Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 401

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

57 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 397. See the scan on archive.org.

1Prokop, Anton. — Hlinsko. Geb. 9. Okt. 1777 in Hlinsko, † daselbst 21. Aug. 1862 one of two readings
2Prokop, Anton. — Hlinsko. Geb. 9. Okt. 1777 one of two readings
3in Hlinsko, † daselbst 21. Aug. 1862 one of two readings
4Er besaß sowohl als Geigenmacher wie als Klaviermacher einen guten Ruf und soll selbst Sohn eines Geigenmachers gewesen sein. Doch war es mir nicht möglich, etwas Sicheres hierüber zu erfahren.
6Prokop, Dominik Franz Seraf Matheus. — Hlinsko. Geb. 4. Okt. 1803, † 19. Dez. 1862 in Hlinsko one of two readings
7Prokop, Dominik Franz Seraf Matheus. — Hlinsko. Geb. 4. Okt. 1803, † 19. Dez. 1862 one of two readings
8in Hlinsko one of two readings
9Nachdem er bei seinem Vater Anton Pr. ausgelernt, ging er zu seiner Vervollkommnung nach Wien, arbeitete dort jahrelang bei Staufer, ging dann für 6 Jahre nach Budapest und machte sich zuletzt in seiner Vaterstadt selbständig. Seine Instrumente zeichnen sich nicht nur durch guten Ton, sondern auch durch gediegene Ausarbeitung und meist auch durch reiche Einlagen und künstlerische Dekoration aus. Auf der Londoner Ausstellung erhielt er die goldene Medaille. Seine Instrumente werden jetzt gut bezahlt. Einige schöne Arbeiten von ihm bewahrt das böhmische Landesmuseum. Er hatte drei Söhne, von denen nur Ladislav das väterliche Kunsthandwerk ergriff. Die Klaviervirtuosin Čermák in Kgl. Weinberge bei Prag besaß eine schöne, reich mit Perlmutter (auch an Zargen und Hals) eingelegte Geige von ihm.
10(no line here) one of two readings
12Geigenzettel: Franz Dominik / Prokop / verfertigt alle Arten / von / Streichinstrumenten / in / Hlinsko (gedruckt) und Abb. 624.
14Prokop, Ladislav Fr. — Chrudim in Böhmen. Geb. 15. Aug. 1843 in Hlinsko one of two readings
15Prokop, Ladislav Fr. — Chrudim in Böhmen. one of two readings
16Geb. 15. Aug. 1843 in Hlinsko one of two readings
17Schüler seines Vaters Dom. Franz Pr., arbeitete von 1862—1864 bei Hofinstrumentenmacher David Bittner, ließ sich 1870 in Hlinsko als Geigenmacher und Nachfolger seines Vaters nieder und verlegte seinen Wohnsitz 1875 nach Chrudim, wo er auch ein großes Musikinstrumentengeschäft begründete. Er arbeitet nach Stainer, Amati und Stradivari, sowie nach einem eigenen Modell, welches dem Stainerschen ähnlich ist, aber der modernen Spielweise mehr entspricht, und hat außerdem Verbesserungen am Halse sowie am Wirbelkasten der Violine angebracht, um das Lockern des Halses und das Nachgeben der Wirbel zu verhindern. Er verwendet Spirituslack und hat mehrfach Medaillen erhalten.
18(no line here) one of two readings
20Geigenzettel: Ladislav F. Prokop Hotovitel / hudebnich nástrojů v Chrudimi (gedruckt).
22Prott, François. — Mirecourt. 1775
23Nur von A. Jacquot genannt.
25Protter s. Pradter
27Prudhomme, Jean-Pierre. — Paris. 1753
28Dieser Name ist mir bisher nur durch die Erwähnung bei Grillet bekannt geworden.
29Geigenzettel: Fait par Jean Pierre Prudhomme l’année 1753 / à Paris (gedruckt).
31Prüller. — Schönbach b. E.
32Eine Familie, der folgende Geigenmacher angehören:
34Prüller, Anton. 1825
