Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 447

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

38 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 443. See the scan on archive.org.

1Carolino-Augusteum in Salzburg (von 1719), eine theorbierte Laute (von 1727) das Museum des Pariser Kon servatoriums (Nr. 218), eine 24saitige Theorbe von 1721 R. Leibbrand in Berlin, eine sehr ähnliche Laute von 1744 das Germanische Museum in Nürnberg. In der staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin sind mehrere Instrumente, die er repariert hat. In London bei Withers befindet sich eine hochgewölbte Violine von ihm mit dem geschriebenen Zettel: »Se bastianus Schelle Cremona 1701«. Wenn der Zettel echt ist, hätte man anzunehmen, daß er in seinen Wanderjahren in Cremona gearbeitet habe, was nicht gerade unglaubwürdig erscheint.
2Geigenzettel: Sebastian Schelle, Lauten und / Geigenmacher in Nürnberg, / zugericht, 1737 (gedruckt). — Sebastian Schelle / Lauten und Geigenmacher / in Nürnberg Hummels / Erben. An. 1744 (gedruckt).
4Schelmayer, Christian. — Köln. Um 1750
5Seine Arbeit steht etwa mit der seiner vogtländischen Zeitgenossen auf einer Stufe. Am besten sind seine Violen. Eine Taschengeige von ihm aus der Sammlung Snoeck befindet sich in der staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin.
6Geigenzettel: Christian Schellmayer / Musik-Instrumentenmacher in der / Blindgasse zu Köln No. 6022 (gedruckt). — Christian Schelmayer / Musik instrumenten macher in Köln no 602 .. (gedruckt).
8Scheltma, Maxim, arbeitet als »Luthier« in Brest
9Sembera (Šembera, Schombera), Karl. — Prag. Geb. 6. November 1781 in Bezejovic, † 6. November 1821
10Sohn eines Müllers. Schüler von Kaspar Strnad, mit dem er verwandt gewesen sein könnte, da seine Mutter Katharina eine geborene Strnad war. Karl S. ließ sich in Prag nieder, wo er am 4. Juni 1806 das Bürgerrecht erlangte und einen Monat später die Hausbesitzers tochter Josepha Kolářík (geb. 1782) heiratete, wobei Kaspar Strnad sein Trauzeuge war. Er hatte seine Werkstatt am Annaplatz Nr. 210 (Altst.). Seiner Ehe entsprossen vier Söhne. Außer Geigen machte er auch Gitarren. Im allgemeinen folgte er seinem Meister Strnad. Der Name kommt auch »Schombera« geschrieben vor. Richtig wäre nach der jetzt gültigen Orthographie die Schreibweise Šembera.
11Geigenzettel: Carolus Schombera / fecit Pragae 1806 (gedruckt).
13Schemmel. — Berlin. 1861
14Ein fast vergessener Geigenmacher, der in den sechziger Jahren seine Werkstatt auf dem Molkenmarkt hatte.
16Schemmerling, Jos. Christoph. — (Mark)-Neukirchen. 1748. Geb. um 1720 in Dürpersdorf
17Er hat nicht in (Mark)Neukirchen gelernt, kam aber als Geselle dorthin und wurde am 27. Juni 1748 als Meister in die Zunft aufgenommen. Er heiratete die älteste Tochter des Geigenmachers Gottfr. Pilz.
19Schenk, Friedrich. — Wien. 1839. 1850
20Schüler von Joh. Georg Staufer. Wie sein Lehrer verlegte auch er sich mehr und mehr auf das Gitarrenmachen und war namentlich wegen seiner schönen Lyragitarren berühmt. Auf der Wiener Ausstellung von 1839 war er mit einer Terzgitarre von eigentümlicher Form vertreten.
21Geigenzettel: Friedrich Schenk / Instrumentenmacher/ Wien, Margarethen, Grohgasse No 179 (gedruckt).
23Scherlein, A. — Augsburg. Geb. 8. Juni 1826 in Pfaffenhofen a. d. Ilm, † nach 1882
24Musiker und Geigenmacher. Er übernahm die Werkstatt Haffs und wurde namentlich als sorgfältiger Wiederhersteller alter Geigen geschätzt. Sein Nachfolger war Pieendorfer.
26Scherr, Emelius N.
27Eine dem 19. Jahrhundert angehörende Gitarre der Sammlung Crosby Brown in New York trägt den Zettel: Emelius N. Scherr, / 84 Harbour street (gedruckt).
29Schertel, Christian. — Bayreuth. Geb. 7. Nov. 1865 in Ramsenthal b. Bayreuth
30Ursprünglich Musiker, diente er mehrere Jahre als Hoboist im 7. Bayr. Inf.-Regiment und widmete sich dann dem Instrumentenbau, den er in Markneukirchen, Siebenbrunn i. S., Graslitz, Schönbach, Steingrub i. B., Mittenwald und Mirecourt gründlich erlernte. Er macht hauptsächlich Streichquartette und wird von den Mitgliedern des Bayreuther Festspielorchesters seiner Tüchtigkeit wegen gelobt.
32Scherzer, August Theodor. — Markneukirchen. Geb. 10. September 1851, † 1910
33Schüler von Heinrich Gläsel und der Markneukirchener Fachschule. Im Jahre 1875 begründete er sein eigenes Geschäft und war Obermeister der Streichinstrumentenmacherinnung. Er kopierte alle Meister, wenn es verlangt wurde, und arbeitete hauptsächlich für die großen Versandgeschäfte, so daß nur wenige Geigen seinen Namen tragen; die meisten erhielten jene Zettel, die die bestellenden Händler vorschrieben. Er war auch ein tüchtiger Musiker und wurde als Lehrer geschätzt.
35Scherzer, Johann Gottfried. — Wien. 1843. † 14. Januar 1870
36Wahrscheinlich aus dem Vogtlande eingewandert. Er war zwar »Lauten- und Geigenmacher«, verlegte sich jedoch mehr auf die Herstellung von Gitarren; er soll die Ferrarische zehnsaitige Gitarre in Österreich eingeführt und besonders gute Gitarren mit 13 Saiten gemacht haben. Er stellte selbst allerlei Versuche an und verkehrte viel mit Physikern und Gelehrten, auf deren Gedanken er gerne einging. So baute er auch die Petzvalsche Githarfe. Eine solche befindet sich in der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Er wohnte erst Hundsturmstraße 65, später Margarethen 99.
37Geigenzettel: Erfindung von Josef Petzval 1862 / ausgeführt von J. Scherzer. Wien (gedruckt).

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