Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 474

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 470. See the scan on archive.org.

1Sinclair, William. — New-Pitsligo. Geb. in New-Pitsligo. 1836
2Wahrscheinlich französischer Abstammung. Er hat etwa 40 Geigen nach Guarneri gemacht und die ersten mit Spiritus-, die späteren mit rotem Öllack versehen. Bekannt wurde er durch seine eigenartigen Versuche. Er hat dreieckige Violinen mit mitschwingenden Saiten, ferner Geigen mit zwei spielbaren Saitenbezügen übereinander usw. »erfunden«.
3Geigenzettel: William Sinclair / New Pitsligo / Aberdeenshire N.B. / 1892 (gedruckt).
5Sintner s. Suittner
7Sir, Léo. — Marmande. Geb. 18. August 1881 in Bordeaux
8Sein Vater Léon S. betrieb das Geigenmachen aus Liebhaberei mit großem Eifer und schönen Erfolgen und konnte daher seinem Sohne die ersten Anleitungen geben. Von 1901—1902 arbeitete Léo Sir zu seiner letzten Ausbildung bei Brugère. Er gilt als recht talentvoll und ist jetzt im Geschäfte seiner Mutter, die früher in Langon ansässig war, tätig. Sein Modell ist originell und steht zwischen Stradivari und Amati, doch erklärt er selbst, daß er dasselbe, wenn es ihm nötig scheinen sollte, noch verändern würde. Sein besonderes Augenmerk verwendet er auf einen schönen Öllack. Er ist dabei schon zu günstigen Resultaten gekommen, wenn auch sein Lack (von goldroter Farbe) noch den Fehler hat, in das Holz einzudringen.
9Geigenzettel: Sir à Marmande / Année 1901 No. . . . (handschriftlich).
11Sirifan, A. — London. 1790
12In altem Familienbesitz befindet sich in Freiburg i. Br. eine Violine, in der sich ein geschriebener Zettel befindet, den der Eigentümer »A Sirifan a / London Ao. 1790« liest. Vielleicht müßte »Sirjean« gelesen werden?
14Sirjean, Charles. — Mirecourt. Geb. um 1730, † 6. April 1785
15Er gehörte zu derselben Familie, wie Jean I und Jean II S. und Louis S., die alle ungefähr gleichzeitig tätig waren.
17Sirjean, Henry. — Mirecourt. 1778. 1789
18Geigen von ihm kommen noch manchmal vor. Sie zeigen Mirecourter Stil und tragen eine Brandmarke mit seinem Namen.
20Sirjean. — Paris. 1818
21Er hatte seine Werkstatt Rue de l’École Nr. 31, war aber nur als Bogenmacher von Bedeutung.
23Sirotti, Nicola. — Spilamberto. 19. Jahrhundert
24Valdrighi (2989) erwähnt ihn als »Geigenmacher«, er war aber nur ein Dilettant und seines Zeichens ein Schuster, nebenbei auch Musiker,
26Sisty, Joseph. — Mirecourt. 1757. 1764
27Vielleicht ein Enkel von Nicolas S.
29Sisty, Nicolas. — Mirecourt. 1698
30Er wird als »facteur de violons« bezeichnet und soll nicht ungeschickt gewesen sein.
32Sitt, Anton. — Prag. Geb. 5. Februar 1819 in Vál (Ungarn, Stuhlweißenburger Komitat), † 19. November 1878 zu Prag
33Sohn des Gärtners Sitt und seiner Frau Franziska aus Tabajd. Von 1834—1840 war er Schüler von Joh. Schweitzer in Budapest, bis 1843 dessen Gehilfe, später bei A. Hoffmann in Wien, Bausch in Leipzig, dann bei Mich. Weber. 1848 kam er zu Kulik nach Prag, dessen Tochter Sophie er noch im selben Jahre heiratete, mit der er drei Söhne, darunter den 1850 geborenen Komponisten und Kapellmeister Hans Sitt, und drei Töchter hatte. Seine Werkstatt befand sich 1848 in der Vel. Karl ul. Nr. 184 und 185, von 1857—1859 auf dem Altstädter Kleinen Ring Nr. 144 und von 1860 an in der Anenská ul. Nr. 8. Er arbeitete nach Stradivari und Guarneri; seine Geigen sind dick im Holz und von vorzüglichster Durchführung. Infolge der zu starken Spannung des Baßbalkens ist der Ton seiner Geigen jedoch nicht sehr edel und nicht in allen Lagen gleich ansprechend. Seine Violoncelli haben einen großen und vollen Ton. In seiner Handfertigkeit war er unübertrefflich und ein vollendet Künstler und fand schon bei Lebzeiten vielfache Anerkennung; auch Schebek und Hajdecki waren seines Lobes voll. Daß er einer der genialsten Reparateure war, sei schließlich nebenbei erwähnt, wenn er auch hier im Ton nicht das Höchste erreichte. Ein prachtvolles Quartett von ihm nach Jos. Guarneri del Gesù sowie eine Geige nach Petrus Guarneri und eine Bratsche nach Amati (aus dem Jahre 1847) besitzt sein Sohn Prof. Hans Sitt.
34Geigenzettel: Antonius Sitt / ad formam Petrus Guarnerii fecit Pragae 1863 [Initialen mit Kreuz im Kreis] (gedruckt). — Antonius Sitt / ad formam Stradivari fecit Pragae 1862 [Initialen mit Kreuz im Kreis] (gedruckt).
36Skeffington, William Kirkland. — Glasgow. Geb. in Ayr 1845
37Unter den vielen Schotten, die das Geigenmachen aus Liebhaberei betreiben, gehört er zu den talentvolleren. Die erste Anleitung schöpfte er aus Ottos bekannter kleiner Schrift.
38Geigenzettel: Wm. K. Skeffington / Glasgow 1895 (gedruckt).
40Skomal, Nikolaus Georg. — Graz. 1790. 1820
41Ein guter Lauten- und Geigenmacher, von dem es auch verschiedenerlei Gitarren gibt. Seine Arbeit erinnert hier und da an die Prager Schule. Die Geigen seiner ersten Zeit sind flach, haben weit vorstehende Ecken, dünne Ränder und dunklen Lack. Später machte er die Ränder dicker und verwendete einen schönen gelbbraunen Lack. Das Deckenholz ist immer gut, dagegen ist der Ahornboden häufig wurmstichig ge-

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