Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 47

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

57 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 43. See the scan on archive.org.

1Bernhardt, Arnold. — Markneukirchen. Geb. 19. Juli 1874 zu Markneukirchen
2Schüler von Karl Wilh. Lederer II. Als Gehilfe arbeitete er längere Zeit bei Dr. Alfred Stelzner in Dresden und machte sich im Jahre 1905 in seiner Vaterstadt selbständig. Er arbeitet sehr sorgfältig und sauber, verwendet vorzügliches Holz, und seinen Geigen wird auch in bezug auf den Ton uneingeschränktes Lob gezollt. Er beschäftigt keine Gehilfen, sondern macht alles selbst an seinen Instrumenten, wie er sich auch den Lack selbst zubereitet. Er arbeitet nach einem eigenen Modell, das dem des Stradivari ähnlich ist. Daß es ihm sehr zustatten kommt, nebenbei ein trefflicher Geiger zu sein, sei gleichfalls erwähnt. Seine Geigen tragen einen Brandstempel (Brandmarke Nr. 1).
4Berro, Ambrosius. — ? 1766
5Nach einer Mitteilung des Propstes von St. Florian in Oberösterreich befindet sich im Besitze des Stiftes eine gute Viola mit dem rätselhaften (vielleicht schlecht gelesenen) Zettel: Ambrosius Berro / zu Barris 1766 (gedruckt).
7Berroit. — Brüssel. 1750
8Ein selten genannter Violenbauer. Vielleicht ist nicht einmal sein Name richtig überliefert.
10Bertani. — Modena. 19. Jahrhundert
11Außer Geigen verfertigte er auch Flöten und englische Hörner.
13Bertasio, Luigi. — Piadena. 19. Jahrhundert
14Bei De Piccolellis und Vidal findet sich dieser Name ohne weitere Zusätze oder Quellenangaben.
16Bertassi, Ambrogio. — Piadena. 1730
17Wahrscheinlich zur selben Familie wie Bertasio gehörig.
19Bertet, Joseph R. — Paris, Nantes. 1754. 1774
20Ein Geigenmacher, der wie L'Harmand und der alte Vuillaume u. a. den Werkstattnamen »Au roy David« führte. Nach 1764 scheint er nach Nantes gezogen zu sein. Von ihm befindet sich ein großer Alto aus der Sammlung Snoeck (Nr. 573) in Berlin. Dicker gelber Lack, gute Arbeit. Eine sehr schöne Laute mit einem wundervoll geschnitzten Frauenköpfchen besitzt Baron de Léry.
21Geigenzettel: Joseph R. Bertet, au Roy David / Rue Neuve St. Roch à Paris 1754 (geschrieben). — Bertet, luthier Au Roi David / rue Dauphine à Paris 1764 (geschrieben).
23Bertholini, Nicolo
24Siehe Bertolini.
26Berti, Antonio. — Cortona. 1721
27Vidal erwähnt ein Psalterion von ihm; auch sollen Lauten mit seinem Namen vorkommen; doch ließ sich in Cortona nichts über ihn ermitteln.
29Berti, Giuseppe gen. Giusino. — Fiumalba (Modena). Anfang des 19. Jahrhunderts
30Er soll auch in anderen modenesischen Orten gearbeitet haben; seine Geigen sind minderwertig.
32Bertier, Philippe. — Mirecourt. 1773. 1789
33Jacquot kennt nur seinen Namen.
35Bertini, Vincenzo. — Rom
36Es gibt hübsch eingelegte Mandolinen mit seinem Namen.
38Bertoletti, Antonio. — Brescia. 1796
39In einem mittelmäßigen Violoncello wurde der Zettel gefunden: Antonio Bertoletti / Fece in Brescia, 1796 (gedruckt).
41Bertoli, Giuseppe. — (Venedig.) 1899
42Schüler von Eugenio Degani, bei dem er ein Jahr lang lernte.
44Bertolini. — 18./19. Jahrhundert
45Dr. J. L. Phipson erzählt in »The Strad« 1896 (Nr. 74) von einer Violine mit diesem sonst nicht bekannten Namen, die zwar keine äußeren Vorzüge und wenig Eigenart, aber einen wundervollen Ton gehabt haben soll.
47Bertolotti, Francesco I, genannt Violi (Violino). — Polpenazze. 16. Jahrhundert
48Sohn des Santino und Vater Gasparo da Salös. Er war Maler, seinem Beinamen nach aber auch Geiger oder Geigenmacher.
50Bertolotti, Francesco II. — Brescia. Geb. März 1564 in Brescia. 1614
51Sohn des Gasparo B. da Salò und Schüler seines Vaters. Mit 23 Jahren war er bereits mit Fior (aus Calvagese bei Salò) verheiratet, und es läßt sich vermuten, daß er nach dem Tode seines Vaters seine Kunst nicht mehr ausgeübt hat; vielleicht hat er das Geschäft an Giovan P. Maggini, der ja der Nachfolger seines Vaters wurde, verkauft. Nach 1614 läßt er sich in Brescia nicht mehr nachweisen und dürfte also fortgezogen sein, vermutlich nach Calvagese, wo sich bekanntlich Gasparo da Salò angekauft hatte. Eine Lira di Camba mit der Zettelinschrift: D. Francesco q. Gaspar da Salò in Brescia (gedruckt) besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln (Nr. 783).
53Bertolotti, Gasparo, gen. da Salò. — Brescia. Geb. 20. Mai 1540 (?) in Salò, † 14. April 1609
54Sohn des Francesco B. und Enkel von Santino. Sein Vater war Maler und »Violino«, die ganze Familie war musikalisch1), und der junge Gasparo wandte sich wohl schon frühzeitig dem Berufe, den auch sein Großvater ausübte, zu. Er war wahrscheinlich ein Schüler seines Großvaters und später von Girolamo di Virchi, was ihn veranlaßt haben mag, aus Salò, einem Städtchen am Gardasee, nach Brescia überzusiedeln, wo er bereits vor 1565 als Meister ansässig war. An Können und Talent überragte er alle seine Vorgänger und wurde
561) Ein Alessandro Bertolotti war nach Valdrighi ein tüchtiger Klavizimbelbauer.

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