Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 475

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 471. See the scan on archive.org.

1worden. Da er sich auf einzelnen Zetteln nur Niklas Sk. schrieb, wollen manche einen älteren Geigenmacher Georg Sk. annehmen, was aber irrig ist. Im Kommerz- und Zivilschema des Herzogtums Steiermark für 1803 wird Niklas Sk. als »Violinen- und Lautenmacher in Postamtsgasse No. 426« genannt. Auf seinen Zetteln nach 1800 befindet sich in der Mitte ein kleiner Adler. Seine Geigen werden als gute Orchesterinstrumente geschätzt und dementsprechend auch bezahlt. Ein Violon von ihm in verjüngtem Maßstabe besitzt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, eine Violine Jos. Müller in Schönbach.
2Geigenzettel: Abb. 762.
4Skopal lebte im 19. Jahrhundert in Raab
6Skotschofsky, Johannes Georg. — Darmstadt (?). 1715
7Ein tüchtiger Geigenbauer deutscher Schule, dessen Wohnort ich noch nicht sicher feststellen konnte.
8Geigenzettel: Abb. 678.
10Skoula, Joh. — Dresden. † um 1892
11Er hatte seine Werkstatt Wallstraße 16 und arbeitete früher bei Joh. Dvořák in Prag.
13Slaghmeulen s. Van der Slagmeulen
15Smart, John. — London um 1700
16Einer der ältesten englischen Baßmacher, der Oxford Road wohnte, und wohl auch Violen und Violinen gebaut haben dürfte. Seine Bässe haben flachen Boden und violenartige Umrisse.
18Smid, Erhard. — Peißenberg (Bayern). 1433
19Ein Instrumentenmacher, der alle Arten von Musikinstrumenten anfertigte, vornehmlich aber als Orgelbauer berühmt war. Vom Herzog Ernst von Bayern wurde ihm seiner Kunstfertigkeit wegen Steuerfreiheit gewährt. Er baute unter anderen die Orgel in der alten Marienkirche in München. (Vgl. Öfele, Script. rer. boic. Bd. II, S. 318.) Vielleicht ist die E. S. gezeichnete Cister Dr. K. Volls in München eine Arbeit E. Smids.
21Smillie, Alexander. — Glasgow. Geb. 25. Jan. 1847 in Hallside
22Er bildete sich ohne Lehrer zum Geigenbauer aus, ahmt hauptsächlich das Stradivariomodell, gelegentlich auch Guarneri nach und verwendet Whitelaws Bernsteinlack von rötlichgelber oder dunkelorange Farbe. Seine Arbeit ist sorgfältig, das Holz gut und die Einlage sauber. Er hatte bereits 1890 über 130 Violinen, verschiedene Violen und ein Dutzend Violoncelli gemacht. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in »The Strad« 1900, Nr. 126.
23Geigenzettel: Alex. Smillie, Fecit / Crosshill, Glasgow. / No. 105 1897 (lith. in Schreibschrift).
25Smit (Smith), Domenico. — Mantua. 1647
26Vermutlich ein naher Verwandter von Giovanni S. Die öfter vorkommende Schreibweise des Namens mit th könnte vielleicht auf einen Engländer schließen lassen, wahrscheinlicher aber war er ein in Mantua ansässiger deutscher Lautenmacher. (Bei Bertolotti S. 104 erwähnt.)
28Smit (Smith), Giovanni. — Mailand. 1646
29In der Wiener Sammlung alter Musikinstrumente befinden sich zwei kleine Chitarre battenti (Terzgitarren) mit gewölbtem Boden aus schwarzen Spänen und Elfenbeinrippen, die Decke mit Perlmuttereinlagen, Hals und Griffbrett mit Gravierungen. Statt des Zettels ein Elfenbeinplättchen unten am Korpus: »Giovanni Smit Milano 1646«. Im Stift Ossegg befindet sich eine Gitarre mit der Inschrift: »Giovanni Smith in Milano« ohne Jahreszahl.
31Smith. — Whitchurch (Shropshire). 1694
32Ein geschickter Geigenmacher, der ein Amatimodell zum Vorbild nahm und sich auch auf den Ton verstand. Er soll seine besten Abnehmer in Liverpool gefunden haben.
34Smith, Alexander Howland. — Edinburgh. Geb. im März 1859 in Edinburgh
35Es gibt über 50 Violinen nach Stradivari und Guarneri und mehrere Violoncelli von ihm. Er verwendet Bernsteinlack.
36Geigenzettel: Alexander Howland Smith / Edinensis, hoc fecit, 1897 (geschrieben).
38Smith, Henry. — London. 1629. 1633
39Berühmter Violenmacher, den Thom. Mace (1676) zu den allerbesten zählt. In Carrs »Tripla concordia« (1667) befindet sich eine Anzeige über einen Kasten mit Violen »made by Mr. Henry Smith who formerly lived over against Hatton house in Holbourn containing 2 trebles, 2 tenors, 2 basses, the chest was made in the year 1633«.
41Smith, John. — Falkirk. Geb. 26. April 1859 in Fauldhouse
42Er war der Sohn eines Maschinenbauers und erlernte regelrecht die Tischlerei. Im Jahre 1891 begann er sich auf das Geigenmachen zu verlegen und wurde ein ein Schüler John Carrs. Er verarbeitet schönes altes Holz und nimmt zu den Klötzen Zedernholz. Er ahmt im allgemeinen Stradivari nach und verwendet rotgelben Bernsteinlack.
43Geigenzettel: Made by / John Smith / Falkirk / No. . . . 1893 (gedruckt). — John Smith / Maker / Falkirk, 1896 (gedruckt).
45Smith, Thomas. — London. 1750. 1799
46Schüler von Peter Wamsley, an dessen Arbeiten seine Instrumente auch in den Umrissen erinnern; nur sind sie stärker im Holz und werden, wenigstens in England, geschätzt. Ob er jemals Violinen gemacht hat, ist mindestens zweifelhaft; dagegen gibt es viele größere Streichinstrumente von ihm. Er ahmte das Stainermodell nach, etwa in der Art John Johnsons. Die Arbeit ist gut, aber nicht hervorragend, der Ton ansprechend,

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