Scan 423
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 419. See the scan on archive.org.
1Riemann, Carl. — Posen. Ende des 19. Jahrhunderts
2Ein Zahnarzt und Zahntechniker, der sich aus Liebhaberei mit dem Geigenbau beschäftigte und einige Geigen (unter anderem mit Löwenköpfchen am Wirbelkasten) gemacht hat.
4Riemer, J. G. — Wurzen. 1882. 1891
5Häufiger als Geigen, die er selbst gemacht hat, kommen Wiederherstellungsarbeiten von ihm vor.
6Geigenzettel: Repar.: / von J. G. Riemer. / Wurzen 1882 (gedruckt).
8Riemeyer, Albert. — Zürich. 1920
9Nachdem er durch Liebhaberei zum Geigenbau gekommen war und sich durch Selbststudium allerlei Handgeschicklichkeit erworben hatte, machte er noch eine regelrechte Lehrzeit bei Jos. Hofmann durch und imitiert jetzt mit Erfolg alte Geigen nach einem Verfahren, von dem er überzeugt ist, daß in diesem das sog. Geheimnis der großen Cremoneser bestand.
11Riesenberg, J. H. — Hamburg. 1834
12Er wohnte Kurze Straße Nr. 204 und war ein tüchtiger Meister, der sehr flache Geigen nach Stradivari gebaut hat.
13Geigenzettel: J. H. Riesenberg / Hamburg Ao. 1834 / den 14en Dec. (gedruckt).
15Rieß, Andreas. — Bamberg. Geb. um 1720, † 1777
16Wahrscheinlich ein Sohn und Schüler von Joseph R., mit dem er wohl auch verwechselt wird. Er gehört zu den wenigen deutschen Geigenmachern des 18. Jahrhunderts, die schon bei Lebzeiten einen gewissen Ruf besessen haben, wobei ihm freilich zugute kam, daß Joseph R. sein Vorgänger gewesen ist. Andreas R. war schon 1750 Hofgeigenmacher, und daß er auch ein tüchtiger Musiker war, geht daraus hervor, daß er zum Rector chori am Dom ernannt wurde. Auch als Orgelbauer hat er sich betätigt. Er bezog ein Gehalt von 80 fl. jährlich, wurde aber für besondere Dienste besonders belohnt. So heißt es in den Hofkammer-Rechnungen: »1751, Febr. 4. Andreas Rieß, Hofgeigenmacher (erhält) für einen nach Hof gefertigten großen Violon 24 fl. Ferner 1753, März 3. Andreas Rieß Hofgeigenmacher und Musico für dessen Bemühung bey aussuch und Liberirung der Hofmusikalien 12 fl.« (Vgl. E. Frhrr. v. Marschalk, Die Bamberg. Hofmusik unter den drei letzten Fürstbischöfen. Bambg. 1885.) Seinen Geigen, die hochgewölbt sind, wird ein ansprechender Ton nachgerühmt.
18Rieß (Ris), Joseph. — Bamberg. 1719. Soll 1737 noch gelebt haben
19Arbeiten von ihm kommen noch mehrfach vor; seine Geigen schließen sich an das Stainermodell an und sind recht gut gemacht. Leider fehlt sein Name in den Hofkammer-Rechnungen usw. Eine Arbeit von ihm aus dem Jahre 1719 besitzt das Museum in Kopenhagen.
21Rinaldi
22Rieß (Ries), Nikolaus Georg. — Wien. 1820. 1843
23Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher auf der Landstraße (III. Bezirk) Nr. 106, legte am 21. März 1823 den Bürgereid ab und war im Jahre 1843 Mitvorsteher der Geigenmacherinnung. Eine besondere Geschicklichkeit bewies er als Gitarrenmacher. Seine Zettel versah er mit einem Siegelabdruck seines Petschafts.
24Geigenzettel: Nicolaus Ries / Guitar u. Geigenmacher / in Wien 1820 (in Geigen) (gedruckt). — Nach dem Modell des / Luigi Legnani / (L. S.) (Emblem) / Nikolaus Georg Ries / in Wien (in Gitarren) (gedruckt).
26Riez, du s. Du Riez
28Rifry, Johannes. — Freiburg i. Schweiz. 1632
29Nach Grillets Mitteilung sind von ihm Violoncelli und Bässe bekannt geworden. Bedot in Genf besitzt die Zargen und den Wirbelkasten eines Instruments von ihm. Da er wahrscheinlich kein Bürger war, fehlt sein Name in den Freiburger Bürgerbüchern; auch sonst kommt sein Name in den Akten des Freiburger Archivs nicht vor. Auch der St. Lukasbrüderschaft gehörte ein Rifry nicht an, so daß es leider nicht gelang, mehr über ihn zu erfahren, als was Grillet meldet.
31Righi, Antonio. — Modena. 1817
32Sohn des Ambrosio R. Er war seines Zeichens ein Färber, der, vielleicht nur als Dilettant, Bässe von gewöhnlicher Arbeit gemacht hat.
33Geigenzettel: Antonius Righi tinctor, / filius Ambrosii, fecit Mutinae, anno 1817 (gedruckt).
35Rigondeau, Théodore. — La Rochelle. 1840. 1860
36Ein tüchtiger Geigenmacher, der sich später mit seinem jüngeren Bruder, der hauptsächlich Klavier-, Harmonium- und Orgelmacher war, zu der Firma Rigondeau frères verband. Am 1. April 1874 wurde ihr Schüler E. Ferrand ihr Nachfolger. Beide Brüder sind bereits vor 1899 gestorben.
37Geigenzettel: Abb. 631.
39Riley, Henry. — Liverpool
40Er wird als geschickter Geigenbauer bezeichnet.
42Rinaldi, Celeste. — Modena. 1878
43Er wohnte als Geigenmacher in der Vorstadt La Madonnina in Modena. (Valdrighi 2631).
45Rinaldi, Gioffredo Benedetto. — Turin. 1850. † 1888
46Lieblingsschüler von Pressenda; ein geschickter Geigenmacher, dessen Violoncelli sehr geschätzt sind. Auch als Kenner alter Geigen und als Händler war er bekannt. Er stand in Verbindung mit Tarisio und war nach dessen Tod einer der geschicktesten Entdecker alter Instrumente in Italien. Er gab in Turin 1873 eine Schrift heraus unter dem Titel: Classica fabbricazione di violini in Piemonte, in der das Ausführlichste über Pressenda berichtet wird.
Makers on this page
- Riemeyer, Albert
- Riesenberg, J. H.
- Riess, Andreas
- Rieß, Joseph
- Rieß, Nikolaus Georg
- Rinaldi, Gioffredo Benedetto
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.