Scan 428
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
45 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 424. See the scan on archive.org.
1wahrscheinlich der Kapelle Ludwigs XIV. entstammende Geige befindet sich im Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 5).
3Roiß, Maximilian. — Wien. 1763. 1767
4Er war der Schwiegersohn von Andre Nikolaus Partl und folglich Mich. Andr. P. s Schwager. Da der letztere schon seit 1728 seine eigene Werkstatt hatte, ist es begreiflich, daß Roiß, der am 3. März 1764 den Bürgereid ablegte, das Geschäft seines Schwiegervaters übernahm. Er läßt sich in Wien nur bis 1767 verfolgen und wird in diesem Jahre als »abwesend« bezeichnet. one of two readings
5Er war der Schwiegersohn von Andre Nikolaus Partl und folglich Mich. Andr. P.s Schwager. Da der letztere schon seit 1728 seine eigene Werkstatt hatte, ist es begreiflich, daß Roiß, der am 3. März 1764 den Bürgereid ablegte, das Geschäft seines Schwiegervaters übernahm. Er läßt sich in Wien nur bis 1767 verfolgen und wird in diesem Jahre als »abwesend« bezeichnet. one of two readings
7Rol. — Paris. 1753
8Wenig bekannter, aber sehr geschickter Geigenmacher, der im »Cour Saint-Denis de la Chartre« wohnte. Eine hübsche, große Pochette von ihm besitzt das Pariser Konservatorium (Nr. 120).
10Rolin. — Paris. 18. Jahrhundert
11Er nannte sich einen Schüler von Cousineau. In Geigen von gewöhnlicher Arbeit findet sich der Zettel: Rolin luthier de Paris (gedruckt). Häufiger kommen sog. stumme Geigen von ihm vor.
13Rolin, Charles. — Nancy. 1848
14Er stammte aus Mirecourt und war einer der besten Mitarbeiter von Charles Jacquot, starb aber schon in jungen Jahren.
16Rolini, Giambattista. — Pesaro. 1471
17Ein nur dem Namen nach bekannter Lautenmacher. Wenn Valdrighi von ihm (Nr. 3558) behauptet, daß er schon Violinen gemacht habe, so ist das durch nichts zu beweisen und wird durch die Geschichte der Violine hinlänglich widerlegt.
19Rolle, Caspar. — Wien ?
20Ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Violoncello mit diesem fragwürdigen Namen besaß ein Dr. Samter in Posen, der später nach Berlin verzogen ist.
22Romagnoli, Francesco. — Bologna. 1821
23Ein Gitarren- und Mandolinenmacher gewöhnlichen Schlages.
25Romani, Giulio Cesare. — Rom. 18. Jahrhundert
26Er wird gelegentlich auch »Giulio Romano« genannt; ob er sich selbst so genannt hat, oder wie sein wirklicher Name lautete, war nicht zu ermitteln.
28Romanini, Antonio. — Cremona. 1705. 1740
29Wenig hervortretender Cremoneser Meister, von dem es u. a. auch gute Violen d’amore gibt. Vidal liest irrig Romanini. Ein anderer Romanini soll noch 1808 tätig gewesen sein.
30Geigenzettel: Abb. 661.
32Romano, Pietro. — Pavia
33Ein dem 18. Jahrhundert angehörender Geigenmacher, dessen Zettel Vidal mitteilt.
34Geigenzettel: 17 . . / Pietro Romano in Borgo di Pavia (gedruckt).
36Romarius, Antonius. — Cremona. 1703
37Das Stockholmer musikhistorische Museum besitzt eine Viola d’amore mit einem gedruckten Zettel, der diesen sonst nie gehört Namen trägt. Der Zettel wird um so verdächtiger, als deutlich zu erkennen ist, daß er über einen andern geklebt ist, der vielleicht den wirklichen Verfertiger des Instruments nennt.
39Rombouts, Pieter. — Amsterdam. Geb. 1674, † nach 1735
40Er erwarb als »Fiolenmaker« im Jahre 1707 in seiner Vaterstadt das Bürgerrecht und wohnte auf dem Bootermarkt. Er war ein sehr tüchtiger Meister, der bei H. Jacobsz gelernt hat und alle Arten von Geigen machte. Seine Arbeit ist sorgfältig, nur sein Lack bei aller Leuchtkraft etwas zu dick. Zur Einlage nahm er gern Fischbein. In jüngeren Jahren nannte man ihn wohl Pieter, Jacobsz Schüler, daraus entstand dann ein »Pieter Jacobsz«, der auch bei Vidal noch vorkommt. Es gibt kein einziges echtes Instrument mit diesem Namen, der daher in das Reich der Fabel gehört. Eine Violine von 1712 war in der Sammlung Scheurleer, eine Kniegeige von 1708 besitzt Berlin; das Selhofsche Auktionsverzeichnis (1759) weist drei Kniegeigen von ihm aus den Jahren 1703, 1719 und 1720 auf. Eine Diskant-Gamba von 1729 besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln. Gamben und Nonnengeigen von ihm sind ferner im Museum des Liceo filarm. in Bologna und eine Nonnengeige im gleichen Museum in Neapel. Ein Violoncello von 1720 besitzt E. A. Sandeman.
41Geigenzettel: Pieter Rombouts / Amsterdam 1708 (gedruckt).
43Romer, Adolf. — Freiburg i. Br. Geb. 29. Juni 1863 in Ettenheim
44Einer der geschicktesten deutschen Geigenmacher der Gegenwart. Er kam als Kind mit seinen Eltern nach Freiburg, wo seine Vorliebe für das Geigenspiel frühzeitig zutage trat. Da er keine Geige besaß, machte er schon als sechsjähriger Knabe den Versuch, sich selbst eine solche zusammenzuzimmern. Er setzte diese Versuche jahrelang fort und schließlich mit solchem Erfolg, daß der kgl. Chordirigent Joh. Diebold auf den damals 12jährigen Knaben aufmerksam wurde und sich erbot, ihn unentgeltlich im Violinspiel zu unterrichten. Auch hierin machte er schnelle Fortschritte, und so war es ganz natürlich, daß er, nachdem er die Schule verlassen hatte, in die Musiklehre kam. Je vertrauter er mit seinem Instrument wurde, desto lebhafter interessierte ihn dasselbe auch in seinem Bau. Er war aber zunächst Musiker geworden und lernte von 1880—1887 Künstlers Erdenwällen im Guten und Bösen kennen. Er kam in ganz Deutschland und der Schweiz herum, und überall, wo er Gelegenheit fand, von Geigenmachern etwas zu lernen, tat er es, wenn er auch seine Absicht, bei einem solchen in die Lehre zu treten, zunächst nicht verwirklichen konnte. Endlich aber ward es ihm möglich, bei Schünemann in Schwerin einzutreten. Freilich blieb er dort nicht lange, weil er Gelegenheit fand, zu Hörlein nach Würzburg zu kommen. Da er mit guten Vorkenntnissen und einer angeborenen Handgeschicklichkeit ausgerüstet war und
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.