Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 51

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1Er studierte die Italiener mit Erfolg, besaß selbst eine auserlesene Sammlung echter italienischer Geigen und kopierte mit großer Treue. 1873 erhielt er eine Verdienstmedaille. Außer Violinen baute er auch alle anderen Streichinstrumente, selbst eine Viola d’amore und Zithern, besonders aber sehr gute Violoncelli, von denen manche auch noch durch ihren schönen, fetten Öllack hervorragen, und die jetzt sehr gut bezahlt werden. Eine Streichzither von ihm bewahrt die Sammlung des Brüsseler Konservatoriums. Seine Frau Marie war eine Zitherlehrerin. Das Geschäft wurde kurze Zeit von seinem Sohne Th. Bittner fortgesetzt, dann an den Musiker Hans Gräf verkauft und bald aufgelöst.
2Geigenzettel: Abb. 30 und 31 (Brandmarke Nr. 14).
4Biza, Giovanni Battista. — Treviso. 1779
5Wenig bekannter Lauten- und Geigenmacher, der sich wohl hauptsächlich mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt hat.
7Bizan. — Brüssel. 1749
8Er wird als »luthier« bezeichnet; Geigen von ihm sind mir jedoch nicht vorgekommen.
10Bizey, Charles. — Paris. 1716
11Er wird zwar wiederholt für einen Geigenbauer ausgegeben, war aber Holzblasinstrumentenmacher in der Rue Dauphine und nannte sich ausdrücklich: Inventeur de plusieurs instruments à vent. Falsch ist es, seinen Namen »Bizet« zu schreiben.
13Blacht s. Placht
15Black, John. — Edinburgh. 1893
16Neuerer schottischer Geigenmacher.
18Blahowetz, Josef. — Markneukirchen. Geb. in Ober-Schönbach i. B. 13. Juni 1857
19Handwerksmäßig arbeitender Geigenmacher, der für Markneukirchener Handelshäuser Geigen baut, die mit Zetteln »nach den Modellen« beklebt werden. Einige wenige besser ausgeführte Geigen tragen jedoch seinen eigenen Zettel.
21Blair, John. — Edinburgh. 1790. 1820
22Anfangs arbeitete er allein, später mit Matthew Hardie zusammen, der wahrscheinlich sein Schüler war. Blair war jedenfalls der Geschicktere von beiden. Zettel scheint er nicht verwendet zu haben, doch schrieb er manchmal seinen Namen in seine Arbeiten und verwendete eine Brandmarke J. B. Sein Spirituslack, der jetzt ziemlich braun aussieht, war ursprünglich gelblich. Er arbeitete nach Stradivari. Brandmarke Nr. 32.
24Blair, Willie. — Abergeldie (Schottland). Geb. 26. Okt. 1793 unweit Ballater, † daselbst 12. Nov. 1884
25Ursprünglich ein Zimmermann und trefflicher, bei Hofe angesehener Geiger, bekannt als »the Queen’s Fiddler«. Er erhielt von Peter Hardie Anleitung im Geigenmachen und war nicht ungeschickt, hatte aber den Fehler, sein Geigenholz zu backen, wodurch er seine Arbeiten selbst ruinierte.
27Blaise. — Mirecourt. 1822
28Als Geigenmacher in keiner Weise hervorragend, war er doch ein verdienstvoller Lehrmeister; als seine besten Schüler darf man die beiden Silvestre bezeichnen. Er war wahrscheinlich auch der Vater von Joseph Blaise in Genf.
30Blaise, Joseph (nicht Jules). — Genf. 1855.
31† 23. Okt. 1882
32Er kam um 1855 aus Mirecourt nach Genf, nachdem er vorher eine Zeitlang bei den Brüdern Silvestre in Lyon gearbeitet hatte. Er gab den Geigenbau bald auf und beschränkte sich mehr und mehr auf den Verkauf von Mirecourter Fabrikwaren, die er oft mit seinem Zettel versah. Auch als Reparateur war er ohne Bedeutung.
34Blaisot s. Mast
36Blanchard, François. — Mirecourt. Geb. 1796, † 1859
37Obwohl er gelernter Geigenmacher war, beschränkte er sich doch auf den Bau von Lauten und Gitarren. Sein Enkel ist Paul Bl. in Lyon.
39Blanchard, Paul-François. — Lyon. Geb. 10. Febr. 1851 in Mirecourt
40Schüler von Auguste Darte, arbeitete bei Daniel in Marseille und war dann sieben Jahre lang Gehilfe im Hause Silvestre in Lyon. Im Jahre 1876 gründete er in Lyon sein eigenes Geschäft und brachte es bald als geschickter Geigenmacher und Reparateur zu großem Ansehen. Seine Arbeit ist tadellos; schönes Holz und feiner, ambraroter, feuriger Lack von gesättigtem Aussehen zeichnen seine Instrumente, die sehr gut im Tone sind, aus. Er baut hauptsächlich nach Ant. Stradivari und Guarneri mit vielem Glück, manchmal auch nach Amati. Er besitzt viele erste Preise und die Palme der Akademie, ist Geigenmacher des Konservatoriums in Lyon und »Président de la Chambre syndicale des instruments de musique« zu Lyon. Instrumente, die er ganz eigenhändig machte, tragen folgenden Zettel: Abb. 68; die in seiner Werkstatt unter seiner Leitung gebauten: Abb. 85; Geigen, die von anderen Geigenbauern für sein Geschäft gemacht werden, tragen den Zettel: Abb. 82.
42Blanchi, Albert. — Nizza. Geb. in Nizza am 25. Jan. 1871
43Schüler seines Vaters Aug. Bl., dessen Werkstatt er 1899 übernahm. Er gilt als ein besonders geschickter Geigenmacher, der alle Arten von Streich- und Saiteninstrumenten verfertigt, vorzugsweise jedoch Violinen, die er nach eigenen Modellen baut und mit einem gelbroten Öllack überzieht. Sehr beliebt sind auch seine Gitarren von 12 und 18 Saiten.
44Geigenzettel: Abb. 34.
46Blanchi, Augustin. — Nizza. Geb. 1828 † 1899.
47Tüchtiger Geigenmacher, der sich in den besten Werkstätten gebildet hatte und durch unablässiges Forschen zu schönen Erfolgen gekommen war. Geigen von ihm werden von Musikern sehr geschätzt.

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