Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 460

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 456. See the scan on archive.org.

1Schunda, Franz. — Budapest. 1850. 1871
2Schüler seines Bruders Josef, bei dem er um 1850 in die Lehre trat. Er wurde Teilhaber der Firma und trat 1871 aus dieser aus.
4Schunda, Josef. — Budapest. Geb. in Sibřín in Böhmen 1818, † nach 1871
5Er kam um 1842 nach Budapest zu J. Nagy, dessen Werkstatt er später übernahm, und wurde dann Gründer der am 16. Januar 1848 errichteten und noch heute bestehenden großen Musikinstrumentenfabrik.
6Geigenzettel: Josef Schunda / Instrumentenmacher Pest / fecit ad formam Strad. (gedruckt).
8Schunda, Wenzel Josef. — Budapest. Geb. am 19. Mai 1845 in Dubeč in Böhmen
9Schüler seines Bruders Josef, der ihn, da er selbst kinderlos war, 1856 bei sich aufnahm. Nach siebenjähriger Lehrzeit wurde er Geselle; drei Jahre ging er zu seiner Vervollkommnung auf Reisen, wurde 1868 Teilhaber und 1871 alleiniger Inhaber der Firma, die zwar auch sehr gute Streichinstrumente herstellt, ihr Hauptverdienst aber auf dem Gebiete des Cymbalbaues hat. 1900 war S. Mitglied der Ausstellungsjury in Paris.
11Schuster, Andreas, arbeitete im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts als Geigenmacher in Schönbach b. E.
13Schuster, Bartelmo. — Augsburg. 1499—1516
14Lauten- und Hackbrettmacher. Dieser Meister kommt bald allein mit dem Taufnamen, bald mit beiden Namen in den Augsburger Steuerregistern vor.
16Schuster, Carl August. — Markneukirchen.
17Geb. 19. April 1818, † 10. April 1851
18Sohn von Carl Friedrich Sch. Wenn auch kein hervorragender, so doch ein geschickter Meister, der freilich hauptsächlich billige Geigen machte.
20Schuster, Carl Friedrich. — Markneukirchen.
21Geb. 25. April 1788, † 2. Dezember 1864
22Sohn von Joh. Christ. Sch. Er arbeitete von 1812 bis 1860 als Geigenmacher und gehörte zu den besten vogtländischen Geigenmachern seiner Zeit.
24Schuster, C. G. jun. (Carl Gottlob). — Markneukirchen. Musikinstrumenten-Manufaktur, gegr. 1824
25Eine der angesehensten Firmen ihres Ortes. Die jetzigen Inhaber Raimund und Ulrich Schuster, die vorher nach ihren Modellen und Angaben bei verschiedenen Meistern arbeiten ließen, errichteten 1895 eine eigene Geigenbauwerkstätte, in der u. a. musterhaft gearbeitete Geigen und Violoncelli nach physikalischen Gesetzen mit abgestimmten Resonanzplatten hergestellt werden.
26Geigenzettel: Gebaut nach physikalischen Gesetzen / mit abgestimmten Resonanzplatten / von Carl Gottlob Schuster jun. / Markneukirchen, im Jahre …. (gedruckt).
28Schuster, Friedrich Wilhelm. — Stößen. 1845. 1888
29Ein Musiker, der 1845 die Preismedaille der Berliner Akademie erhielt, dann Hornist war und später nach Amerika ging. Er glaubte den »Amati-Lack« erfunden zu haben und ließ sich 1888, nach seiner Rückkehr aus Amerika, als Geigenreparateur in Stößen nieder.
31Schuster, Georg I. — (Mark)Neukirchen.
32Geb. 1685, † 12. Juli 1759 im Alter von 74 Jahren und 6 Monaten
33Er ist wahrscheinlich der Stammvater der heute noch blühenden Familie, gehörte jedoch der Neukirchener Zunft nicht als Meister an. Vermutlich wohnte er nicht in (Mark)Neukirchen selbst, auch soll er fast immer auf Reisen gewesen sein.
35Schuster, Georg II. — (Mark)Neukirchen.
36Geb. 1718, † 19. Juni 1807 in Markneukirchen
37Sohn und Erbe der Werkstatt von Georg I Sch. Er war Bürger und Geigenmachergeselle, als er sich im Jahre 1748 um die Aufnahme in die Zunft bewarb. Nachdem er allen Vorschriften entsprochen hatte, wurde er am 10. April 1749 gegen Erlegung von 25 Talern als Meister angenommen; er galt also nicht als Meisterssohn. Er stand in einem gewissen Ansehen und starb im Alter von 88 Jahren 6 Monaten und 15 Tagen.
39Schuster, Heinrich Moritz. — Markneukirchen
40Jüngerer Bruder von Hermann Sch. Ein Musikinstrumentenhändler, der sein Geschäft im Jahre 1871 begründete, nachdem er vorher jahrelang in Rußland und Frankreich gewesen und den Krieg 1870/71 als Freiwilliger mitgemacht hatte. Nach vielfältigen Versuchen gelang es ihm im Jahre 1909, ein Verfahren zu erfinden, um das Geigenholz auf natürlichen Wege klangvoller zu machen, was verhindern soll, daß neue Geigen rauh und holzig klingen. Er ist überzeugt, daß die alten Geigenmacher das gleiche Verfahren angewendet haben und tatsächlich sind die mit diesem Holz hergestellten Geigen, die er »M. S.-Violinen« nennt, von einer Reihe von Fachleuten als recht gut klingend anerkannt worden.
42Schuster, Hermann. — Warschau. Geb. um 1830 in Markneukirchen, lebte noch 1870
43Sohn eines Lohgerbers, der das alte Stammhaus der im Vogtlande weit verzweigten Familie Schuster innehatte. Er schrieb seinen Namen auch in polnischer Rechtschreibung: »Hermann Szuster«. Seine Arbeit sieht der der Vogtländer seiner Zeit sehr ähnlich. Er trieb auch einen ausgedehnten Handel mit altitalienischen Geigen.
45Schuster, Johann. — Wien. 1710. 1758
46Ein Geigenmacher dieses Namens wird mehrfach erwähnt; doch scheint er das Bürgerrecht in Wien nicht erworben zu haben, und auch in den Steuerbüchern kommt er nicht vor. Vielleicht ein Vogtländer?

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