Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 412

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 408. See the scan on archive.org.

1Reichel, Christian II. — 1697. † vor 1749
2Sohn des Johann Caspar R. Nachdem er seine Lehr- und Gesellenjahre regelrecht abgedient hatte, wurde er »wegen Gebrechlichkeit« von der Pflicht, ein Jahr lang auf die Wanderschaft zu gehen, befreit und am 31. Mai 1697 als Meister aufgenommen. Er kommt mehrfach im Zunftbuche vor, so von 1715—1732. Er wird 1738 und 1744 noch erwähnt, war aber 1749 schon tot. Er soll ein geschickter Geigenmacher gewesen sein.
4Reichel, Christian III. — Geb. um 1718
5Sohn und Schüler von Johann Caspar II R. Er wurde am 29. Juni 1738 als Meister in die Zunft aufgenommen.
7Reichel, Christian Friedrich I. — Geb. 22. März 1729, † 9. Juni 1814
8Er gehört zu den besseren vogtländischen Meistern seiner Zeit. In den Umrissen nähert er sich italienischen Vorbildern. Der Lack ist dünn und über einer Beize aufgetragen, das Deckenholz gut, der Baßbalken gewöhnlich mit der Decke aus einem Stück. Weniger schön ist das Holz zum Boden. Die Schnecke ist gut geschnitten, hat aber wenig Schwung.
10Reichel, Christian Friedrich II. — Geb. 16. Januar 1788, † 11. November 1837 in Pr.-Münden
11Seine Geigen sehen so verschieden aus, daß sein persönlicher Anteil daran nur gering sein kann. Er hat vermutlich viele Gehilfen gehabt, die er selbständig arbeiten ließ, und selbst mehr den Handel betrieben.
13Reichel, Christian Gottlob I. — Geb. 23. Juni 1771, † 11. September 1835. Sohn von Johann Gottfried I R.
14Reichel, Christian Gottlob II. — Geb. 19. Mai 1785, † im Dezember 1835. Sohn von Johann Gottfried II R.
15Reichel, Ernst August. — Geb. 27. Februar 1829, † ? in Dresden
16Reichel, Ernst Friedrich. — Geb. 1857
17Enkel von Carl Gottlob R. Schüler von Ludwig Gläsel sen. Als Gehilfe arbeitete er bei Heinrich Theodor Heberlein und machte sich 1879 selbständig. Er gehört zu den wenigen Geigenmachern seines Wohnorts, die keine »Schachteln« verarbeiten. Er ahmt die Modelle von italienischen Meistern nach und verwendet Spirituslack in allen Farben.
19Reichel, Johann II.
20Reichel, Johann II.
22Reichel, Friedrich August I. — Geb. 28. April 1804, † Dezember 1872
23Reichel, Friedrich August II. — Geb. 28. Febr. 1815
24Sohn von Johann Gottlob R. Nachdem er in seiner Heimat das Geigenmachen erlernt und in einigen größeren Werkstätten gearbeitet hatte, wurde er 1838 Meister und konnte somit 1888 sein goldenes Meisterjubiläum feiern. Er war mit Christiane Caroline, geb. Voigt († 1. Dezember 1868) verheiratet. Er lebte zuletzt bei seinem Sohne Aug. Anton R. und arbeitete noch rüstig als Geigenmacher.
26Reichel, Friedrich Wilhelm. — Geb. 22. Juni 1784, † 14. März 1872
27Ein Bruder von Johann Adam R. und wohl aus der gleichen Schule hervorgegangen. Es scheint auch, daß er eine Zeitlang mit seinem Bruder gemeinschaftlich gearbeitet hat.
29Reichel (Reicholt), Georg. 1682. 1729
30Sohn und Schüler von Christian R. Er scheint noch in Graslitz geboren und schließlich anderwärts gestorben zu sein, da sein Name in den Pfarrbüchern fehlt. Dagegen kommt er in den Zunftakten oft vor; er wurde am 23. November 1682 Meister und war seit 1709 mehr als achtmal im Zunftbuche und u. a. im Jahre 1722 einziger Obermeister.
32Reichel, Georg Adam. — 1712
33Sohn und Schüler von Johann Caspar I R. Er wurde am 5. Juni 1712 unter Befreiung von der sog. Mutung als Sohn des ehem. Vormeisters sofort als Meister aufgenommen. Er dürfte, wie sein Vater, in Graslitz geboren sein und ist vielleicht auf einer Reise gestorben, wodurch sich das Fehlen seines Namens in den Pfarrbüchern zu Markneukirchen leicht erklären ließe.
35Reichel, Heinrich Adolf. — Geb. 11. Sept. 1841
37Reichel, Johann I. — 1697. 1740
38Er war ein Sohn von Christian I R. und dürfte auch dessen Schüler gewesen sein. Nach dem Tode seines Vaters übernahm er dessen Werkstatt und Haus und wurde, »da seine Mutter ohne seine Beihilfe nicht haushalten könnte«, unter Befreiung von der zweijährigen Wanderpflicht am 3. Mai 1697 als Meister in die Zunft aufgenommen. Er war u. a. im Jahre 1722 »Schlüsselmeister«, 1734 »Vormeister« und saß 1740 noch im Zunftrat. Seine Arbeit ist nicht schlecht, das Modell aber wenig schön und der Lack ohne Glanz und Feuer. Er wird mehrfach im Zunftbuch erwähnt.
40Reichel (Reicholt), Johann II. — 1708
41Ältester Sohn von Georg R. Auf sein an den Landesherrn gerichtetes Gesuch erhielt er 1708 eine »Gnadenstelle« als Mitmeister der (Mark) Neukirchner Geigenmacherzunft, d. h. er wurde gebührenfrei aufgenommen.

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