Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 458

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 454. See the scan on archive.org.

1den Bau von Musikinstrumenten (Kontrabässen usw.) und wurde dann im Jahre 1835 als Musikinstrumentenmacher aufgenommen und heiratete Maria Tiefenbrunner und erwirkte 1838 die Erlaubnis, auch die Kunsttischlerei ausüben zu dürfen. Außer Bässen hat er auch Gitarren, Zithern und Bauernharfen gemacht, schwerlich aber Violinen. Die Sammlung des Brüsseler Konservatoriums besitzt eine von ihm ausgebesserte Gitarrelaute. In Geigen sind mir nur Reparaturzettel von ihm vorgekommen.
2Geigenzettel: Jakob Schrot reparirt / in Innsbruck 1838 (gedruckt). — Jakob Schrott / Instrumentenmacher / in Innsbruck 1835 (gedruckt).
4Schubert, Anton. — Görlitz. 1885
5Stellte 1885 in Görlitz Geigen aus, für die er die silberne Medaille erhielt.
7Schubert, F. — Eilenburg. 1867
8Ist mir nur durch einen geschriebenen Reparaturzettel bekannt geworden.
10Schubert. — Epinal. 1830. 1835
11Wahrscheinlich nur ein Händler, der auch Reparaturen übernahm.
12Geigenzettel: Réparé chez Schubert, Epinal, 1831 (gedruckt).
14Schuberth, August Richard, eröffnete 1899 sein Geschäft in Markneukirchen
16Schüller, Ernst, arbeitet als Geigenmacher in Markneukirchen
18Schünemann, Otto. — Schwerin, Hamburg.
19Geb. 17. Dezember 1837 in Dargun i. M., † 15. Mai 1914
20Nachdem er von Musikdirektor Carl Schulz in Rostock zum Geiger ausgebildet worden war, kam er nach Dresden, Leipzig usw. und dann mit Dr. Wirsing nach Prag, wo er seine ersten Versuche im Geigenbau machte. Er hatte so viel Freude daran, daß er sich entschloß, sich ganz auf diese Kunst zu verlegen. Zunächst ging er nach Hamburg als erster Geiger und verwendete jede freie Minute zum Geigenmachen, bis er nach neunjährigen eifrigen Studien seine Arbeiten der Öffentlichkeit übergab. Brodsky, Haliř, Heermann und Sarasate spielten in Konzerten auf seinen Geigen; er fand allseitige Anerkennung und wurde 1887 nach Schwerin berufen, wo er mit ministerieller Unterstützung (aus dem sog. Industiefonds) eine deutsche Geigenmacherschule ins Leben rief, die dort am 2. November 1887 unter dem Protektorat des Großherzogs ins Leben trat. Trotz des guten Erfolges der Schule fand er in Schwerin auf die Dauer doch nicht den gewünschten Wirkungskreis und siedelte daher 1898 wieder nach Hamburg über, wo er als geschätzter und vielbeschäftigter Geigenmacher tätig war, bis er sich in das Privatleben zurückzog.
21Geigenzettel: Abb. 719.
23Schütze, Wilh. — Forst, Guben. Geb. 25. Okt. 1836 in Magdeburg, † nach 1890
24Ein Musikinstrumentenmacher und bescheiden Geigenreparateur. Er war zuerst in Forst (N.-L.) ansässig und verlegte später seinen Wohnsitz nach Guben, wo er in recht dürftigen Verhältnissen nur sein Dasein fristen konnte.
26Schuldt, Johann. — Lübeck. 1647. 1649
27Ein Lautenmacher, der 1647 Bürger wurde und 1649 in zweiter Ehe Katharina Lüders heiratete.
29Schult, Ernst Fried. Ludw. Dav. — Lübeck.
30Geb. 16. September 1897 in Lübeck
31Sohn und Schüler von J. H. Sch. Nach Absolvierung der Oberrealschule trat er bei seinem Vater in die Lehre und hatte eben seine Gesellenprüfung mit ausgezeichnetem Erfolge bestanden, als er zu den Waffen gerufen wurde. Er machte den Krieg als Einjährig-Freiwilliger mit, wurde schwer verwundet und geriet in Gefangenschaft. Er kam dann in die Schweiz und arbeitete unter Leitung seines Schicksalsgenossen, des tüchtigen Geigenmachers Jos. Hofmann, bei Stemblowski in Engelberg bei Luzern, wo er Gelegenheit hatte, sein Können zu vertiefen. Nach Friedensschluß durfte er in die Heimat zurückkehren und arbeitet jetzt bei seinem Vater und zeichnet sich durch Talent und große Geschicklichkeit aus.
33Schult, J. H. — Lübeck. Geb. 24. April 1866 in Bliefensdorf bei Neustadt i. M.
34Schüler von Otto Schünemann. Nachdem er in Rostock, Hamburg usw. als Gehilfe gearbeitet hatte, ließ er sich 1896 in Lübeck als Geigenmacher nieder und fand durch seine ungewöhnliche Kunstfertigkeit bald einen ausgedehnten Kundenkreis und vielseitige Anerkennung. 1907 wurde er zum großherzoglich-mecklenburgischen Hofgeigenmacher ernannt und erhielt in Schwerin und Turin 1911 Medaillen usw. Er ist jetzt einer der besten deutschen Geigenmacher, ebenso tüchtig im Neubau wie in der Wiederherstellung alter Geigen, verarbeitet prachtvolles, altes Holz und bereitet sich einen Lack eigener Zusammensetzung von vortrefflichen Eigenschaften. Er gehört zu den wenigen Geigenmachern, die alles an ihren Arbeiten selbst anfertigen. Seine Geigen und Violoncelli sind tadellos und zeichnen sich ganz besonders durch Schönheit und Fülle ihres Tones aus. Außer seinem Zettel gebraucht er auch eine Brandmarke. Sein jüngerer Bruder und Schüler hat sich in Hannover selbständig gemacht.
35Geigenzettel: (Lübecker Wappen), J. H. Schult / Streich-Instrumentenmacher / Lübeck, Anno 190 (JHS und Kreuz im Kreis) und Abb. 708.
37Schultz, Jürgen Wilhelm. — Hamburg
38Ein Instrumentenmacher, von dem man nur weiß, daß er am 25. August 1797 Bürger wurde.
40Schulz, August. — Nürnberg. Geb. 12. Sept. 1871
41Er lernte bei Aug. Roth in Markneukirchen und machte sich im Jahre 1902 in Nürnberg selbständig. Seine

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