Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 508

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

39 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 504. See the scan on archive.org.

1Szag, Georg. — Leipzig. 1885. 1887
2Ein Geigenmacher, der am 1. Oktober 1885 seine Werkstatt eröffnete, aber 1887 nach Amerika auswanderte.
4Szalay, Julius (Gyula). — 1880
5Schüler von K. Zach. Er soll angeblich aus Ungarn nach Rußland ausgewandert sein, wo er verschollen ist.
7Szalay, Stefan (István). — Székes Fehérvár (Stuhlweißenburg). 1880. † 1907 in Stuhlweißenburg
8Bruder von Julius Sz. Schüler von Engleder, Nemes-sányi und dann von Karl Zach in Wien. Um 1880 ließ er sich in Stuhlweißenburg nieder und war namentlich als Reparateur geschätzt.
9Geigenzettel: Javitotta Szalay István / Székesfehérvár 1883 (geschrieben).
11Szentessy, Koloman (Kálmán). — Budapest.
12† um 1859
13Ein Schüler von Thomas Zach. Er war hauptsächlich für die Firma Schunda tätig und starb in jungen Jahren.
15Szepessy, Béla (Adalbert). — London. Geb. 1856 in Budapest
16Schüler von Samuel Nemessányi, bei dem er von 1868 bis 1874 lernte. Er arbeitete hierauf fünf Jahre lang bei Zach in Wien, von 1879—1881 in München und ging dann nach London, wo er seine eigene Werkstatt eröffnete. Er arbeitet hauptsächlich nach Stradivari, zuweilen auch nach Guarneri und nur in vereinzelten Fällen nach Nic. Amati. Er nimmt die Decke jedoch am oberen und unteren Klotz stärker im Holz und verwendet einen selbstverfertigten, weichen Öllack, zu dem er Harz, goldgelbe Farbe und ein durchsichtiges Rot mischt. Bis 1900 hatte er 160 Geigen, 5 Violen und 3 Violoncelli hergestellt. Für seine Geigen erzielt er durchschnittlich gute Preise. Auszeichnungen und Medaillen, die man ihm mehrfach angeboten hat, lehnte er ab. Bei aller Hochachtung für die alten Meister, die er eingehend studierte, ist er doch der Überzeugung, daß eine aus gutem und gesundem Holz gemachte neue Geige einer alten im Tone gleichkommen und ihr vor gezogen werden muß.
17Geigenzettel: Szepessy Béla / No (Dcppelkreuz) 146 / London 1899 (gedruckt).
19Szimański (Schimansky), Heinrich. — Berlin.
20Geb. 14. November 1867 in Cölleda
21Ursprünglich für den Beruf eines Orgelbauers bestimmt, kam er zunächst bei dem Hoftischlermeister Müller in Rudolstadt in die Lehre, wo er sich die nötige Handfertigkeit und gründliche Holzkenntnisse aneignete. Er vervollkommnete sich dann noch als Gehilfe in verschiedenen feinen Werkstätten, trieb musikalische Studien und brachte es namentlich als Zitherspieler zu einer bemerkenswerten Geschicklichkeit. So war auch das erste Musikinstrument, das er herstellte, eine Konzertzither. Im weiteren Verlauf baute er Gitarren, die so viel Anklang fanden, daß er sich im Jahre 1897 als Musikinstrumentenmacher selbständig machen konnte. Von 1902 an verlegte er sich dann auch auf den Geigenbau, den er jetzt fast ausschließlich betreibt. Seine theoretischen Kenntnisse schöpfte er aus dem Werke von Appian-Bennewitz und benutzte jede Gelegenheit, sich praktisch zu vervollkommnen. Seine Arbeiten werden von Musikern sowohl wegen ihres Tones als auch wegen ihres Aussehens gelobt und sind peinlich sauber gearbeitet. Außer nach seinem eigenen Modell arbeitet er auch nach italienischen Vorbildern. Er macht alle Teile seiner Geigen selbst und ebenso seine Bogen. Gewöhnlich verwendet er einen selbstbereiteten Öllack. Seine neuesten Geigen tragen neben dem Zettel auch seine Brandmarke mit der Jahreszahl, wie auch seine Bogen seinen Namen eingepräßt zeigen. Auch seine Söhne sind tüchtige Geigenmacher geworden, der älteste, Johannes, geb. in Rixdorf (Neukölln) am 2. September 1894, der zweite, Paul, geb. am 3. April 1896 in Berlin, der dritte, Franz, geb. 15. Febr. 1903 in Berlin. Alle drei arbeiten mit dem Vater, auch der vierte Sohn hat Ostern 1920 als Geigenmacher ausgelernt und ist jetzt in der väterlichen Werkstatt beschäftigt.
22Geigenzettel: Heinrich Schimansky / Berlin O. Frankfurter Allee No. 100 / Atelier für Kunst-Geigen, Cellobau / und Reparatur / sowie feinster Künstler-Bogen (gedruckt).
24Taborsky, Franz. — Wien. 1911
25Inhaber eines Streichinstrumentengeschäfts im III. Wiener Bezirk.
27Tacconi, Enrico. — Rom. 1884
28Ein Mandolinenmacher aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
30Tachinardi. — Cremona. 1690
31Vidal ist der erste, der diesen Namen erwähnt. Arbeiten von ihm sind nirgends nachweisbar, so daß der Verdacht aufkommen kann, daß der Name aus Taningard (Tanigardi) entstanden ist und der Wohnort willkürlich angenommen wurde.
33Tacke, Anton sen. — Düsseldorf. 1816. 1846 (?)
34Eine dem Hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe angebotene Laute von Dalla Porta trug den Reparaturzettel: »Ausgebeßert von Anton Tacke / Senior in Düsseldorf 1816.« Wenn es keinen Anton T. jun. gegeben hat, dann ist wohl Wilhelm T. als der Sohn von Anton T. anzusehen.
36Tacke, Wilhelm. — Düsseldorf. 1840. 1850
37Nur als Reparateur bekannt; vielleicht mit T. K. Grabensee identisch. Er wusch gerne den alten Lack ab und ersetzte ihn durch einen spröden Spirituslack. (Aus der Wohnungsangabe: »Grabenstr.« scheint »Grabensee« entstanden zu sein.)
38Geigenzettel: Reparirt von Wilhelm Tacke in Düsseldorf / auf der Casernenstr. No 1098 (gedruckt). — Reparirt von Wilh. Tacke in Düsseldorf / auf der Grabenstrasse No. 1135 (gedruckt).

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