Scan 452
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
44 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 448. See the scan on archive.org.
1er willkürlich oder nach einem jetzt nicht mehr erkennbaren Grundsatz. Am Rand ließ er die Hohlkehle fast ganz fehlen; die Einlage nahm er 6—7 mm vom Rand und die Zargen überall gleich hoch. F-Löcher und Schnecke lassen den rechten Schwung vermissen; die letztere ist tief ausgestochen. Auch der Lack läßt zu wünschen übrig und ist oft spröde oder durch einfache Politur ersetzt.
3Schmidt, Johann Martin. — Preßburg. 1805.
41809
5Vermutlich ein Sohn von Karl Schmidt aus Köthen. Seine Geigen sind denen des nach ihm lebenden Hamberger ähnlicher als denen seines Zeitgenossen Leeb. Ein Violoncello von ihm befindet sich auf dem Preßburger Domchor.
6Geigenzettel: Johann Martin Schmidt / Pressburg 1805 (gedruckt) und Abb. 738.
8Schmidt, Karl. — Preßburg. Geb. Ende des 18. Jahrhunderts in Köthen
9Ein Mechaniker und Instrumentenmacher, der als Erfinder eines »Polylektron« (eines sog. Geigenklaviers) einen gewissen Ruf besaß.
11Schmidt. — Markneukirchen
12Dieser Familie gehören an:
14Schmidt, Albin Theodor. — Geb. 12. Nov. 1864
15Schmidt, Anton Otto. — Geb. 25. Februar 1874. Schüler von Theodor Scherzer und seit 1895 selbständig
16Schmidt, August Hermann. — Geb. 27. Jan. 1871. Schüler von Wilhelm Ficker und seit 1895 selbständig
17Schmidt, Christian Paul. — Geb. 25. Dez. 1877. Sohn von Anton Schmidt und Schüler von Theodor Scherzer
18Schmidt, Ernst Albin. — Geb. 21. März 1863
19Schüler von August Anton Reichel. Er besuchte auch mit Auszeichnung die Markneukirchener Fachschule und ging später nach Holland (Amsterdam).
21Schmidt, Ernst Reinhold. — Geb. 1. Januar 1857
22Schüler von Jul. Kratzschmann. Als Gehilfe arbeitete er bei O. Bausch, Emde, H. Hammig und von 1874 bis 1877 bei Riechers. Im September 1880 gründete er die Fabrik E. R. Schmidt & Co., die sich sehr ausdehnte, und stand ihr bis 1902 vor. Am 1. Januar 1903 liquidierte diese Firma, und S. führte die Fabrik von nun an unter der Firma E. Reinhold Schmidt (ohne den Zusatz »& Co.«) weiter. Seit 1920 ist sein Sohn und Schüler der Geigenbaumeister Reinhold Willy Schm. (geb. 26. Okt. 1885) Mitinhaber der Firma und seinem Vater vollkommen ebenbürtig. Ihre sorgfältig gearbeiteten Streichinstrumente genießen als »Schmidt’s Standard« im Handel einen Weltruf und wurden schon 1892 in Wien und 1913 in Leipzig mit goldenen Medaillen ausgezeichnet. Sie verwenden Öl- und Spirituslack; die Zettel tragen den Namen der Firma, die im Laufe der Jahre einen großen Umfang annahm und jetzt auch treffliche Lauten und Mandolinen herstellt.
24Schmidt, Friedrich Hermann. — Geb. 31. Okt. 1862, ist nach Amerika ausgewandert
25Schmidt, Moritz Eduard. — Geb. 24. Juli 1832, † 23. Oktober 1899, war Besitzer der Firma »Moritz Schmidt jun.«
26Schmidt, Richard Ludwig. — Geb. 23. Dez. 1866, Bruder von Ernst Albin Schmidt
27Schmidt, Wenzl. — Schönbach b. E. Geb. 1865
28Schüler von Josef Neudörfer. Als Gehilfe arbeitete er mehrere Jahre lang in Leipzig bei Bausch, in Dresden bei Heckel, in Breslau bei Liebich usw. Nach beendetem Militärdienstzeit kehrte er im Jahre 1889 nach Schönbach zurück und gilt jetzt als geschickter Geigenmacher und Reparateur. one of two readings
29Schüler von Josef Neudörfer. Als Gehilfe arbeitete er mehrere Jahre lang in Leipzig bei Bausch, in Dresden bei Heckel, in Breslau bei Liebich usw. Nach beendeter Militärdienstzeit kehrte er im Jahre 1889 nach Schönbach zurück und gilt jetzt als geschickter Geigenmacher und Reparateur. one of two readings
31Schmied, Josef. — Preßburg. 1811
32Er soll nach Dr. Geyer ein Schüler von Geissenhof gewesen sein und ihn nachgeahmt haben.
33Geigenzettel: Josef Schmied / Preßburg 1811 (gedruckt). one of two readings
34Geigenzettel: Josef Schmied/Preßburg 1811 (gedruckt). one of two readings
36Schmied, Soma. — 1896
37Ein ungarischer Geigenmacher, der auf der Budapester Ausstellung im Jahre 1896 mit einer reichverzierten Violine vertreten war.
39Schmirler, Josef. — Schönbach. Geb. 1818, † 1857
40Schüler von Karl Werner in Schönbach. Obwohl er nie aus Schönbach, wo er das Haus Nr. 195 bewohnte, fort kam, entwickelte er sich doch zu bemerkenswerter Meisterschaft. Seine Arbeit war tadellos, sein Lack, den er selbst bereitete, meist von rotgelber oder rotbrauner Farbe. Bausch in Leipzig war einer seiner Hauptabnehmer, der ihm für eine unlackierte Geige 5—12 Taler bezahlte. Da er viel für Händler arbeitete, kommen Arbeiten mit seinem Namen sehr selten vor.
42Schmit, Johann. — Karlsbad. Geb. um 1776 in Schneidmühl bei Karlsbad, † 12. Oktober 1853 in Karlsbad
43Frühzeitig zum Musiker bestimmt; kam er schon als 11jähriger Knabe mit einer Musikkapelle nach Hamburg, bald darauf nach Hannover, wo der Herzog von Cambridge den vielseitig begabten Jüngling in seine Dienste nahm, um mit ihm Violine zu spielen. In Hannover vervollkommnete er seine Ausbildung, und als
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