35Er erlernte in Wien und Budapest das Gitarrenmachen und war einer der ersten, der dieses nach Schönbach verpflanzte.
37Prüller, Franz, kommt 1826 als Meister vor
39Prüller, Johann, lebt in Wien
40und überrascht seine Kunden durch die Schnelligkeit, mit der er eine neue Geige herzustellen imstande ist. Man sagt, daß er schon einmal in 48 Stunden eine Violine fix und fertig machte.
42Prüller, Karl. — Geb. 23. Mai 1859
43Schüler von Carl Loos, betreibt seit 1877 in seiner Geburtsstadt das Geigenmachergewerbe selbständig.
45Prüller, Lorenz, gehörte der Zunft um 1826 bereits an
47Prüller, Wenzl. — Geb. um 1800, † 1880
49Pruggner, ein von Trautmann genannter Lautenmacher des 16. Jahrhunderts
51Psenner, Johann Georg I. — Innsbruck. Geb. um 1680 in Bozen, † 25. Okt. 1762 in Innsbruck
52Was sich über sein und seines Sohnes Leben mitteilen läßt, verdankt man den verdienstvollen Forschungen Dr. Fr. Waldners. (Ferdinand. Ztschr. III. F. Heft 55.) Diese ergeben, daß Psenner schon 1703 beim chur-bayrischen Einfall in der Scharnitz und im Achentale Kriegsdienste leistete und dann noch 20 Jahre lang bei der Landmiliz diente. Am 9. Februar 1722 heiratete er in Innsbruck Maria Baumgartner, aber erst im Jahre 1732 wendet er sich an den Magistrat, um als Einwohner und Lautenmacher zugelassen zu werden. Das Gesuch wurde am 9. September genehmigt. Im Jahre 1753 erwirkte er außerdem seine Zulassung als Saitenmacher, und nebenbei betrieb er noch eine Krämerei mit Bändern und Spitzen (»Flor- und Fleckkrämerei«). Am 23. September 1743 ging er eine zweite Ehe mit Marie Mayr aus Bruneck ein. — Wo und wann er das Geigen- und Lautenmachen erlernt hat, steht nicht fest; er galt als tüchtiger Meister, Arbeiten von ihm sind mir aber bisher nicht bekannt geworden. one of two readings
53Was sich über sein und seines Sohnes Leben mitteilen läßt, verdankt man den verdienstvollen Forschungen Dr. Fr. Waldners. (Ferdinand. Ztschr. III. F. Heft 55.) Diese ergeben, daß Psenner schon 1703 beim chur-bayrischen Einfall in der Scharnitz und im Achtentale Kriegsdienste leistete und dann noch 20 Jahre lang bei der Landmiliz diente. Am 9. Februar 1722 heiratete er in Innsbruck Maria Baumgartner, aber erst im Jahre 1732 wendet er sich an den Magistrat, um als Einwohner und Lautenmacher zugelassen zu werden. Das Gesuch wurde am 9. September genehmigt. Im Jahre 1753 erwirkte er außerdem seine Zulassung als Saitenmacher, und nebenbei betrieb er noch eine Krämerei mit Bändern und Spitzen (»Flor- und Fleckkrämerei«). Am 23. September 1743 ging er eine zweite Ehe mit Marie Mayr aus Bruneck ein. — Wo und wann er das Geigen- und Lautenmachen erlernt hat, steht nicht fest; er galt als tüchtiger Meister, Arbeiten von ihm sind mir aber bisher nicht bekannt geworden. one of two readings
55Psenner, Johann Georg II. — Innsbruck. Geb. 17. Febr. 1747 in Innsbruck, † nach 1798
56Sohn zweiter Ehe des Joh. Gg. I Ps. Schüler von Georg Klotz in Mittenwald, bei dem er seit 1761 fünf Jahre lang lernte, worauf er noch 1 1/2 Jahre bei Sebastian Klotz als Gehilfe arbeitete. Da starb seine Mutter, die die Saitenmacherei ihres verstorbenen Mannes fortgesetzt hatte, so daß der junge Joh. Georg Ps. nach Hause eilen mußte, um das väterliche Geschäft zu übernehmen. Er erhielt die obrigkeitliche Bewilligung

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