Scan 462
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
46 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 458. See the scan on archive.org.
1nicht sorgfältig genug, auch sind seine Schnecken in der Regel zu klein. Am besten sind seine Violoncelli, gleichfalls nach Stradivari, die einen großen Ton haben. Er verwendet einen von ihm selbst zusammengesetzten Lack.
3Schwartz, Antonius. — Breslau. 1758
4Sein Modell ist sehr hochgewölbt und geht auf Stainer zurück, der Lack gelbbraun, die Arbeit im ganzen nicht hervorragend.
5Geigenzettel: Antoni Schwartz Laut / und Geigenmacher in / Bresslau. 1758 (gedruckt).
7Schwartz (Schwarz), Bernhard. — Straßburg i. E. Geb. um 1744 in Königsberg i. Pr., † 1822
8Solange in Straßburg die Zunftverfassung bestand (d. i. bis 1789), wurden die Lauten- und Geigenmacher dort zu den Schreinern gezählt, und so wurde auch B. Schwartz i. J. 1780 als »Schreiner« in die Zimmerleutezunft aufgenommen. Im Bevölkerungsregister von 1796 wird er als »luthier« bezeichnet, wohnhaft Finkenweiler (Straße) Nr. 69, 52 Jahre alt, Vater von einem Sohn und vier Töchtern. In seiner Arbeit schloß er sich bald der französischen Schule an und machte sowohl Violinen als Violoncelli von guter Arbeit.
9Geigenzettel: Réparé par Schwartz / à Strasbourg. 1817 (gedruckt).
11Schwartz, Georg Friedrich. — Straßburg. Geb. 7. April 1785, † 29. Dezember 1849
12Sohn und Schüler von Bernhard Schwartz, dessen Geschäft er mit seinem Bruder Theophil Wilhelm von 1821 an fortsetzte. Er verlegte sich vorzugsweise auf die Bogenmacherei und benutzte hierzu den Brandstempel: Schwartz, Strassbourg. Seine Bogen sind sehr gesucht, wenn sie auch für den heutigen Geschmack etwas zu schwer erscheinen.
13Geigenzettel: Réparé par Schwartz / à Strasbourg 1823 (gedruckt).
15Schwartz, Theophil Wilhelm I. — Straßburg i. E. Geb. 13. Oktober 1797, † 29. Juli 1861
16Sohn und Schüler von Bernh. Schw., dessen Geschäft er mit seinem Bruder übernahm und fortsetzte. Er hat an 100 Violinen und etwa 30 Violoncelli gemacht, unter denen recht gut klingende sich befinden. Auch als Händler mit alten Geigen hatte er Bedeutung. Die Brüder bedienten sich anfangs der gleichen Zettel wie ihr Vater.
17Geigenzettel: Frères Schwartz / à Strasbourg 1835 / No. 18 (gedruckt).
19Schwartz, Theophil Wilhelm II. — Straßburg i. E. Geb. 3. September 1821
20Sohn und Schüler von Theoph. Wilh. I Schw.; übernahm 1852 das väterliche Geschäft. Er hat sich hauptsächlich auf das Ausbessern verlegt und nur wenige neue Geigen gemacht, die den Zettel tragen: Schwartz / à Strasbourg 18 . . (gedruckt).
22Schwarz, Giovanni. — Venedig. 1899
23Neffe und Schüler von Eugenio Degani, bei dem er 7 Jahre lang arbeitete.
25Schwarz, Heinrich. — Leipzig. 1894
26Am Ende des 19. Jahrhunderts tätig. Mir ist nur eine Violine mit seinem Zettel bekannt geworden, die sich nicht wesentlich von Markneukirchener Fabrikswaren unterschied, nur das Griffbrett war eigenartig. — Er soll einen guten Absatz nach England gehabt haben.
28Schwarz, Lorenz. — Obersontheim. 1870
29Vermutlich ein Dilettant, der jedoch nicht ungeschickt war.
30Geigenzettel: Lorenz Schwarz in / Obersontheim 18/3 70 (geschrieben).
32Schwarz, Simon, lebte im 19. Jahrhundert in Fleißen
34Schwarz, Thomas. — Schwäbisch-Hall. 1592. 1600
35Er wird ausdrücklich als Geigenmacher bezeichnet und wie die Rechnungen ausweisen, lieferte er für den württembergischen Hof u. a. eine Diskant- und eine Tenorgeige für 8 Gulden 42 Kr., ferner eine »Handgeige« und einen Baß, sowie auch Geigenbögen, die er das Stück zu 3 Batzen (34 Pfennige) anfertigte.
37Schwarzbach, Franz Elias. — Löbau i. S. Geb. 6. April 1791 zu Seitendorf (Zittauer Anteil), † 4. April 1850 in Löbau
38Bei dem Stadtmusiker in Görlitz erlernte er »kunstmäßig« die Musik, heiratete 1813 in Langenau Marie, geb. Fest aus Kolitz und kam um 1816 als Musiker nach Löbau, wo er das Amt eines Türmers und Feuerwächters erhielt. Solange er diese Stelle bekleidete, wohnte er auf dem Turme der Nikolaikirche. Er war ein vielseitiger Mann, denn er war auch Leinenwebermeister und beschäftigte sich außerdem mit der Geigenmacherei. Als Musiker entfaltete er »auf allen nötigen Instrumenten« eine rühmliche Tätigkeit. Daß er auch neue Geigen gemacht hat, ist nicht bekannt geworden; wohl aber hat er mit großem Geschick viele alte Geigen ausgebessert. Er erlag einem Schlaganfall und hinterließ 5 Kinder (von 13), von denen mehrere sich der Musik gewidmet haben.
39Geigenzettel: Aptirt Löbau 1844 / F. E. Schwarzbach (gedruckt).
41Schwarzer, Franz. — Washington (Missouri). Ende des 19. Jahrhunderts
42Bekannt durch seine große 42saitige Salon-Harfen-Zither (der Harfen-Laute von Light verwandt).
44Schwarzmann, Anton
45Ein Vogtländer des 18. Jahrhunderts, der sich auf seinen Zetteln Musikant und Geigenmacher nennt und »Mitterwald (sic) in Tirol« als Ursprungsort nennt.
Makers on this page
- Schwartz, Antonius
- Schwartz, Bernhard
- Schwartz, Georg Friedrich
- Schwartz, Theophil Wilhelm I.
- Schwartz, Theophil Wilhelm II.
- Schwarz, Giovanni
- Schwarz, Heinrich
- Schwarz, Lorenz
- Schwarz, Simon
- Schwarz, Thomas
- Schwarzbach, Franz Elias
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.