Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 399

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

25 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 395. See the scan on archive.org.

1Prager, Gustav Oskar. — Geb. 30. Mai 1866, und
2Prager, Max. — Geb. 4. Juli 1872, leben als Geigenmacher in Markneukirchen
3Prager, Wilhelm Heinrich. — Frankenberg i.S. Geb. 13. März 1840
4Ein tüchtiger Musiker, der in Neustadt a. O. gelernt hat und seit 1877 in Frankenberg ansässig ist. Aus Liebhaberei studierte er die Geigenmacherei und hat seit etwa 1880 eine Anzahl von Violinen und Violen gemacht, die alle in festen Händen sind und wegen ihres guten Tons gelobt werden.
5Pranger, Melchior. — Leipzig. 1569
6Ein Lautenmacher aus Landsberg, der 1569 zum Leipziger Bürger angenommen wurde.
7Pratasini, Giovanni. — Turin. 1780
8Bisher nur als geschickter Mandolinenmacher bekannt. Grillet kennt eine wunderschöne kleine Mandoline von ihm.
9Prather (Proder, Pratter, Prodr, Protr), Matthäus. — Prag. Geb. in Miland bei Brixen, getauft 6. Sept. 1657 in Brixen, † 2. Dez. 1697 in Prag
10Sohn des Taglöhners Bartholomäus Pr. und der Maria, geb. Hofer. Vielleicht ein Verwandter von Leonhard und Stephan Pradter. Am 28. August 1681 wurde er Prager Bürger in der Altstadt. Seine Frau, von der er zwei Kinder hatte, hieß Regine. Er liegt in der Teiner Marienkirche in Prag begraben.
11Pratis s. Pradter
12Prediger, Friedrich Sigmund. — Ansbach. Geb. 1. Jan. 1700 in Ansbach, † daselbst 1765
13Ein seinerzeit weitberühmter Meister, der alle Instrumente für die markgräfliche Kammermusik anfertigte, hauptsächlich aber war er Orgelbauer. Er entstammte einer alten, angesehenen Buchhändler- und Buchbinderfamilie Ansbachs, war für einen gelehrten Beruf bestimmt und setzte es nur mit großer Mühe durch, Instrumentenmacher werden zu dürfen. Er begann ohne eigentlichen Lehrer heimlich eine Orgel zu bauen, machte rasche Fortschritte und brachte es schließlich zu vielseitiger Kunstfertigkeit. Die Markgräfin Christine Charlotte ernannte ihn zum Hof-, Stadt- und Land-Orgelmacher. Es gibt einige gute Lauten mit seinem Namen, bei denen allerdings die Jahreszahlen, wenn sie richtig gelesen wurden, falsch sein müssen. Vgl. Dr. Meyer, Onoldina II, S. 33/34. (Ansbach 1909.)
14Prell, Hermann. — Markneukirchen. 1920
15Bestand im Jahre 1920 als Geigenmacher die Meisterprüfung.
16Prell, Hermann W. — Markneukirchen. Geb. 29. Juli 1875 zu Brambach
17Sehr geschickter Bogenmacher; Schüler von Heinrich Hoyer. Als Gehilfe arbeitete er bei den besten Markneukirchener Meistern und begab sich dann zur weiteren Vervollkommnung im Jahre 1895 nach Berlin und 1897 nach Paris zu Eugène Sartory, wo er seine Ausbildung abschloß. Nach seiner Rückkehr eröffnete er im Jahre 1898 seine eigene Werkstatt und gehört jetzt zu den angesehensten Bogenmachern.
18Preller, Andreas. — Geroldsgrün, Hof. Geb. 1845 in Hof
19Ein emerit. evangel. Pfarrer, der als Autodidakt zu einem eigenen System des Geigenbaus gekommen ist, das er in einer kleinen lesenswerten Schrift »Hofer-Geigen« mitteilt, und das in der strengsten Vermeidung jeder Spannung, die das freie Schwingen der Töne verhindert, besteht. Das bedingt eine veränderte Reihenfolge in der Fertigstellung der einzelnen Teile und eine besondere Bearbeitung des Stimmstocks und des Baßbalkens. Seine Geigen klingen tatsächlich sehr gut.
20Presbler (Plesber, Plesbler), Francesco. — Mailand. 1730. 1773
21Dem Namen nach wohl ein Deutscher. Sein Zettel scheint öfter gefälscht worden zu sein, oder er selbst hat es mit der Rechtschreibung seines Namens nicht genau genommen, so daß allerlei Lesarten möglich sind, Valdrighi liest sogar Presbleel (Nr. 2512). Ende der siebziger Jahre des 18. Jahrhunderts arbeitete er gemeinsam mit seinem Sohne Giuseppe, wie der erste Zettel einer reich mit Elfenbein, Ebenholz, Schildpatt und Perlmutter verzierten Mandoline in der Sammlung Robert Leibbrand in Berlin ausweist. Er scheint hauptsächlich Mandoren, Pandurinen und Mandolinen gemacht zu haben, letztere gewöhnlich mit fünf Doppelsaiten und neun Bünden. Eine Pandurina in der Crosby Brown-Sammlung in New York, als deren Verfertiger der Katalog »Plisbel, Mailand 1715« nennt, dürfte von einem Plesber herrühren. In der Instrumentensammlung des böhm. Landesmuseums in Prag befindet sich eine Mandoline mit dem folgenden zweiten Zettel.
22Geigenzettel: Francesco Plesber, e / Giuseppe figlio / in Milano / nella Contrada della Dogana / al Segno del Sole 177.. (gedruckt). — Francesco Plesber / in Milano / nella contrada della Dogana / al segno del Sole 1773 (gedruckt).
23Presbler (Plesber), Giuseppe. — Mailand. 1760. 1801
24Sohn von Francesco P. und sein Nachfolger. Er wohnte in der gleichen Straße und führte den gleichen Schild wie dieser, und auch bei ihm schwankt die Schreibart des Namens. Seine Lauten zeichnen sich durch kunstvolle Verzierungen, gravierte Elfenbeinrippen und der gleichen aus. Eine von ihm gemachte Mandore von 1778 besaß Scheurleer. Eine Mandoline von 1801 aus der Sammlung Snoeck befindet sich in Berlin, eine

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.