Scan 507
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
55 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 503. See the scan on archive.org.
1Suover, Giovanni. — Florenz. 1637
2Sohn des Giovanni S. Ein Lautenmacher, wahrscheinlich von deutscher Abstammung, den ich nur bei Valdrighi (3099) aufgeführt finde.
4Sup s. Epp
6Surow, E. F. — Moskau. 1881
7Russischer Gitarrenmacher des 19. Jahrhunderts.
9Sursano s. Sorsana
11Suter, Aloys. — Nieder-Urnens, Brunnen, Näfels. 1842. 1870
12Ein Schweizer Geigenmacher, der wahrscheinlich Autodidakt war, aber sich eine gewisse Handfertigkeit angeeignet hat. Er bevorzugte ein großes Modell von plumpen Umrissen. Sehr fein sind stets seine Einlagen gearbeitet, während seine Schnecken aussehen, als ob sie von oben her zerdrückt wären. Das Deckenholz ist feinjährig, der Ahornboden nach der Schwarte geschnitten. Am schlechtesten fand er sich mit dem Lackieren zurecht. Er gründierte seine Geigen mit Nußbaumbeize und überstrich sie dann mit dunklem Schellack. Trotzdem klingen seine Geigen oft recht gut.
13Geigenzettel: Repparirt von / Alois Suter in Brunnen / anno 1842 (geschrieben). — Alois Suter / Instrumentenmchr. / 1860 / Brunnen Ct. Schwyz (schabloniert).
15Sutor (Suttor), Johann Martin. — Wien. Geb. um 1684, † 25. April 1758
16In den Wiener Steuerbüchern, wo sein Name mehrfach Suder geschrieben erscheint, kommt er von 1749—1758 vor. Seiner Witwe wurde im Jahre 1759 »wegen Armut« die Steuer nachgelassen. Seine Geigen sind gut und kommen in der Arbeit denen des Wieners Fichtl nahe, sind aber schlechter lackiert. Er scheint sich erst um 1749 selbständig gemacht zu haben, wodurch sich das seltene Vorkommen seiner Arbeiten leicht erklärt.
17Geigenzettel: Abb. 745.
19Suzuki, Masakichi. — Nagoya (Japan). 1893. 1902
20Ein Japaner, der auf der Ausstellung in Chicago 1893 mehrere Geigen, die gut im Ton und von guter Arbeit waren, ausgestellt hatte. Er soll auch schon recht gute Violoncelli gebaut haben.
22Svanström, Anders. — Strengnäs. Geb. 1766 in Strengnäs, † 26. Oktober 1833 daselbst
23Er war der Sohn eines Bürgers, erlernte die Geigenmacherei wahrscheinlich in Stockholm und heiratete Anna Brita Stenholm, die ihm einen Hof in Strengnäs in die Ehe brachte. Er wird ausdrücklich als Geigenmacher bezeichnet, kam aber in seinen Verhältnissen doch so zurück, daß er schließlich im städtischen Armenhause starb. Eine Violine von ihm aus dem Jahre 1797 besitzt das Nordische Museum in Stockholm, eine von ihm 1799 ausgebesserte Geige das Gothenburger Museum.
24Geigenzettel: Förfärdigad af / A. Svanström / i Strengnäs 1798 (geschrieben).
26Swarts, Joh. — Amsterdam. 1643
27Eine Viola von ihm (mit Löwenköpfchen) befindet sich in der Scheurleerschen Sammlung.
29Swosil, Johann. — Wien. † vor 1900
30Ein Gitarrenmacher, der auch Geigen reparierte; schwierigere Arbeiten ließ er jedoch von Vinz. Pathan ausführen. Seine Witwe Theresia führte das Geschäft nach 1900 noch fort. Auch ein Josef Sw. war in Wien ansässig.
32Syde, Willem van der. — Amsterdam. 1702
33Er arbeitete recht brav im Stile von H. Jacobsz nach Amati. Eine Geige von ihm besitzt der ehem. Sekretär der südafrikanischen Republik Dr. Leyds.
34Geigenzettel: Willem van der Syde / Me fecit in Amsterdam / 1702 (gedruckt).
36Sykora, Mathias. — Trebitsch. 1829. 1852
37Er war Geigen- und Gitarrenmacher und galt als besonders geschickter Meister. Er war nach den Amtssakten der Stadt Trebitsch bereits seit den zwanziger Jahren selbständig und ist um 1852 oder 1853 nach Wien übersiedelt und angeblich dort verschollen.
39Syller (Sayller), Veit. — Bollingen. 1678
40In der Arbeit erinnert er an die Füssener Meister. Von ihm ist eine gut gemachte Viola im Museum Franzisco-Carolinum in Linz a. D., die den untenstehenden, geschriebenen Zettel trägt. Ein Bollingen gehörte seinerzeit zum Ulmer Land. Wenn auch im Ulmer Archiv nichts zu finden war, so glaube ich doch, daß nur dieses Bollingen in Betracht kommt, um so mehr, als der Name Sayller in Ulm heimisch ist 1).
41Geigenzettel: Veith Syller Geiger / Unnd Geigenmacher in / Bollingen A. 1678 (gedruckt).
43Syrbius, Otto. — Hannover. 1885. 1891
44Auf der Norddeutschen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung in Bremen 1890 war er gut vertreten. Er arbeitete nach alten Meistern und eigenen Modellen.
46Syrový, Wenzel, arbeitete 1839 bei Lehner, später bei Škopal
48Syvarth, Conrad Heinrich. — Oldenburg i. Gr. 1823. 1838
49Im Juni 1823 wurde er als Bürger aufgenommen und lebte noch 1838. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Geigenmachen, machte aber auch Harfen und Gitarren.
51Syvarth, Ferdinand. — Oldenburg i. Gr. 1866. † 1896
52Sohn oder Enkel von C. H. Syvarth. Er war Instrumentenmacher und Harmoniumbauer und hat nur nebenbei Ausbesserungen an Streichinstrumenten vorgenommen.
541) Um 1650 lebte in Ulm u. a. der ausgezeichnete Uhrmacher Johann Sayller.
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- Suover, Giovanni
- Suter, Aloys
- Sutor, Johann Martin
- Suzuki, Masakichi
- Svanström, Anders
- Syde, Willem van der
- Sykora, Mathias
- Syrbius, Otto
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