Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 502

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 498. See the scan on archive.org.

1Straub, Johann. — Friedenweiler. 1704
2Wenn die Jahreszahl richtig gelesen ist und nicht 1764 gelesen werden muß, vielleicht ein Bruder von Franz Str. und wie dieser aus Füssen in den Schwarzwald gekommen.
4Straub, Johannes. — Röthenbach b. Neustadt (Schwarzwald). Geb. um 1760, † 1847
5Er stammte aus Rudenberg bei Friedenweiler und vermählte sich am 19. Mai 1786 mit Magdalena Schäfer. Von ihm stammen 11 Kinder, darunter Johann Georg Str. Seine Geigen, wie auch die der übrigen Mitglieder der Familie Straub, stehen auf ziemlich gleicher Stufe mit denen von Rief in Vils. Meist unscheinbar im Äußern, handwerksmäßig in der Arbeit, aber ziemlich gut im Ton. Was er im Winter fertigbrachte, verkaufte er im Sommer, auf Märkten unherziehend. Er gebrauchte verschiedene (geschriebene und gedruckte) Zettel.
6Geigenzettel: Johann Straub Geigen- / macher in Röthenbach bei Neu / stadt im Schwarzwald 1833 (geschrieben). — Johannes Straub Geigenmacher nächst bey Neustadt in Röthenbach auff dem / Schwarzwald 17991) (gedruckt).
8Straub, Johann Georg. — Röthenbach und Löffingen (Schwarzwald). Geb. 31. März 1798, † 17. Mai 1854
9Er war ein talentvoller Geigenmacher und sehr tüchtiger Geiger und hieß im Volksmund nur der »Geigenhannes«. In seinen reiferen Jahren vernachlässigte er jedoch das Geigenmachen und zog als Musiker umher, seine Kunst auf der Straße und in Wirtshäusern zum besten gebend. Löffingen war damals ein Knotenpunkt für den Schwarzwaldhandel, besaß einen großen Kornmarkt, und so fand der fröhliche Geiger stets eine geneigte Zuhörerschaft, die ihn mehr mit Getränken freihiel, als ihm gut war. Er ward dadurch zum Trinker, was ihn als Geigenmacher wie als Musiker sehr zurückbrachte. Seine Geigen sind manchmal recht gut, oft aber sehr roh gearbeitet.
10Geigenzettel: Johann Straub / Geigenmacher in Röthenbach (lith.).
12Straub, Josef. — Röthenbach. 1783. 1811
13Vielleicht ein Sohn von Simon II Str., dessen Arbeit mit der seinen übereinstimmt. Sein Modell ist von mittlerer Größe, sein Lack dunkel. Auf seinen Zetteln, die in gleichem Wortlaut geschrieben und gedruckt vorkommen, fehlt oft die Jahreszahl.
14Geigenzettel: Joseph Straub Geigenmacher / bey Neustatt in Röthenbach (geschrieben). — Jos. Straub / Geigenmacher bey / Neustatt in Röthenbach 1807 (gedruckt).
161) Die gedruckte Jahreszahl erscheint auf späteren Geigen durchstrichen und durch die neue (z. B. 1805) handschriftlich ersetzt.
18Straub, Markus (Marx) I. — Friedenweiler. 1751
19Vielleicht ein Sohn von Franz Str. und wahrscheinlich dessen Schüler. Er war nicht ungeschickt, wenn er auch nur handwerksmäßig arbeitete.
20Geigenzettel: Abb. 756.
22Straub, Markus (Marx) II. — Röthenbach und Löffingen (Schwarzwald). 1770. 1777
23Einer der besseren Schwarzwälder Geigenmacher, vielleicht Sohn oder Neffe von Marx Str. in Friedenweiler. Er war mit Katharina Faller verheiratet und hatte nur eine 1777 geborene Tochter. Im Kirchenbuche wird er ausdrücklich als »Geigenmacher« bezeichnet. Er hatte ein eigenes, an die Tiroler Bauart erinnerndes Modell und ist nicht unsauber in der Arbeit.
24Geigenzettel: Marx Straub Geigen- / Macher in Stadt Löffingen auf / dem Schwarzwald 1770 (gedruckt).
26Straub, Martin. — Urach. 18. Jahrhundert
27Seine Geigen sind sehr handwerksmäßig gemacht, haben keinen Kunstwert und sind weder im Holz noch im Ton gut. Musikdirektor P. Müller in St. Gallen besitzt eine Violine von ihm.
28Geigenzettel: Martin Straub geigen- / macher in Vrach im / schwartz waldt bei neustadt (geschrieben).
30Straub, Matthias. — Friedenweiler. 1750
31Fleißiger Geigenmacher, der auch gedruckte Zettel verwendete. Gutes Deckenholz, meist ordinärer Boden, ohne Einlagen, trüber Lack, aber ziemlich guter Ton.
32Geigenzettel: Mathias Straub zu Friedenwiller / auf dem Schwartzwald anno 17 . . (gedruckt).
34Straub1), Michel I. — Füssen. 1615. 1616
35Er wurde am Sonntag Lätare 1616 als Meister in die Füssener Lautenmacherzunft aufgenommen, nachdem er schon im Jahre vorher die Susanna Gast geheiratet hatte. — Da es vielfach üblich war, dem Enkel den Taufnamen des Großvaters zu geben, darf man ihn vielleicht für den Großvater von Michel II Str. halten.
37Straub1), Michel II. — Venedig, Innsbruck. 1677. 1680
38Ein deutscher, wahrscheinlich aus Füssen stammender Meister, der erst in Venedig ansässig war und sich um 1677 in Innsbruck niederließ, wo er Geigen und Lauten verkaufte. Da er damit in die verbrieften Rechte des jüngeren Georg Seelos eingriff, wurde er im April 1677 ausgewiesen und scheint dann wieder nach Venedig zurückgekehrt zu sein, da es von dort datierte Arbeiten von ihm mit der Jahreszahl 1680 gibt, so z. B. eine Taschengeige in Form eines Rebeks im Konservatorium in Brüssel. — Vielleicht war er ein Bruder von Franz Str., der ja auch Taschengeigen baute.
40Straub, Sebastian (Bastian). — Füssen. 1628
41Er wurde am 20. August 1625 in die Lautenmacherzunft aufgenommen. Es wurde ihm aufgegeben, die
431) Manche wollen »Straus« lesen.

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