Scan 492
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
54 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 488. See the scan on archive.org.
1Stinberg (?) (Steinberg?), Jakob. — Weimar. 1679
2Eine interessante sechssaitige Viola da Gamba mit Dachstern und geschnitztem Kopf am Wirbelkasten besitzt die Musikinstrumentensammlung des Bach-Hauses in Eisenach (Nr. 40). In Weimar war über ihn nichts zu ermitteln.
3Geigenzettel: Jacob Stin Berg / in Weimar 1674 (gedruckt).
5Stingl, Johann, arbeitet als Geigenmacher in Schönbach
7Stingl, Josef. — Schönbach b. Eger. 1826
8Seine Geigen zeigen eine geschickte Hand, wenn auch wenig Künstlerschaft. Die F-Löcher sind weit, die Zargen hoch und der Lack dunkelbraun. Er gehörte 1826 bereits der Innung als Meister an.
10Stingl, Martin. — Schönbach. 1860. † um 1890
11Er kam als Geigenmacher nach Wien, wo er das Zithermachen erlernte. Heimgekehrt war er einer der ersten von denen, die die Zithermacherei nach Schönbach verpflanzt.
13Stirrat (nicht Stirbat), David. — Edinburgh. 1810. † um 1820
14Schüler von Matthew Hardie, ein talentvoller Geigenmacher, der sicher seinen Lehrmeister übertrifffen hätte, wenn er nicht vorzeitig gestorben wäre. Seine Arbeit erinnert sehr an die Hardies, besitzt aber trotzdem viele eigene Züge. Er hatte einen gelben Spirituslack. Er läßt sich von 1810—1820 in Edinburgh nachweisen. Eine prachtvoll gearbeitete Violine von ihm vom Jahre 1811 besitzt Dr. Geo. Young in New York.
15Geigenzettel: D. Stirrat Fecit / Edinb. 1811 (mit Bleistift auf den Boden geschrieben).
17Stirtzer s. Stürtzer
19Stobell (Strobel?), Cunradt. — Wien. 1661
20Das Historische Museum in Basel besitzt einen Kontrabass von 1661 dieses sonst nicht bekannten Wiener Meisters.
22Stoček, Wenzel. — Prag. Geb. 1849 in Vel. Barchov, † 25. Oktober 1880
23Er wohnte in Nusle Nr. 109 und starb im Allg. Krankenhaus in Prag.
25Stock, Christoph. — Stuttgart. 1593
26Die württembergische Hofkapelle kaufte bei ihm u. a. eine »Diskantgeige«, 10 Geigenstege und Zinkenmundstücke; er war also ein vielseitiger Mann, der sowohl Streich- als Blasinstrumente machte. Wenn er außerdem als »Schreiner« bezeichnet wird, so dürfte das nur insofern seinen Beruf bezeichnen, als er wahrscheinlich Mitglied der Schreinerzunft werden mußte, da die Lauten- und Geigenmacher in Stuttgart sich dieser anschließen mußten.
28Stöckl, Tobias. — Aschach. 1872
29Ein Dilettant, der sich mit Ausbesserungen alter Geigen beschäftigte.
30Geigenzettel: Rep. von Tobias Stöckl / in Aschach 1872 (gedruckt).
32Stöckelmaier, Franz. — Kempten. 1861
33Ein Musiker, der Geigen geflickt und Schachteln recht dilettantisch lackiert hat.
35Stöger, Anton. — Salzburg. 1865
36Ein Geigenmacher von handwerksmäßiger Geschicklichkeit. Am besten sollen seine Zithern gewesen sein.
37Geigenzettel: Anton Stöger / Geigenmacher in Salzburg / 1865 (gedruckt).
39Stöhr, Anton. — St. Pölten. Geb um 1800. 1850
40Vielleicht ein Sohn von Jakob St. Er erwarb 1828 das Bürgerrecht als Geigenmacher, scheint aber nur wenige neue Geigen gemacht zu haben.
42Stöhr, Jakob. — Schwechat, St. Pölten. 1798. 1829
43Wahrscheinlich der Stammvater der St. Pöltener Familie und der beste Geigenmacher aus dieser. Sein Modell geht in den Umrissen auf Stradivari zurück, nur nimmt er die Wölbung höher. Die Ränder sind kräftig und die Ecken treten weit über die Zargen hervor. Das Holz ist gut, wenn er auch kein geflammtes Ahornholz gehabt zu haben scheint. Der Boden ist fast immer aus einem Stück. Die Schnecke wirkt durch ihre tiefe Aushöhlung und das starke Hervortreten der Ohren recht originell. Sein Lack ist immer lichtbraun. Um 1827 siedelte er von Schwechat nach St. Pölten über, wo er zu gutem Rufe als Geigenmacher kam. Ein Quartett von ihm aus dem Jahre 1826 besaß W. Th. Jaura; ein sehr guter Kontrabass befindet sich in der Kirche zu Schwechat.
44Geigenzettel: Jakob Stöhr in St. Pölten / a. d. Traissen bei Herzogenburg (gedruckt). — Jakob Stöhr / bürgl. Lauten- und Geigenmacher in St. Pölten 1829 (gedruckt) und Abb. 755.
46Stöhr, Johann. — Salzburg. 1831. † nach 1840
47Wahrscheinlich aus St. Pölten stammend. Sein Geschäft wurde noch 1845 von der Witwe fortgesetzt.
48Geigenzettel: Johann Stöhr / Geigenmacher in Salzburg 1837 (gedruckt).
50Stöhr, Johann, arbeitet als Geigenmacher in Steingrub b. E.
52Stöhr, Karl. — St. Pölten. Geb. 1825, † 30. September 1909
53Enkel von Jakob St. Er erwarb 1860 das Bürgerrecht, galt als geschickter Meister und war auch Saitenmacher. In seinen jüngeren Jahren hat er ganz gute Geigen gemacht, wenn er hierin auch seinen Großvater nicht erreichte.
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- Stöckelmaier, Franz
- Stöger, Anton
- Stöhr, Jakob
- Stöhr, Johann
- Johann, Stöhr
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