Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 425

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

54 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 421. See the scan on archive.org.

1Riva, Giovanni. — Piacenza. 1884
2Es gibt Geigen mit diesem Namen, die jedoch wenig bemerkenswerte Eigenschaften haben.
4Rivolta, Giacomo. — Mailand. 1800. 1834
5Er führte das Ladenschild »all' insegnna del Sto Re Davide«. In der Arbeit und dem Lack ein geschickter Nachahmer der Gagliani und wahrscheinlich aus deren Schule hervorgegangen. Besser als seine Violinen sind seine Violoncelli, am besten jedoch seine Gitarren. Sein goldgelber Lack ist sehr schön. Ein Kontrabaß von ihm aus dem Jahre 1834 (Gesamtlänge 184,5 cm) befindet sich im Mailänder Konservatorium.
6Geigenzettel: Jacobus Rivolta / fecit Mediolani 1821 (gedruckt). — Giacomo Rivolta / fece Milano 1828 (gedruckt). — Giacomo Rivolta fece, 1834 / Premiato di medaglia d'argento indi diquella d'oro / per aver fatto risorgere la scuola del celebre Stradivari (gedr.).
8Rizzotti, Nicola. — Novellara (Modena). 1880
9Obwohl er sich nur autodidaktisch zum Geigenmacher ausbildete, hat er doch gute Violinen und Violoncelli gemacht.
11Roberts, R. C., ist seit 1880 als Geigenmacher in Bolton ansässig
13Roberts s. Cope
15Robertson, John H. — Calperum (Süd-Austr.). 1908
16Ein Liebhaber, der gute Geigen zu bauen versteht; nur sein Lack läßt zu wünschen übrig.
18Robinson. — Manchester. 1885. 1889
19Englischer Geigenmacher aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts
21Robinson, Robert. — Boston. Geb. 12. Sept. 1851 in Sandusky (Ohio, Amerika)
22Nachdem er von 1871—1877 in Des Moines, Iowa, von 1882—1884 in Denver Colorado, New York, von 1885 bis 1891 wieder in Des Moines, von 1891—1892 in Salt Lake, Utah, von 1893—1894 in Chicago und von 1897—1898 in San Francisco gearbeitet hatte, machte er sich 1899 in Boston als Geigenmacher selbständig. Er macht neue Geigen nach Stradivari und Guarneri und hat ein eigenes Modell, das zwischen beiden liegt. Er verwendet einen Spirituslack eigener Zusammensetzung von bernsteingelber bis dunkelroter Farbe.
23Geigenzettel: Abb. 633.
25Robson, A.
26Guter schottischer Geigenmacher.
28Rocca. — Genua. 1762
29In den Umrissen ahmte er Joseph Guarneri nach. Sein Modell ist flach gewölbt, die Schnecke sehr eigentümlich in der Form. Ich kenne nur geschriebene Zettel von ihm.
31Rocca, Enrico. — Genua. 1887. 1914
32Geschickter Geigen- und Mandolinenmacher, Sohn und Nachfolger von Giuseppe R. Seine Arbeiten sind auch in England beliebt.
34Rocca, Giovanni Domenico. — Turin. 1809
35In einer nach Guarneri gebauten Violine fand sich ein Zettel mit dem Namen dieses sonst nicht bekannten Mitglieds der Familie Rocca.
36Geigenzettel: Joh. Domin. Rocca / Taurini 1809 (geschrieben).
38Rocca, Giuseppe. — Genua. 1854
39Der Vater Enricos und nicht identisch mit dem gleichnamigen Turiner Meister. Er arbeitete recht gut nach Guarneri.
41Rocca, Giuseppe Antonio. — Turin, Genua
42Geb. um 1810 in Alba (Piemont), † nach 1868
43Bis zu seinem 20. Jahre arbeitete er bei seinem Vater als Bäcker, fing dann aus Liebhaberei an, Geigen zu machen, und wurde später Schüler von Pressenda, in dessen Art er arbeitete, und dem er sehr nahekam; nur sein Lack ist weniger gut und oft zu dick, am besten der von rotbrauner Farbe. Er wählte schönes Holz, machte den Boden gern aus einem Stück und erzielte einen großen, edlen Ton. Von ihm gibt es sehr gute Kopien nach den alten Meistern (Stradivari, Maggini, Guarneri usw.). Er besaß Medaillen von den Ausstellungen in Paris, London, Genua und Turin. Er verwendete verschiedene Zettel und brachte in der Mitte der Innenseite der Decke und über dem Hals beim Eingang in den Wirbelkasten und oft noch an mehreren anderen Stellen gleichzeitig die Brandmarke G.R an. Leider ergab er sich in seinen letzten Lebensjahren dem Trunke und fand zuletzt im Rausche durch einen Unglücksfall seinen Tod. Den Namen Rotta zu lesen und dann Rota daraus zu machen, ist falsch. Eine gute Violine von ihm besitzt Ingenieur Richard Renner in Tutzing. — In neuerer Zeit tauchen sehr viele Fälschungen seiner Arbeit auf, und fast alle tragen die Jahreszahl 1831!
44Geigenzettel: Josephus Rocca, Taurini 1830 (gedruckt). — T G R Joseph Rocca fecit / Taurini anno Domini 1843 (gedruckt). — Joseph Rocca fecit OR (und Kreuz) / Premiato di Medaglie alle Esposizione / di Torino, Genova, Londra e Parigi / Taurini anno Domini 18 … / I H S (gedruckt) und Abb. 665.
46Roche, Nicolas. — Mirecourt. † 6. April 1785
47Er war mindestens seit 1757 tätig.
49Roche. — Marseille. 1908
50Erfinder eines lyraförmigen Saiteninstruments, das er »La Vega« nennt.
52Rochi, Christofilo. — Padua. 1620
53Baron (1727) erwähnt ihn mit folgenden Worten: »Christofilo Rochi und Sebastian Rochi haben beyde Anno 1620 florirt; der erste lebte zu Padua, der andere aber zu Venedig«.

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