Scan 461
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Schuster, Johann, arbeitet als Geigenmacher in Schönbach b. E.
3Schuster, Johann Christian. — (Mark)Neukirchen. Geb. 13. Dezember 1753, † 13. Aug. 1820
4Sohn von Georg II Sch. Seine Geigen waren nicht schlecht; doch hielt auch er es für nötig, seinen Wohnort unrichtig anzugeben und sich als einen Violinmacher »aus Prag« zu bezeichnen.
5Geigenzettel: Johann Christ. Schuster / Violinmacher aus Prag 17 . . (gedruckt).
7Schuster, Joseph I. — Schönbach b. E. 1766. 1790
8Seine Arbeit ist sauber; er bevorzugte große Modelle und verwendete einen nußbraunen Lack. Die Ränder legte er öfter mit Beinstreifen ein. Er wohnte in dem Hause Nr. 53 und ließ auch bei anderen Schönbachern für sich arbeiten. In solchen nicht von ihm selbst gemachten Geigen soll er Zettel angebracht haben mit seinem Namen und dem Zusatz »Musikinstrumentenfabrik«.
9Geigenzettel: Joseph Schuster Geigen und / Instrumentenmacher in Schön- / bach 1790. (gedruckt). — Joseph Schuster / bürgerl. Lau- / ten u. Geigenmacher a Correspon- / dent a Cremona Anno 17 . . (gedruckt).
11Schuster, Josef II. — Schönbach. Geb. 1851
12Schüler von Emanuel Hoyer. Nachdem er in verschiedenen Werkstätten als Gehilfe gearbeitet hatte, machte er sich 1877 selbständig.
14Schuster, Joseph Anton. — Schönbach. 1778. 1780
15Einer der besten Schönbacher Geigenmacher seiner Zeit. Seine Geigen haben vollen Ton, sind gut gemacht; nur das Holz läßt manchmal zu wünschen übrig.
16Geigenzettel: Abb. 697.
18Schuster, Josef Ignaz. — Fleißen i. B. Geb. 22. April 1865
19Schüler seines Oheims, des Bogenmachers Emanuel Schuster. Schon im Jahre 1882 machte er sich selbständig und brachte es durch Fleiß bald zu gutem Rufe. 1894 siedelte er nach Fleißen über und gilt jetzt für einen der besten österreichischen Bogenmacher. Er besitzt etwa 10 Medaillen usw.
21Schuster, Josef Johann. — Fleißen
22Erhielt für seine Bogen auf der Teplitzer Ausstellung eine silberne Medaille.
24Schuster, Kurt. — Leipzig. Geb. 1. Oktober 1878 in Markneukirchen
25Nachdem er bei Ernst Gläsel die Anfangsgründe des Geigenbaues erlernt hatte, kam er nach München zu Aug. Fiorini, als dessen Schüler er sich betrachtet. Er arbeitete bei ihm zwei Jahre lang, ging dann auf ein Jahr zu E. Gärtner und nach Beendigung seiner Militärdienstzeit zu Meinel in Basel, später zu Hjorth & Söner nach Kopenhagen. Er bereiste noch Holland, England und Frankreich und ließ sich dann in Leipzig nieder, wo er sich 1908 selbständig machte. Seine Arbeit ist tadellos und wird von Kennern sehr gelobt, ebenso sein goldgelber Öllack.
27Schuster, Mathias. — (Mark)Neukirchen. 1820
28Vermutlich aus Schönbach eingewandert, weshalb sein Name auch in den Kirchenbüchern nicht vorkommt. Seine Geigen sind gute Vogtländer Arbeit; sein Lack erscheint heller als der von den übrigen Neukirchenern gebrauchte.
30Schuster, Michael. — (Mark)Neukirchen. 1820
31Vielleicht ein Bruder von Mathias. Er liebte ein flaches Hopfmodell, braunen Lack und erzielte einen guten Ton.
33Schuster, Michael, jun. — Markneukirchen. 1862. 1890
34Eine Fabriksfirma, die ihr Bestehen bis 1817 zurückführte und um 1890 erloschen sein soll. Hauptsächlich aber erzeugte sie Blechinstrumente und brachte ungewöhnlich billige Geigen in den Handel. Eine ähnliche Firma hieß »Brüder Schuster«.
36Schuster, Rudolf, hat sich 1900 als Saiten- und Instrumentenmacher in Düsseldorf niedergelassen, sich jedoch bald darauf ins Ausland begeben
38Schutte, Hans. — Hamburg. 1718
39Er wird ausdrücklich als Violenmacher bezeichnet und erlangte am 6. Mai 1718 das Bürgerrecht.
41Schwab, Ernst. — Hohendorf i. S. 1910
42Guter Bogenmacher.
44Schwaicher, Leopold. — Floridsdorf b. Wien. 1770. 1813
45Seine Geigen sind denen von Dalinger und Gaisenhof nahestehend, wenn auch weder im Holz noch im Lack besonders schön.
46Geigenzettel: Leopold Schwaicher Lauten- / und Geigenmacher in Florisdorf nächst Wien (geschrieben). — Leopold Schwaicher / Lauten und Geigenmacher / 18 Floridsdorf nächst Wien 13 (gedruckt).
48Schwaigl s. Schweigl
50Schwalm, Alexander Augustowitsch. — St. Petersburg. 1896. 1911
51Schüler von Ernst Geißer. Um 1895 machte er sich selbständig und wurde bald Geigenmacher der kaiserl. Theater in St. Petersburg. Seine Arbeit ist ungemein sauber. Er arbeitet hauptsächlich nach einem Stradivariomodell von 1718, doch ist er in der Wahl des Holzes
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- Joseph, Anton Schuster
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- Schuster, Michael
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- Schwab, Ernst
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- Schwalm, Alexander Augustowitsch
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