Scan 476
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1aber nicht groß, und der Lack mager, von schwacher, braungelber Farbe. Seine Zettel gleichen so sehr denen von Wamsley, daß Sandys und Forster annehmen, er sei auch der Geschäftsnachfolger seines Meisters gewesen. Er soll einen Sohn namens John gehabt haben.
2Geigenzettel: Abb. 729.
4Smith, William. — London, Hedon (Yorkshire). 1770. 1786
5Wenig bekannter Geigenmacher, der später nach Hedon übersiedelte. Sandys und Forster geben die Möglichkeit zu, daß es zwei Personen dieses Namens, die Geigen machten, gegeben habe.
6Geigenzettel: William Smith / Violin Maker / Hedon 1786 (gedruckt). — Wm Smith / Real Maker / London 1771 (gedruckt).
8Smith, W. E. — Wetherby. 1905. 1906
9Er hat vielleicht in Leeds gelernt, baute im Jahre 1905 seine erste Violine, im Jahre 1906 bereits die dreundzwanzigste und hat seitdem noch schöne Fortschritte gemacht.
11Smith & Tilton (Amerikaner) haben einen Baßbalken erfunden, bekannt in Europa unter dem Namen »Withers-Balken«, da E. Withers & Co. diesen Balken in England zuerst eingeführt haben
13Smolka, Francesco. — Rom. 1849
14Begründete 1849 sein Geschäft, dessen Firma jetzt Smolka Fratelli lautet.
16Smorzone (Smorsone), Giovanni. — Rom. 1720. 1724 (vgl. Sainsione)
17Ein Lautenmacher, den Valdrighi (3000) erwähnt. Von ihm besitzt C. Claudius in Kopenhagen eine Mandoline und W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln eine kleine Oktavlaute (Pandurina).
18Geigenzettel: Giovanni Smorzone / In Roma 1724 (gedruckt).
20Sneider, Joseph. — Pavia. 1701. 1718
21Ein Schüler Nicola Amatis und wahrscheinlich, wie sein älterer Mitschüler Leopold »Tedesco«, von deutscher Abstammung. Er ahmte seinen Meister nach, arbeitete sehr schön, hatte einen guten, durchsichtigen Lack von gelber oder hellbrauner Farbe. Die Wölbung nahm er mäßig hoch, schnitt schön geschwungene F-Löcher und eine hübsche Schnecke.
22Geigenzettel: Abb. 668.
24Snip s. Knipp
26Snoeck (Schnoeck), Egidius. — Brüssel. 1700. 1730
27Einer schon im 16. Jahrhundert vorkommenden Instrumentenmacher-(Orgelbauer-)Familie entstammend und ein Vorfahr des vielverdienten Instrumentensammlers C. Snoeck. Egidius Snoeck darf mit Recht für einen Schüler und Nachfolger Peeter Borbons gelten; ihre Arbeiten sind sich sehr ähnlich, und die Jahreszahlen sprechen nicht dagegen. S. war Hof-Lautenmacher; in seinen Geigen, die recht lobenswerte Arbeit zeigen, nähert er sich dem Amatimodell. Sein Lack ist rotbraun und von guter Beschaffenheit. Eine Geige von ihm besitzt Mahillon, und ein halbes Violoncello befindet sich aus der Sammlung Snoeck, in der auch zwei Violinen von ihm waren, jetzt in Berlin.
28Geigenzettel: Egidius Snoeck tot Brussel 1714 (gedr.). — Egidius Snoek a Bruxelles. 1727 (gedruckt).
30Snoeck, Henri-Augustin. — Brüssel. 1762. 1764
31Sohn und Schüler von Marc. Snoeck. Nach dem Tode seines Vaters wurde er zum Hof-Geigenmacher ernannt. Als aber 1764 seine Ernennung zum ersten Violinisten der Hofkapelle erfolgte, übertrug er seine bisherigen Funktionen auf Michiels und Neumanns, um sich ausschließlich dem Berufe als Musiker hinzugeben. Geigen von ihm sind mir nicht bekannt.
33Snoeck (alias Brochet oder Broché), Marc. — Brüssel. 1720. † zwischen 27.—31. März 1762
34Wahrscheinlich ein Sohn von Egidius Snoeck und dessen Nachfolger als Hof-Lautenmacher. Schon 1726 erscheint er in den Listen als »faiseur répétiteur et directeur des instruments« und gleichzeitig unter seinem Pseudonym Brochet oder Broché als Ballettmeister und Komponist. Seine Arbeiten verdienen alles Lob; ein schönes Violoncello von ihm findet sich aus der Snoeckschen Sammlung in Berlin und ebenda ein in Nordfrankreich entdeckter Baß, der sein Pseudonym und das Ladenschild »au roy David« auf dem Zettel nennt. Eine originelle Inschrift aus einem von ihm ausgebesserten Instrument teilt van der Straeten mit: Cette Bas: Par Marc. Snoeck repare povr faier voier a ces envieuz. Mon adresse est près l’eglise de S. Gery a Bruxelles ancien luthieu. 74. Ein im Jahre 1720 von ihm gebautes Violoncello befindet sich aus der Sammlung Galpin jetzt in Boston.
35Geigenzettel: Marcus Broché a Bruxelles / Au roy David, l’an 17… (gedruckt).
37Soboll (Sobol), Franz. — Olmütz. Geb. 1794, † 5. Dezember 1837
38Einer der besten Olmützer Geigenmacher, der jedoch nur selten Zettel in seine Arbeiten klebte, weshalb es heute schwer ist, Geigen von ihm nachzuweisen; allzu viele hat er wohl auch nicht gemacht, da er noch im besten Lebensalter einem Schlagflusse erlag.
40Socchi, Vincenzo. — Bologna. 1661
41Das Museum des Pariser Konservatoriums besitzt eine Taschengeige von eigenartiger Form, die diesen Ververtigernamen trägt (Nr. 110).
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- Smith, W. E.
- Smolka, Francesco
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- Snoeck, Egidius
- Snoeck, Henri-Augustin
- Snoeck, Marc
- Soboll, Franz
- Socchi, Vincenzo
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