Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 436

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 432. See the scan on archive.org.

1Gehilfe bei E. Geißer und machte sich 1897 in Odessa als Geigen- und Bogenmacher selbständig. Er arbeitet nach Guarneri del Gesù und nach eigenen Modellen, bevorzugt große Formate und eine sehr flache Wölbung. Sein Lack ist gelblich oder rotgelb, aber dünn und erinnert an gew. Politur. Der Ton seiner Geigen ist kräftig, nur die G-Saite fällt etwas ab. Auch als Reparateur besitzt er in Südrußland einen sehr guten Ruf. Er erhielt schon 1894 auf der Antwerpener Weltausstellung ein Ehrendiplom.
2Geigenzettel: Abb. 643.
4Saby, H. H. — Kapstadt. 1910. 1911
5Hauptsächlich Händler, der auch eine Reparaturwerkstatt unterhält.
7Sacchini, Sabbattino (Sebastiano). — Pesaro. 1670. 1686
8Ein Schüler oder guter Nachahmer Marianis. Er machte außer Violinen von kleinem Patron auch zierliche Taschengeigen. Ein Instrument von ihm besitzt Valdrighi.
9Geigenzettel: Sebastiano Sacchini / da Pesaro l’anno 16 .. (gedruckt). — Sabbattino Sacchini / da Pesaro, 1686 (gedruckt).
11Sacconi, B. — 1911
12Italienischer Geigenmacher unserer Zeit, dessen Arbeit dem guten Durchschnitt entspricht, wenn auch der Lack zu wünschen übrigläßt.
14Sacquin. — Paris. Geb. um 1811. 1860
15Angeblich ein Schüler von Aldric. Er war seiner Zeit ein geschätzter Geigenmacher und besonders wegen seiner Bässe beliebt. Er kopierte Stradivari und wendete Öllack an. Ein Brandstempel im Innern findet sich neben seinem gedruckten Zettel. Dr. W. Trapp in Berlin besitzt eine recht gute Violine von ihm.
17Sacquin, Philippe. — Mirecourt. 1770. 1790
18Arbeiten von ihm sind nicht bekannt. Er war wahrscheinlich der Großvater des Pariser Geigenmachers gleichen Namens und der Vater des um 1775 in Mirecourt vorkommenden Meisters Nicolas Sacquin.
20Sadtlar, Josef Anton. — Linz a. D. — Geb. 12. April 1820 zu Ahornswald (Heinrichsgrün i. Erzgeb.), † 8. März 1908 in Linz
21Er war Professor der Physik und begann in seinem 38. Lebensjahre aus Liebhaberei Geigen zu machen, nachdem er vorher die einschlägige Literatur sorgsam studiert hatte. Er besuchte die Geigenmacher in Wien, Prag, München, Graslitz, Klingenthal, Schönbach und Mittenwald und erlernte die nötigen Handwerkskenntnisse bei Ignaz Hofmayr in Steyr. Immerhin ist Sadtlar nicht als Geigenmacher, sondern als forschender Physiker anzusehen, da die einzelnen von ihm gebauten Instrumente ihm nur als Prüfer seiner auf wissenschaftlichem Wege gefundenen Grundsätze des Geigenbaus galten. Im Ton sind die noch erhaltenen Arbeiten von ihm ausgezeichnet. Weniger ist das Äußere zu rühmen; er bevorzugte eine kleine Mensur und verwendete einen Spirituslack. Obwohl er sehr fleißig war, sind seine Geigen selten geworden, da er alle früheren Arbeiten, die er seiner Zeit verschenkt hatte, oft mit großen Opfern zurückkaufte und dann vernichtete, weil sie seinen fortschreitenden Forschungsergebnissen nicht mehr entsprachen. In Franz Fuchs fand er einen trefflichen Schüler, der nun als der Erbe der Lebensarbeit des trefflichen Gelehrten in seinem Sinne weiterbaut. S. verwendete nur geschriebene Zettel: J. A. Sadtlar, Linz.
23Sälcher, Hans. — Augsburg. 1483. 1484
24Ein Lautenmacher, der im Augsburger Steuerregister erwähnt wird.
26Sagliocca, Ed. & Co., eine noch bestehende Saiteninstrumentenfirma in Neapel
28Sagmayr, Wolfgang. — Graz. 1690. † vor 1702
29Einer der ältesten, nachweisbaren Geigen- und Lautenmacher in Steyermark. Als seine Tochter Eva Rosina im Jahre 1702 den Geigenmacher Joh. Michael Alban heiratete, wird er im Trauungsbuch bereits als »Ehrenvester vndt khunstreicher gewester Burger und Lautenvndt Geigenmacher seelig« bezeichnet, war damals also schon gestorben. Er war ein geschickter Meister. Seine Arbeit erinnert an die von Hanns Khögl, bei ihm findet man dieselben langen Mittelbügel und dieselben F-Löcher. Am häufigsten kommen Violen von ihm vor. Einen flach gewölbten Violaboden von ihm besitzt Gymn.-Prof. Anton Mayr in Wien (44 1/2 cm lang, 20 1/2 und 24 1/2 cm breit, in der Brust 15 cm, Länge der )( 13 cm). Eine hübsche Laute vom Jahre 1700 von ihm befindet sich im Kärntner Landesmuseum in Klagenfurt.
30Geigenzettel: Abb. 717.
32Sailer (Seiler), Anton. — Mittenwald. Geb. 11. Juni 1767, lebte noch 1840
33Sohn und Schüler von Joh. S. Seine Arbeit zeigt gute Mittenwalder Schule. Auf seinem Zettel fehlt oft die Ortsangabe.
35Sailer, Johann. — Mittenwald. 1757. 1770
36In seiner Arbeit steht er Knilling nahe; sein Modell nähert sich der Amatischule. Er ist wahrscheinlich mit dem schon 1746 vorkommenden Johann Joseph S. identisch.
38Sailer, Joseph, Mittenwald. 1756
39Guter Mittenwalder Durchschnitt.
41Sailer (Seiler), Math. — Mittenwald. 1820
42Wahrscheinlich ein Sohn von Johann S., den er jedoch nicht ganz erreicht.
43Geigenzettel: Math. Seiler Geigenmacher in / Mittenwald an der Isar 1820 No. 124 (geschrieben).

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