Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 402

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

37 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 398. See the scan on archive.org.

1dazu im Jahre 1768 und heiratete am 21. Oktober 1771 Maria Witting, die aber schon nach drei Jahren starb. Am 3. Oktober 1775 ging er eine zweite Ehe mit Maria Kerschdorf aus Schwaz und nach deren Tod im Oktober 1794 eine dritte mit Barbara Paufler ein. Er hatte bei Georg und Sebastian Klotz etwas Tüchtiges gelernt; um den Wettbewerb mit den Mittenwaldern aushalten zu können, mußte er wohl auch billige Geigen machen, und das erklärt, daß es neben sehr schönen, tadellos ausgeführten Geigen auch solche gibt, bei denen Holz, Lack und Arbeit nur bescheidenen Ansprüchen genügen. Sein Modell schwankt zwischen Stainer und Amati, bei seinen guten Arbeiten ist der Lack hellbraun. Das Ferdinandeum besitzt von ihm außer einem Violoncello und einer Geige auch eine sehr schön mit Perlmutter eingelegte Mandoline; eine Viola von ihm befindet sich auf dem Pfarrchor in Bozen.
3Geigenzettel: Joan. Georg. Psenner, Lauten- / Geigen- und Saitenmacher in Ins-/bruck. An. 1789. (Mit Randverzierung, gedruckt.)
5Puechler (Puchler), Marzell. — Salzburg. 1601
6Er ist wahrscheinlich aus dem salzburgischen Landgebiet in die Stadt gekommen und war vielleicht der Vater Marzell Pichlers (s. d.), der sich in Hallein niedergelassen hat, wo sich das nötige Holz wohl leichter beschaffen ließ. Eine große Viola von ihm, an die Brescianer Schule erinnernd, hochgewölbt mit gelbbraunem Lack, befindet sich in Prag.
7Geigenzettel: Marcellus Puchler in / Saltzburg Fecit Ao. 1601 (geschrieben).
9Pürckl, Christ. — Regensburg
10Er wird von Mettenleiter als »Instrumenten- und Orgelmacher« bezeichnet; ob er aber auch Geigen und Lauten gemacht hat, konnte ich nicht ermitteln.
12Pürtzel (Pirtzl, Bürzel, Perzl, Perczl), Adam. — Prag, Kleinseite. Geb. in Schlaggenwald in Böhmen 1663 (getauft am 31. Aug. 1663), † um 1699
13Er war der Sohn von Adam und Margarete Pürtzl, dürfte gegen 1690 nach Prag gekommen sein, erlangte zwischen 1692—1696 das Bürgerrecht und war seit 1696 mit Anna Marie Schweller aus Aussig verheiratet. Da seine Witwe schon am 6. Juni 1700 den Lauten- und Geigenmacher Seb. Rauch heiratete, dürfte er 1699 gestorben sein.
15Pugh, Johannes. — Altona. 1905
16Erfinder eines Streichquartetts (Tischgeigen), das er unter dem Namen 1. Diskant-Violinett, 2. Alt-Violinett, 3. Tenor-Violinett und 4. Baß-Violinett in den Handel brachte. Er macht auch Zithern.
18Puppati, Dr. Francesco. — Udine. Geb. 31. Okt. 1838 in Udine
19Er ist von Beruf Jurist (Notar) und als Dilettant Virtuose auf der Geige. Ein begeisterter Verehrer der klassischen Meisterwerke der Cremoneser Schule, begann er nach gründlichen Vorstudien um 1880 selbst Geigen zu machen, und zwar, wie behauptet wird, mit solchem Erfolge, daß die ersten Künstler und Kenner, wie Camillo Sivori, der Herzog von Campo Selice, Johann Wolf, Marco Sarti u. v. a. seinen Geigen die trefflichsten Eigenschaften nachrühmen, sie den Cremonesern sowohl in bezug auf den Adel des Tons als auf den herrlichen Lack gleichstellen und sie, was die Tonstärke anbelangt, sogar vorziehen sollen (?). Er hat ein eigenes Modell, das dem des Stradivari ziemlich ähnlich ist.
21Pupunat, François-Marie. — Lausanne. 1837.
22† vor 1870
23Er war ursprünglich Tischler und entwickelte sich zu einem geschickten Geigenmacher. Sehr saubere Arbeit, dunkelgelber Spirituslack, verschiedene Modelle. Außer seinem Zettel verwendete er auch einen Brandstempel mit seinem Monogramm. Eine gute Geige von ihm befindet sich im Museum des Pariser Konser-vatoriums (Nr. 1014). Eine Geige von ihm nach Stradivari besaß Jul. H. Zimmermann in St. Petersburg. Saubere Arbeit, etwas zu flache Wölbung.
24Geigenzettel: Franciscus Maria Pupunatus / fecit Lausannae anno 1844 / F. M. P. (gedruckt). — Franciscus Maria Pupunatus / Fecit. / Lausannae Anno 1837 [und Monogramm] (gedruckt).
26Purdy. — London. 1851
27Er soll eine Zeitlang mit Fendt zusammen gearbeitet haben. In einem Kontrabass fand ich auch die Firma Purdy & Fendt. 1851 erhielt er eine Ausstellungsmedaille. Seine Arbeit wird gelobt; er verwendete einen guten Kopallack.
29Purdey s. Button
31Purkholtzer (Burkholtzer), Hans. — Füssen. 1589. 1612
32Er stammte aus Trauchgau, heiratete die Tochter des Lautenmachers Magnus Helmer und erlangte dadurch im Jahre 1589 das Bürgerrecht in Füssen. Er gehörte zu den Begründern der Lautenmacherzunft und erscheint 1612 noch als Mitunterzeichner der Beschwerde gegen den Verkauf des besten, von den Lautenmachern gebrauchten Eibenholzes ins Ausland, an dem übrigens sein eigener Schwager beteiligt war. In der Wiener Sammlung alter Musikinstrumente befindet sich eine theorbierte Laute von ihm, die auf dem Rücken 21 Elfenbeinrippen zeigt. Das Griffbrett ist 330 mm lang, 75—107 mm breit, mit acht mobilen Saitenbünden, 11 doppelchörigen Saiten und zwei Sangsaiten. An der Untersseite der Griffbrettes befindet sich ein durchbrochenes Rankenwerk aus Elfenbein mit dem Monogramm M W (eines Besitzers? vielleicht M. Welsers?). Dis Gesamthöhe beträgt 874 mm. Im Innern zwei Zettel: der des Verfertigers und der Thom. Edlingers, der die Laute im Jahre 1705 ausgebessert hat.
33Geigenzettel: Hanns Burkholtzer Luaten / maher in Fiessen 1596 (geschrieben).
35Puzzini, Benedetto. — Rom. 1876
36Mandolinenmacher.

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