Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 505

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

45 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 501. See the scan on archive.org.

1Strupf, Geo. M., eine Händlerfirma in Wildstein b. E., die 1861 begründet wurde, nach dem Tode des Inhabers aber wieder erloschen ist
3Struve, Heinrich N. — Arendsee. 1904
4Soll sich hauptsächlich als Reparateur betätigt haben.
5Geigenzettel: Heinr. N. Struve / fecit Arendsee 1901 (Name gedruckt).
7Stüber, Johann. — ’s Gravenhage. 1921
8Von Geburt ein Schwabe, kam er in jungen Jahren zu Oswald Braun nach Markneukirchen und arbeitete dann als Gehilfe in Berlin, Zürich und St. Gallen und kam im Jahre 1912 zu Eugen Gärtner, der von größtem Einfluß auf seine Arbeit war, so daß St. ihn als seinen eigentlichen Lehrmeister verehrt. Zwei Jahre später kam er zu van der Meer nach Amsterdam, doch wurde er bald zu den Fahnen gerufen, um den Krieg mitzumachen. Nach seiner Entlassung arbeitete er wieder bis 1920 bei Eugen Gärtner und ging dann neuerdings nach Holland, wo er zuletzt bei Vedral tätig war. Am 4. April 1921 machte er sich im Haag selbständig. Er ist ein ernst strebender, gebildeter und ideal veranlagter Geigenmacher, von dem man noch viel Schönes erwarten kann.
10Stübiger, Adam. — Fleissen. Geb. in Fleissen 18. Dezember 1859
11Schüler von Jos. Lutz in Schönbach. Im Jahre 1884 machte er sich in seinem Geburtsorte selbständig und gilt als geschickter Geigenmacher.
13Stübiger, Johann. — Wien. 1891. 1910
14Geboren in Fleissen, ein Verwandter von Adam St., bei dem er längere Zeit als Gehilfe gearbeitet hat. Er kam dann nach Wien zu Thomas Zach, bei dem er mehrere Jahre blieb, und begründete 1891 sein eigenes Geschäft. Er arbeitet sauber nach Stradivari und verwendet einen roten Lack. Seine Geigen erinnern an die seines Meisters Th. Zach. Seit 1910 ist er handelsgerichtlich beeideter Schätzmeister.
16Stümpel, C. H. — Minden. 1830. † 1861
17Ein Instrumentenmacher von besonderer Handgeschicklichkeit, der aber hauptsächlich Blasinstrumente machte.
19Stümpel, H. C. — Minden i. W. Geb. 12. Nov. 1838 in Minden
20Schüler und seit 1861 Nachfolger seines Vaters. Ein sehr fleißiger Geigenmacher, der sich ein besonderes System ausgearbeitet und nach diesem verschiedene Modelle konstruiert hat, die er »Façon Bagatella« (hochgewölbt), »Guarnerius«, »Stradivarius«, »Faust« (sehr flach), »Joachim« (mittlere Wölbung) und »Sarasate« nennt. Auch er ließ sich seinerzeit bestimmen, das Holz der Balsamfichte zu verwenden, kam aber sehr schnell davon ab. Er hat billige und teure Geigen gemacht, und darunter sind solche, die sehr gelobt werden. Seit etwa 1900 machte er keine Violinen mehr. Er hat u. a. auch zwei Tasterzirkel für Geigenmacher erfunden, um die Holzstärken zu messen; der eine ermöglicht dieses Messen auch, wenn die Geige nicht geöffnet ist. Er verwandte verschiedene Zettel, auf manchen fehlt, dem Wunsche seiner Abnehmer entsprechend, sein Name.
21Geigenzettel: (Schematisch dargestellte Geige) M. i. W. / 1893. / Façon Pablo de Sarasate (gedruckt).
23Stürtzer, Johann Michael I. — Breslau vor 1725. 1729
24Baron sagt von ihm: »Die Breslauer Lauten sind auch nicht zu verachten, und hat daselbst Michael Stürtzer sowohl auf die Zierlichkeit als Wohl-Klang . . . . gesehen.« (Hist.-theor. u. prakt. Untersuchung des Instr. der Lauten, S. 97.) Eine Laute von ihm aus dem Jahre 1729 bewahrt das Schlesische Museum für Kunstgewerbe in Breslau auf (No. 97, 07).
26Stürtzer (Stirtzer), Johann Michael II. — Breslau. 1748. 1760
27Wenn die Jahreszahlen richtig gelesen sind, vielleicht ein Sohn von Johann Michael I St. Besser als seine Violinen sind seine Violoncelli und seine Kontrabässe. Sein Modell erinnert an die Stainerschule. Bei den Bässen brachte auch er gerne statt der Schnecke geschnitzte Köpfe am Wirbelkasten an. In einer Laute des Schlesischen Museums für Kunstgewerbe und Altertümer findet sich sein Reparaturzettel. Mirzer statt Stürzer (Stirtzer) zu lesen, ist falsch.
28Geigenzettel: Johann Michael Stirtzer / Lauten und Geigenmacher / in Breslau 1748 (gedruckt). — Jean Mic. Stürzer / m’at reparré (gedruckt)
30Stützer, Leonhard. — Heilbronn a. N. 1864
31Ein Klaviermacher, der sich auf dem Reparaturzettel in einer Schlagzither, im Besitz des Kölner Musikhistorischen Museum, als »Instrumentenmacher« bezeichnet.
33Stüwe, Conrad Hinrich. — Hamburg. 1726
34Man weiß von ihm bisher nur, daß er am 8. November 1726 als Instrumentenmacher Bürger wurde.
36Stuiber, H. — Magdeburg. 1900
37Sturge, H. — Bristol, Huddersfield. 1811.1853
38Sein Name ist mir nur in Geigen, die er ausgebessert hat, begegnet.
40Sturm, Nikolaus. — München. 17. Jahrhundert
41Man wollte ihn für einen Sohn des Augsburger Lautenmachers St. halten; es ist aber wahrscheinlicher, daß er ein Sohn oder Enkel des um 1572 noch lebenden Orgelmachers Caspar Sturm war und auch selbst hauptsächlich Orgeln gemacht hat.
43Sturm. — Augsburg. † vor 1577
44Ein angesehener Lautenmacher, dessen Witwe Margaret, eine »geborene Schlaurin«, 1577 den nachmals berühmten Lautenmacher S. Rauwolf heiratete.

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