Scan 426
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Rochi, Sebastiano. — Venedig. 1620
2Ein Lautenmacher, den Baron (1727) hervorhebt, der mir aber sonst nicht bekannt wurde.
4Rockwell, N.-Boston. — 19. Jahrhundert
5Einer der vielen, die sich vergeblich mit der »Verbesserung« der Geige abgeplagt haben. Er vergrößerte den Umfang und kam schließlich zu ganz falschen Proportionen.
7Rodiani (Rudiani), Giovita. — Brescia, Bologna. Geb. um 1545, † nach 1624
8Die Namen dieses Meisters kommen in der Literatur in unglaublichen Entstellungen vor; Fétis nannte ihn Javietta (auch Juvento) Budiani und Vidal Francesco B., und es ist ein Verdienst Valdrighis, die Namen richtiggestellt zu haben. Giovita war der Sohn Giovanni Francesco Rudianis und hielt sich um 1572 wohl nur vorübergehend in Bologna auf. In Urkunden kommt er vor als »Ser Jovita R. che fa violini in Bressia« oder als »fabricator a violinis«. Er wohnte in der Contrada della Tresanda di Sto. Rocco. Die Geigen Rodianis entsprechen dem Stile G. d. Salòs, bei dem er vielleicht als Gehilfe gearbeitet hat, später auch denen Magginis, und haben gelben Bernsteinlack. Er erreichte ein Alter von etwa 80 Jahren. Eine prachtvolle Geige von ihm besitzt Abt Sales Bauer in Rein (Steiermark).
9Geigenzettel: Giouita Rodiani in Brescia (gedruckt).
11Rodilli, Luigi. — Nancy. 1511
12Er wird als Musikinstrumentenmacher erwähnt und dürfte aus Italien eingewandert gewesen sein.
14Rodriguez, Antonio Maria. — Lissabon. 1896
15Portugiesischer Gitarren- und Mandolinenmacher vom Ende des 19. Jahrhunderts.
17Röber s. Reber
19Roediger, Aug. — Aschersleben, Magdeburg. 1890. 1900
20Von Hause aus Musiker, verlegte er sich erst später auf das Geigenmachen und unterhält jetzt eine Reparaturwerkstatt in Magdeburg.
21Geigenzettel: Reparirt August Roediger / Aschersleben 1892 (gedruckt).
23Roediger, Fr. — Halberstadt. 1921
24Ein Geigengeschäft mit Instrumentenbau- und Reparaturwerkstatt.
26Röllig, G. — 1801
27Baute Streichklaviere.
29Röpcke, Johann Friedrich. — Wismar. 1845. 1874
30Er erwarb am 18. Dezember 1845 als Instrumentenmacher das Bürgerrecht und erscheint zuletzt 1874 im Wismarer Adreßbuch. Es gibt einige ganz gute Geigen von ihm, die in ihrer Arbeit erkennen lassen, daß er bei genügender Förderung ein tüchtiger Meister geworden wäre. Er hatte aber schwer zu kämpfen und verarbeitete gewöhnlich nur minderwertiges Holz. Sein Patron ist lang und schmal. — Leider haben die Geigenmacher in Wismar wie an manchen anderen Orten das greuliche Wort Instrumentenmacher für klangvoller gehalten. Was für Instrumente sie gemacht haben, wird dadurch so verschleiert, daß man von den in den Wismarer Bürgerbüchern vorkommenden Instrumentenmachern Joachim David Christian Heyl (1828, 22. November), Christian Heinr. Ludw. Erhardt (1829, 16. Juni), Wilh. Karl Jak. Schröder (1831, 9. Juli), Friedr. Wilh. Lemmert (1832, 14. Juli), Karl Heinr. Vöge (1840, 20. Februar) und Heinr. Alb. Döring (1840, 14. Mai) nicht sagen kann, ob sie als Vorgänger Röpckes in Betracht kommen.
31Geigenzettel: Reparirt / von / Johann Friderich Röpcke Instrumentenmacher / in Wismar Anno 18… (gedruckt).
33Rösch, Andreas. — Mittenwald. 1796
34Vielleicht der geschickteste aus seiner Familie.
35Geigenzettel: Andreaß Rösch in / Mittenwald an der Is. a.ño 1796 (geschrieben in Druckschrift, mit kalligr. Verzierungen).
37Rösch, Johann Joseph. — Mittenwald. Geb. 12. November 1763. 1790
38Sohn von Jos. R. Eine mit sehr farblosem Lack überzogene Violine von nicht ganz richtiger Mensur trug einen Zettel, auf dem nur zu entziffern war: »Johann Rö… waldt 1790«, die ich dem Sohne von Jos. Rösch zuschreiben möchte.
40Rösch, Joseph. — Mittenwald. 1750. 1767
41Er gehört, wie alle seine Zeit- und Ortsgenossen, zur Klotzschule, und demgemäß sind seine Geigen nach M. Klotz und Jakob Stainer gebaut. Sie sind alle sehr hoch gewölbt und braun lackiert. In den Kirchenbüchern kommt er zuerst 1760 und zuletzt 1767 vor, scheint aber noch nach 1780 gelebt zu haben.
43Röscher, C. H. W. — Bremen. 1865. † um 1880
44Er war von Hause aus Tischler und hat sich frühzeitig mit der Wiederherstellung alter Musikinstrumente befaßt. Er hatte dabei ein gewisses Geschick, und so sind auch die Geigen, die er selbst gemacht hat, wenn sie auch nicht als Kunstwerke gelten können, ganz gut gelungen. Es gibt allerdings auch verschiedene Geigen, die seinen Zettel tragen, die aber so vogtländisch aussehen, daß es sehr zweifelhaft erscheint, ob sie wirklich von ihm gemacht worden sind.
46Röselmüller, August Hermann. — Kreuznach, Königsberg i. Pr., Markneukirchen, Dessau. Geb. 10. November 1855 in Markneukirchen
47Schüler von Chr. W. Seidel, arbeitete als Gehilfe bei Hampe in Amsterdam und J. Diehl in Hamburg. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Kreuznach, wo er die Geigenbauwerkstätte der Gebr. Wolff einrichtete und leitete, ließ er sich in Königsberg nieder und blieb hier
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