Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 431

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 427. See the scan on archive.org.

1findet sich zweimal ein runder Brandstempel, der vielleicht seine Taufnamen angibt, oder, wenn der erste Buchstabe als S gelesen werden muß, als »Santa Maria« gedeutet werden kann. Das dritte Zeichen ist undeutlich, kann ebensogut als 4 wie als R gelesen werden. Am Wirbelkasten ist ein hübsch geschnitztes Löwenköpfcchen — was bei italienischen Geigen allerdings als Ausnahme betrachtet werden muß. Da Ravenna nicht allzuweit von Pesaro liegt, könnte der Geigenmacher immerhin ein Vorfahre des »Schwans Von Pesaro« gewesen sein.
2Geigenzettel: Iohannes Maria Rossini fecit / Ravenna A. D. 1775 (gedruckt). (Die Jahreszahl ist undeutlich.)
4Rossio, Giovanni, lebt als Saiteninstrumentenmacher in Rom
6Rota, Giovanni. — Cremona. 1795. 1810
7Seine Arbeit zeigt deutlich den Verfall der Kunst in Cremona. Seine Geigen sind roh gearbeitet, die Einlage liederlich gemacht, das Holz unschön, der gelbe Lack unscheinbar. Einige wenige bessere Geigen mit rötlichem, fettem Lack zeigen jedoch, daß er immerhin aus einer guten Schule hervorgegangen war. Vidal vermutet, daß er schon 1705 gelebt habe, was aber falsch ist; es kann nur 1805 in Frage kommen.
8Geigenzettel: Joannes Rota fecit / Cremonese Anno 1808 (gedruckt). — Joannes Rota fecit / Cremone anno 1805 (gedruckt).
10Rotella, Bernardino. — Spoleto. 1827
11Ein Geigenmacher, der nur bescheidenen Ansprüchen genügen konnte.
13Roth, Albert. — Würzburg. Geb. 7. April 1887 in Markneukirchen
14Sohn des Lautenmachers Gustav Adolf R. Nachdem er in seiner Vaterstadt seine Ausbildung vollendet hatte, arbeitete er mehrere Jahre hindurch als Gehilfe und hat sich im Jahre 1919 in Würzburg niedergelassen und als Lautenmacher selbständig gemacht.
16Roth, Christian. — (Angeblich Augsburg oder Nürnberg, auch Prag 1675)
17Es gibt Lauten und Theorben mit seinem Namen. Hart, Sandys und Forster erwähnen ihn, doch war es mir nicht möglich, in Augsburg etwas über ihn zu finden. Ebenso unbekannt ist er in Prag. Er war vielleicht ein vogtländischer, wahrscheinlich (Mark) Neukirchener Geigenmacher, der von Markt zu Markt zog. Vgl. Roht.
18Geigenzettel: Christian Roth Violin und / Lautenmacher aus Prag Ao 17 . . (gedruckt).
20Roth, Ernst Heinrich. — Markneukirchen. Geb. 3. April 1877
21Sohn von Gustav Robert R. Er ist gelernter Geigenmacher und trat 1900 als persönlich haftender Gesellschafter in die Firma Gustav Roth ein.
23Roth, Gustav. — Markneukirchen. Geb. 29. Mai 1852
24Schüler von Bausch. Im Jahre 1870 begründete er sein Geschäft, dessen Firma seit 10. September 1900 Gustav Roth & Co. lautet, nachdem der Sohn Teilhaber geworden war. Er erhielt 1897 in Leipzig eine silberne Medaille. Sein Bruder Gustav Robert R. war Bogenmacher.
26Roth, Johann. — Darmstadt? 1675. (Vogtländer?)
27Er wird als Darmstädter Meister bezeichnet, im Großherzoglichen Haus- und Staatsarchiv waren jedoch Nachforschungen nach ihm ohne Erfolg.
29Roth, Otto. — Markneukirchen. 1905
30Wurde durch seine Riesenbaßgeige (4,20 m hoch vom Hals bis zum Stachel, Korpus 2,10 m), die er für das Orchester der Oper in Chicago gebaut hat, bekannt. — Auch Carl Wilhelm Roth, geb. 7. Oktober 1876, ist Geigenmacher geworden.
32Roth. — Straßburg. 1856
33Er hatte um die Mitte des 19. Jahrhunderts seine Werkstatt in Straßburg und führte ziemlich viele Reparaturen aus. Geigen von ihm habe ich nicht gesehen. Er hielt sich gute Gehilfen, und so hat auch Simoutre bei ihm gearbeitet. Vielleicht ist er identisch mit jenem Roth, der in Paris in der Rue Geoffroy-Marie eine Werkstatt hatte.
35Rothmüller, Ferdinand. — Graz. 1887. Geb. 1851 in Wien
36Er hatte in Wien gelernt, kam im Jahre 1879 als Gehilfe nach Graz zu Prachatschek und machte sich 1887 selbständig. Er war im Ausbessern und Wiederherstellen alter Geigen recht tüchtig und hat auch neue Geigen gebaut.
38Rothy (?), Georg Friedrich. — 18. Jahrhundert
39Eine vogtländische Geige im Besitz von Ernst Geißer trägt diesen (wahrscheinlich fingierten) Namen, der wohl aus »Roth« entstanden sein dürfte.
40Geigenzettel: George Friedrich Rothy / fec. v. p. Jacob Stainer in Apsam oenipuntum Ao. 17 . . (gedruckt).
42Rotta, Gius. Ant. s. Rocca
44Rottenburgh, Jan Hyacinth Joseph. — Brüssel. 1743. 1745
45Eine weitverzweigte Musikerfamilie1), von der einige Mitglieder auch als Instrumentenmacher, und zwar hauptsächlich als Blasinstrumentenmacher vorkommen, (Vgl. v. d. Straeten, B. V. S. 180 ff.) Jan Hyacinth war Hofgeiger und hat auch einige Instrumente gemacht, die eher an die Tiroler Schule als an Amati erinnern. Sein Lack ist rotbraun.
46Geigenzettel: Joannes Hyacinthus Josephus / Rottenburgh Aul. violonisius / me fecit Bruxelles 1743 (gedruckt) und Abb. 659.
481) Der Name wird in der Literatur in unglaublichen Entstellungen (Rottembrouck usw.) wiedergegeben.

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