Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 451

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 447. See the scan on archive.org.

1Schmerler, Rob., hatte im 19. Jahrhundert seine Werkstatt in Zwota
3Schmid. — Landshut. 1820
4Er dürfte jung gestorben sein, wodurch es sich erklärt, daß Arbeiten von ihm schwer nachzuweisen sind. Seine Witwe heiratete 1829 den Geigenmacher Lorenz Kriner.
6Schmid (alias Kresser), Michel. — Stuttgart (?)
71572. 1597
8Von ihm wird berichtet, daß er eine Tenorgeige für die Stuttgarter Hofkapelle wiederhergestellt und dem Herzog Ludwig von Württemberg im Jahre 1572 ein Clavichordion zum Geschenk gemacht habe.
10Schmidbauer, Jakob. — Regensburg. 1837
11Vorzugsweise mit dem Ausbessern alter Geigen beschäftigt, hat er in der kurzen Zeit seiner Wirksamkeit nur wenige selbständige Arbeiten hinterlassen. Er machte einige ganz hübsche Geigen und namentlich gute Bässe und war nebenbei auch ein guter Geiger. Nur hatte er wenig Arbeitslust und vernachlässigte schließlich seine Werkstatt.
12Geigenzettel: Jacob Schmidbauer / fecit Ratisbonae 1837 (geschrieben).
14Schmied (Schmidt), J. G. — Leipzig
15Ein Lautenmacher, der 1714 (nach Baron) ein Schüler von Joh. Christian Hoffmann gewesen sein soll.
17Schmidt, C. — Bützow. 1841
18Ein Mann, der seiner Zeit manche gute Geige verdorben hat, indem er sie auseinandernahm und innen und außen beizte. Eine solche Geige, an der allerdings nicht viel zu verderben war (mit schlechtem Löwenkopf, Beinbereifung, Buchenholzgriffbrett und schlechtem Holz) trug den Zettel: Repariert und im Ton / veredelt von C. Schmidt in Bützow 1841 (gedruckt).
20Schmidt, Carl Franz. — Wien. Geb. 1839, † 1875
21Sohn von Franz Schmidt. In der Imitation alter Meistergeigen war er nicht ungeschickt. Besonders gut gelangen ihm Kopien nach Maggini; auch seine übrigen Arbeiten verraten eine kunstgebüte Hand. 1873 erhielt er auf der Wiener Weltausstellung ein Anerkennungsdiplom. Da er auch theoretisch gebildet war, wurde er als Lehrmeister geschätzt.
22Geigenzettel: Carl Franz Schmidt / bürgl. Instrumentenmacher / in Wien restauravit anno 1862 / Stadt Klostergasse No. 4 (gedruckt) und Abb. 722.
24Schmidt, Franz. — Wien. Geb. 1814, † 6. Februar 1870
25Ein aus Labs. Kostelec in Böhmen gebürtiger und von dort eingewanderter Geigen- und Gitarrenmacher, der im allgemeinen recht sauber arbeitete, wenn er auch nicht gerade als Künstler angesehen werden kann. Er war hauptsächlich Reparateur und hat nur wenig neue Geigen gemacht. Sein Neffe Wenzel Schmidt arbeitete mit Dvořák und Bina bei Patzelt.
26Geigenzettel: Schmidt / in Wien / Anno 1838 / (zu beiden Seiten eine Geige) und Abb. 746.
28Schmidt, G. A. — Königsberg, Volkach. 1859. 1884
29Ein Musiker, der Geigen reparierte und zuletzt Stadtmusikus in Volkach war.
31Schmidt, Heinrich. — Goldberg i. Schl. 1840. † um 1885 in Liegnitz
32Ein Tischlermeister, der Musikinstrumente, darunter auch Geigen, »ausbesserte«.
34Schmidt, Johannes. — Kassel. 1834
35In der Kasseler Bürgerrolle wird im Jahre 1834 die Aufnahme des Schreiners und Instrumentenmachers Johannes Schmidt verzeichnet. Es wird zwar gesagt, daß er aus Kassel gebürtig war, doch fehlt leider die Jahreszahl. Es läßt sich daher nur vermuten, daß er ein Sohn des J. G. Schmidt gewesen sei, wenn man nicht annehmen will, daß J. G. Schmidt selbst in alten Tagen noch das Bürgerrecht erworben habe.
37Schmidt, J. Christoph. — Fürth. Geb. 1853, † 8. Febr. 1918
38Er begründete 1886 sein Geschäft als Saiteninstrumentenmacher und machte u. a. Versuche, die Form der Geige zu ändern, indem er die Zargen gebogen und nach außen gewölbt anbrachte.
40Schmidt, Johann Georg. — Ellwangen. 1740 bis 1770
41Da die Ellwanger Familienregister erst 1808 beginnen, war nichts Näheres über ihn zu ermitteln. Er war wahrscheinlich ein Schüler von Benedikt Wagner, nach dessen flachem Modell er arbeitete; die Schnecke ist eigenartig steil. Er verwendete gutes Tonholz und guten, gelbbraunen Lack; die Zargen sind ziemlich hoch und die Einlage fehlt gewöhnlich, der Ton aber ist nicht schlecht.
42Geigenzettel: Johann Georg / Schmidt in Ellwang / Anno 17 .. (gedruckt). one of two readings
43Geigenzettel: Johann Georg / Schmidt in Ellwang / Anno 17 . . (gedruckt). one of two readings
45Schmidt, J(ohann?) G(ottfried?). — Kassel. 1790. 1825
46Unter den Geigenmachern, die den Namen Schmidt führen, wohl der bedeutendste; er soll in Leipzig gelernt und auch dort gearbeitet haben. In Kassel ist er mindestens seit 1800 nachweisbar, doch scheint er das Bürgerrecht nicht erworben zu haben. Es wird behauptet, daß er hübsche Violen mit Engelsköpfchen am Wirbelkasten gemacht habe, doch sind mir solche nicht bekannt geworden. In seinen Violinen ahmte er mit Erfolg italienische Vorbilder, besonders Stradivari, nach, doch machte er die Ecken breiter als dieser; nur in der Holzwahl war er nicht immer glücklich; die Decke zeigt abwechselnd feinjähriges und grobähriges Holz, der Boden ist nur selten schön geflammt, und auch die Dicke von Boden und Decke nimmt

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