Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 466

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

63 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 462. See the scan on archive.org.

1von Streichinstrumenten nach Dr. Großmanns Theorie wobei er insofern mit dem Erfinder zusammen arbeitete, als dieser Seifertsche Geigen nachprüfte und einen dementsprechenden Vermerk in die Geigen eintrug. Seine ersten Geigen zeigten im Äußeren manche Übereinstimmung mit den Werken der alten deutschen Schule. In neuerer Zeit verband er sich mit Dr. Großmann u. a. zur Gründung der Geigenfirma »Neu Cremona«.
2Geigenzettel: Gebaut nach Dr. Grossmann’s Theorie / mit im Quintverhältniss abgestimmten Re-/sonanzplatten von / Otto Seifert in Berlin 1899 (gedruckt).
4Seiler s. Sailer
6Seitz, Georg. — Bayreuth. 1843. 1853
7Nur als Reparateur bekannt.
8Geigenzettel: Reparirt Georg Seitz / in Bayreuth 1853 (gedruckt).
10Seiz (Seitz), Anton. — Mittenwald. Lebte um 1842
11Obwohl er sehr kränklich war, baute er seiner Zeit in Mittenwald die schönsten Geigen nach Stradivari, die auch durch ihren leuchtenden Öllack hervorragen. Da er aber fast ausschließlich für M. Neuner (Nr. 94) arbeitete, ist er beinahe ganz unbekannt geblieben.
13Seiz (Seitz), Bernhardus. — Mittenwald. 1750. 1793
14Seine Arbeit ist im ganzen recht gut, wenn er auch unter den Mittenwaldern nur als Meister zweiten Ranges gilt. Seinen Taufnamen schreibt er manchmal auch »Pernhardtus«.
15Geigenzettel: Bernhardus Seitz, in Mitten / Waldt 1750 (gedruckt).
17Seitz, Ferdinand. — Mittenwald. 1841
18Angeblich ein Bruder von Anton S., dem er sehr nahe kam.
20Seiz, Franz. — Mittenwald 1760. 1768
21Ein guter Mittenwalder Meister, wenn auch keiner der hervorragenden.
23Seiz, Franz Xaver. — Mittenwald. Geb. 12. Februar 1761. 1799
24Sohn von Franz Seiz. Ihm dürfte eine recht gute Bratsche, mehr an Stainer als an Klotz erinnernd, zuzuschreiben sein, die den Zettel trug: Fr. Seitz Geigen Macher / in Midtenwalt an der Iser / 1799 (geschr.).
26Seitz, Johann. — Mittenwald. 1919
27Arbeitet als Geigenmacher für die Verleger.
29Seiz (Seitz), Johannes. — Mittenwald. 1771
30Vermutlich ein Bruder von Franz S.
31Geigenzettel: Johannes Seitz in / Mittenwald, a. 1771 (geschrieben).
33Seiz, Johann Georg. — Mittenwald. Geb. 26. Februar 1768
34Sohn von Franz S. und wohl auch dessen Schüler.
36Seiz, Joseph. — Mittenwald. 1763. 1790
37Vielleicht der beste Geigenmacher aus seiner Familie. Er arbeitete sauber nach dem Klotzmodell und soll viel für die sog. Verleger gemacht haben. Eine Altviola von ihm aus dem Jahre 1790 befindet sich in der Sammlung Savoye in Paris. — Ein noch jetzt lebender Joseph S. ist als guter Schneckenmacher geschätzt.
39Seiz, Martin. — Mittenwald. Geb. 28. Dez. 1767. 1800
40Sohn von Joseph S. Die einzige Geige, die ich von ihm sah, war recht mittelmäßig.
42Seiz, Mathias Ignaz. — Mittenwald. Geb. 31. Juli 1758, † ?
43Schüler seines Vaters Bernhard S. Er soll in jungen Jahren gestorben sein.
45Seiz (Seitz), Michael. — Mittenwald. 1845
46Ein braver Geigenmacher, der hauptsächlich für die Verleger seines Heimatortes arbeitete und daher seinen Namen gewöhnlich nur mit Bleistift auf die Innenseite der Decke schrieb. Sein Lack ist rot, aber dürftig.
47Geigenzettel: Michael Seitz / Geigenmacher / in / Mittenwald 1845 (gedruckt).
49Seiz (Seitz), Nikolaus I. — Mittenwald. 1791. 1799
50In einer Viola und einer wohl dazugehörigen Kniegeige fand ich nur den Namen Nikolaus Seitz. Die Arbeit hatte Mittenwalder Charakter, so daß wohl anzunehmen ist, daß er ein Mitglied der dortigen Familie seines Namens war.
51Geigenzettel: Nikolaus Seitz in / Mitten Walt 1799 (geschrieben).
53Seitz, Nikolaus II. — Mittenwald. 1919
54Als Violoncellomacher für die Verleger tätig.
56Selis. — Groningen
57Ein holländischer Geigenmacher, der nach einen eigenen Modell gearbeitet hat, über den jedoch nichts Näheres bekannt ist.
59Sellas, Georgius. — Venedig. 1624. 1627
60Wahrscheinlich ein Angehöriger der Familie Seelos (s. d.) und, wie ich vermute, ein Deutscher, der vielleicht aus Füssen oder Innsbruck nach Venedig eingewandert war. Er führte das Ladenschild »alla Stella«, wie aus der Bemerkung bei Baron (1727) hervorgeht, wo es kurz heißt: »Georgius sella alla Stella lebte Anno 1624 in Venedig«. — Wenn hier kein Irrtum bezüglich des Wohnortes1) mit unterlaufen ist, dann haben wir vielleicht einen Bruder von Matteo Sellas (»alla Corona«) vor uns. Der Vater oder der Sohn würde das
621) Venedig statt Innsbruck.

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