Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 506

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

43 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 502. See the scan on archive.org.

1Stymovicz, Anton Kazimir. — Iserlohn. † um 1906
2Mitglied des Geigenbauerverbandes. Er erfand 1903 einen neuen Baßbalken.
4Sualis Naraño, Antonio. — Constantia (Sevilla). 1888
5Ein spanischer Gitarrenmacher, der namentlich wegen seiner schönen Einlegearbeit geschätzt wird.
7Succo, Johann Reinhold. — Riga. Geb. 30. November 1842 zu Wugarten bei Friedeburg i. N., † 8. (21.) Juni 1908 in Riga
8Schüler von A. Freytag. Als Sohn eines Pfarrers hatte er eine gute wissenschaftliche und musikalische Vorbildung, arbeitete in mehreren besseren Werkstätten und siedelte im Herbst 1864 nach Riga über. Er machte sowohl neue Geigen, als er auch alte wiederherstellte, und erfreute sich bei russischen Geigern besonderer Wertschätzung.
10Süss, Johann Christian. — Markneukirchen. Geb. 6. Dezember 1829 in Mühlhausen bei Bad Elster, † 12. Oktober 1900
11In seiner Jugend machte er nur Bogen aus Buchenholz, die als billige Marktware Absatz fanden. Später kam er zu Christ. Knopf nach Dresden, erlernte dort erst das Bogenmachen von Grund aus und brachte es darin zu bemerkenswerter Künstlerschaft. Er machte sich dann in Markneukirchen selbständig und war nicht nur der beste Bogenmacher seines Wohnortes, sondern einer der besten in ganz Deutschland. Er arbeitete vorwiegend nach Tourte und kommt Voirin gleich. Bedauerlicherweise hat er wohl keinen seiner Bogen bezeichnet.
13Süß, Johann Georg. — Adorf i. V. 18. Jahrhundert
14In den Adorfer Kirchenbüchern wird er »Musicus instrumentalis« genannt. Es gibt auch Geigen mit seinem Namen. Wahrscheinlich aber war er hauptsächlich Händler, der mit den Arbeiten anderer herumreiste.
16Sütterlin, J. Friedrich. — Straßburg i. E., Wiesbaden. Geb. in Egisholz-Wollbach 1846, † um 1893
17Ein echter Künstler, der mit beinahe unerreichbarer Sauberkeit arbeitete und jede Einzelheit an seinen, meist nach Stradivari gebauten Geigen eigenhändig machte, wie er auch treffliche Schnecken zu schneiden verstand. Der Lack, den er selbst zubereitete, hatte recht gute Eigenschaften, kam in Farbe und Glanz dem der Cremoneser nahe, nur mußte er wenigstens ein halbes Jahr lang trocknen und war oft auch dann noch klebrig. Anfangs 1883 siedelte S. auf Veranlassung Prof. Wilhelmjs nach Wiesbaden über. Er machte auch Versuche mit der Balsamfichte, kam aber sehr bald davon ab; auch einen Baßbalken aus diesem Holze, den er in eine Geige Wilhelmjs setzen mußte, entfernte er wieder, da er sich nicht bewährt hatte. In seiner letzten Zeit konnte er nur wenige neue Geigen machen, da er schwer leidend war und wiederholt einen Blutsturz bekam.
19Suittner (Suitner), Johann. — Mittenwald. Geb. 1822, † 1907
20Er hat zwar das Geigenmachen erlernt und begann sehr vielversprechend, begründete jedoch 1855 sein Geschäft als Zithermacher, nachdem er vorher bei Tiefenbrunner in München gearbeitet hatte. Er galt als tüchtiger Lehrmeister, seine Geigen sind sehr schön gebaut, haben roten, dicken Lack, und auch seine Gitarren zeigen liebevolle Arbeit.
22Suittner, Joseph. — Mittenwald. 1788
23Tüchtiger Meister, der sehr sauber nach Stainer arbeitete. Er verwendete gutes Holz und einen weichen gelblichen Lack. Seine Schnecken sind zierlich, die F-Löcher getreu nach Stainer geschnitten und auch die Einlagen mit großem Geschick angebracht. Den Boden hat er mit Vorliebe aus einem Stück gemacht. — Manche lesen den Namen Sintner, doch scheint nach dem Zettel Suittner richtiger zu sein.
24Geigenzettel: Joseph Suittner / in Mittenwald. 1788 (geschrieben).
26Sulot, Nicolas. — Dijon. 1829. 1839
27Ob die Geigen, die er gemacht hat, gut waren, konnte ich nicht ermitteln. Er hat allerlei Versuche zur Tonverstärkung angestellt und ließ sich mehrere Erfindungen, so z. B. wellenförmige Böden und dreifache Resonanzplatten patentieren. Bewährt haben sich diese Erfindungen so wenig wie alle anderen ähnlichen.
29Sulz, A. & Co. — Wien. 1873
30Eine Firma, die auf der Wiener Weltausstellung vertreten war und eine Verdienstmedaille für Geigen erhielt, deren guter, starker Ton gelobt wurde.
32Sumerauer (Summerauer), Georg. — Wien. 1575
33Im Jahre 1575 wurde er als Lautenmacher Wiener Bürger.
35Sumerauer, Hans. — Salzburg. 1557
36Im Salzburger Bürgerbuch wird ein Lautenmacher dieses Namens, der im Jahre 1557 das Bürgerrecht erhielt, aufgeführt. Er war vielleicht der Vater von Georg und Reinhart S.
38Sumerauer, Reinhart. — Wien. 1578
39Wohl ein Bruder von Georg S. Er wurde 1578 Bürger von Wien.
41Sundberg, Carl Erik. — Stockholm. 1804
42Ein schwedischer Lauten- und Klaviersmacher, der sich der Tischlerzunft anschloß und als Meisterstück eine Pedalharfe anfertigte. Er darf nicht mit P. Lundborg verwechselt werden.

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