Scan 424
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Rinaldi, Lodovico. — Rimini. 1804
2Gitarren und Mandolinen, die ihm zugeschrieben werden, verraten keine sehr geschickte Hand.
4Rinaldi s. Marengo-Rinaldi
6Ringer, Josef. — Absroth. Geb. 21. Februar 1844 in Absroth
7Schüler von Johann Werner. Im Jahre 1878 machte er sich in Leibitschgrund selbständig und stellte gute, billige Geigen her.
9Rinne, Friedrich Wilhelm. — Hamburg
10Ein Instrumentenmacher, der am 27. April 1798 das Bürgerrecht erwarb.
12Rinozz, Mattheo, J. — 1799
13Eine dunkel lackierte Violine nach Amati mit diesem (wohl falsch gelesenen) Namen bot Withers zum Kauf an.
15Rippel, Christian. — Glatz. 1765
16Eine interessante Viola, ohne Einlage, trägt den geschriebenen Zettel: Christian Rippel / Geigenmacher, Glatz / 1765 (gedruckt).
18Riß s. Rieß
20Ristorini, Gianfrancesco. — Florenz.. 1678
21Sohn des Giovanni R. Ein Lautenmacher, den Valdrighi (2636) anführt.
23Ritchie, Archibald. — Dundee. Geb. 3. Okt. 1833 in Woodend, Banchory, † vor 1904
24Er war lange Jahre im Eisenbahnbau tätig und hat alle seine freie Zeit darauf verwendet, die Geigenmacherei zu studieren; er begann damit schon als Knabe. Ernsthafter beschäftigte er sich damit seit 1863 und hat über 150 Violinen gemacht, die alle recht gut sind und eine geschickte Hand verraten. Seine älteren Geigen sind nach Stradivari gemacht und haben Spirituslack, die späteren nach Guarneri mit Öllack. Er verwendet auch einen Brandstempel mit seinem Namen.
25Geigenzettel: A. Ritchie / Maker / No. 113 Dundee 1895 (gedruckt).
27Ritmüller (Rittmüller), Gottlieb Wilhelm. — Göttingen. Geb. um 1770 im Eichsfelde (?), † vor 1830
28Er wurde am 17. November 1794 als Eingewanderter zum Bürger angenommen, und legte am 5. August 1795 den Bürgereid ab. Ursprünglich machte er Lauten, Gitarren und Harfen; später verlegte er sich hauptsächlich auf den Bau von Klavichorden und Klavieren und wurde der Gründer der heute noch bestehenden berühmten Klavierfabrik, die somit jetzt die älteste in ganz Deutschland ist. In den Kirchenbüchern wird er stets »Instrumentenmacher« genannt; bei wem er gelernt hat, steht nicht fest; sein Vater war Weißbindermeister in Göttingen. Am 12. Oktober 1800 heiratete er Dorothea Schenterlein, von der er mehrere Söhne hatte; zwei davon, der am 26. Juni 1802 geb. Johann Wilhelm und der am 12. Dezember 1803 geb. Johann Martin, wurden gleichfalls Musikinstrumentenmacher und setzten das väterliche Geschäft fort. Ob er jemals Geigen gemacht hat, ließ sich nicht ermitteln; es ist aber wahrscheinlich. Seine Gitarren waren seiner Zeit sehr gesucht; eine solche befindet sich in der städtischen Altertümersammlung in Göttingen. Auf einigen wenigen Zetteln, die in lateinischer Sprache geschrieben waren, übersetzte er den Namen Gottlieb in »Theophilus«; im übrigen verwendete er nur den folgenden gedruckten Zettel: G. W. Rittmüller / in / Göttingen / verfertigt Piano, Forte in Flügel / und aufrecht stehender Form / Clavichorden, Pedal Har- / fen u. Guitarren. — Sein Bruder, der Vater des Karikaturenzeichners, war ebenfalls Lautenmacher, Arbeiten von ihm sind in der Städtischen Altertums- sammlung in Göttingen erhalten.
30Rittberg (Riesenberg?). — Hamburg
31Angeblich ein im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in Hamburg tätiger Geigenmacher.
33Ritter s. Meisinger
35Ritter, Franz Richard. — Markneukirchen, Gunzen. Geb. in Schöneck am 10. Mai 1857
36Schüler seines Schwagers Wenzel Himmer. Nach Beendigung seiner Militärzeit arbeitete er als erster Gehilfe in größeren Werkstätten und machte sich 1883 in Markneukirchen selbständig, siedelte aber 1889 nach Gunzen bei Zwota über, wo er auch das Amt eines Gemeindedieners versehen soll.
38Ritter, Hermann. — Würzburg. Geb. 16. Sept. 1849 in Wismar
39Der Erfinder der Viola alta, des dreifüßigen Stegs, der fünfsaitigen Viola, eines neuen Streichquartetts usw.1) Ein ausgezeichneter Geiger und Virtuose auf seiner Viola alta sowie tüchtiger Musikgelehrter und Musikschriftsteller. Er lebt als Professor in Würzburg.
41Ritter, Paul. — Schöneck i. S. Geb. in Schöneck 1867
42Schüler von W. Neumärker, seit 1887 selbständig, macht nach den Modellen italienischer Meister Violinen, Violen, Violoncelli, Bässe usw. und erfand eine Reform-Gitarre, bei der das Greifen der linken Hand in Wegfall kommt. Er klebt teils eigene Zettel, teils solche mit den Namen der Meister, deren Modelle er nachahmt, ein.
44Rittig (oder Rittio, vielleicht Railich?), Christopharus. — Genua. 1680. 1692
45Ein Violoncello in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln (Nr. 923) trägt diesen Namen. Die F-Löcher sind auffallend groß, sonst ist die Arbeit gut.
46Geigenzettel: Christopharus Rittig fe- / cit Genuæ anno 1680 (gedruckt).
481) Vgl. Keller, Phil. und Hörlein.
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