Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 398

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 394. See the scan on archive.org.

1erscheint deshalb fraglich, ob die Gitarren, in die er seinen Zettel klebte, auch seine eigene Arbeit sind.
2Geigenzettel: R. Poulton / Musical Instrument / Maker & Repairer / Chapel Lane / Hull / 1827 (gedruckt).
4Poux, Jacques. — Paris. 1802
5Ein von Fétis erwähnter Luthier, von dem man bisher nur eine Streichzither kennt. Der Name sowohl als das Instrument lassen vermuten, daß er kein Franzose war.
7Powell, Royal I. — London. 1787. 1800
8Von ihm gilt dasselbe wie von seinem Bruder Thomas I.
10Powell, Thomas I. — London. 1780. 1808
11Ein geschickter Geigenmacher, der viel für William Forster & Sohn arbeitete. J. T. Chapman besitzt eine von ihm im Jahre 1780 gebaute Violine.
12Geigenzettel: Made by Thomas / Powell. No. 18 Clemens / Lane, clare Market / 1793 (gedruckt).
14Powell, Thomas II und Royal II. — London. 1800
15Die beiden Söhne von Thomas I P.; sie waren Geigenmacher und wohnten um 1800 in St. Jones Square St. Lukes. Näheres über sie ist nicht bekannt.
17Powers, Clark. — Boston. Geb. in Vermont (V. St. Am.) 1856
18Nachdem er 25 Jahre als Gehilfe gearbeitet, darunter zwei Jahre lang in England, Deutschland und Österreich, ließ er sich im Jahre 1888 als Geigenmacher in Boston nieder. Er arbeitet nach Cremoneser Vorbildern und nach einem eigenen Modell, wobei er einen Nachdruck auf das Gleichgewicht legt. Er verwendet Öl- und Spirituslack. Viele seiner Geigen scheinen jedoch Markneukirchener Fabrikat zu sein.
19Geigenzettel: No. … The …… / Equipoise / Clark Powers, Maker, Boston. / Pat. No. 625 058, May 16, 1899 (gedruckt).
21Pozzini (Pazzini), Gaspare. — Brescia. 1691. 1699
22Die ihm zugeschriebenen Geigen haben einige Ähnlichkeiten mit denen Magginis. Er dürfte ein Sohn Giovanni Gaet. Pazzinis gewesen sein. Valdrighi bevorzugt die Schreibweise Pozzini.
24Pozzini, Giov. Gaet. s. Pazzini
26Prachatschek, …. — Graz. 1864
27Er soll in Prag gelernt haben, ließ sich um 1860 in Graz nieder und war ein geschickter Reparateur, der an Ferdinand Rothmüller einen tüchtigen Werkführer hatte.
29Pradl(?), Leonhard. — München. Ende des 17. Jahrhunderts
30Eine Laute mit diesem Namen befindet sich im bayerischen Nationalmuseum in München. Es ist jedoch wahrscheinlich, daß der Zettel verstümmelt und »Pradl« identisch ist mit dem Prager Meister Leonhard Pradter.
32Pradter, Josef. — Prag. 1714. 1736
33Vermutlich ein Sohn von Math. P. Er heiratete am 25. April 1714 im Pfarrsprengel St. Egidi, zu dem auch Math. P. gehörte. Eine Viola von ihm mit flachem Boden besitzt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien aus dem Jahre 1727, ferner ein Violoncello von 1722 Med. Dr. E. Schnapka in Oderberg und ein solches von 1736 Fabrikant Hostomský in Pelhřimov.
34Geigenzettel: Joseph Protter / Lauten- und Geigenmacher / in der königl. Alten-Stadt Prag / 1727 (gedruckt).
36Pradter, Leonhard. — Prag (Kleinseite). 1675. † vor 1692
37Er stammte aus Tirol, wahrscheinlich aus der Nähe von Vils¹), wurde 1675 Bürger zu Prag (Kleinseite), heiratete im selben Jahre die 1654 geborene Tochter Anna Barbara des Geigenmachers Andr. Ott und erlangte am 21. November 1675 das Bürgerrecht. In den Urkunden wird sein Name meist Brater geschrieben, auch Broder, Proder; sogar Prantner (Brantner) kommt vor; er selbst schrieb den Namen »Pradter«. Er war ein vielbeschäftigter Meister, der u. a. von 1682 bis 1684 eine ganze Reihe von Instrumenten für den Chor der Prager Lorettokirche machte. Eine theorbierte Laute (863 mm lang, 300 mm breit) befindet sich in den kunsthistorischen Sammlungen (Sammlung alter Musikinstrumente) in Wien mit der Inschrift: Leonhardt Pradter / Prag 1689. Rücken aus 9 schwarzlackierten Holzrippen mit Elfenbeinreifen, 11 Doppel- und 2 Einzelsaiten. Eine Laute im Münchner Nationalmuseum trägt einen Zettel, auf dem »Leonhart Pradl« gelesen wird. Wenn meine Vermutung richtig ist, so ist es ein Werk unseres L. Pradter, der demnach, bevor er nach Prag ging, in München gearbeitet hätte.
39Pradter, Mathias s. Mathäus Prather
40Pradter (Pratis, Fratis), Stephan. — Prag. 1674. 1695
41Vielleicht ein Bruder von Leonhardt Pr., da die Form »Pratis« oder »Fratis« nicht richtig ist. Er wohnte als Lautenmacher in dem Pfarrsprengel Maria de Lacu. Aus den Kirchenbüchern geht nur hervor, daß seine Frau Ludmilla hieß, und daß er am 21. Dezember 1675 eine Tochter auf den Namen Eva Ludmila taufen ließ.
43Praga, Eugenio. — Genua. Geb. in Casale Monferato 14. April 1847
44Schüler von Nicolò Bianchi und seit 1869 dessen Nachfolger. Er macht neue Geigen nach jener Guarneri, die als Geige Paganinis in Genua aufbewahrt wird, aber auch nach Stradivari. Er verwendet ätherischen und Spirituslack und ist ein gesuchter Reparateur und geschickter Bogenmacher. Er besitzt eine bronzenen und drei goldene Medaillen.
45Geigenzettel: Eugenio Praga fece / Genua Anno …. (gedruckt).
47¹) Der Name Prader oder Bräder kommt heute noch mehrfach in Tirol, namentlich in der Gegend von Meran vor.

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