Scan 52
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Blaschke, Ferdinand. — Glatz. Geb. zu Grafenort um 1775, † nach 1845
2Er ließ sich als Instrumentenmacher und Gastwirt im Jahre 1839 in Glatz nieder und besaß das Gasthaus Nr. 592, ist aber später nach Scheibe verzogen, wo er wohl auch gestorben sein dürfte.
4Blasich, Giovanni. — Triest. 1870. 1880
5Er war eigentlich als Geigenmacher nur Dilettant und erhielt einige Unterweisung von Dollenz, doch sind seine Geigen nicht schlecht gearbeitet, wenn sie auch ganz ohne Eigenart erscheinen.
7Blasich, Ludwig. — Triest. 1881
8Vielleicht ein Sohn von Giovanni Bl. Er stellte 1881 in Triest zwei Violinen und ein Violoncello als Dilettantenarbeit aus, für die er eine goldene Medaille erhielt.
10Blasio, Raffaele di. — Neapel. 18. Jahrhundert
11Es kommen ab und zu Geigen mit seinem Namen vor. In der Arbeit unbedeutend, im Modell der Gagliani-Schule verwandt; der Lack ist glanzlos, von brauner Farbe. Er gehört möglicherweise derselben Familie an wie Nicolaus De Blosy (s. d.).
13Blass, Dr. — Mannheim. 1913
14Ein Liebhaber, der gute Geigen baut, die er auch u. a. einmal durch das Berliner Philharmonische Orchester mit Erfolg zu Gehör bringen ließ.
16Blaun, Carl Wilhelm. — Altona. 1840. 1847
17Hauptsächlich guter Baßmacher.
19Blavet. — La Ferté. 18./19. Jahrhundert
20Ein geschickter Kunsttischler, der als Wiederhersteller alter Geigen und Lauten einen gewissen Ruf besaß. Geigenzettel: Abb. 44.
22Bleich (Bley), Johann (Anton). — Schönbach. 1805. 1810
23Einer der besseren Schönbacher Meister seiner Zeit, der zwar nicht immer schönes Holz verarbeitete, aber gut klingende Geigen gemacht hat.
24Geigenzettel: Johann Bleich, Geigen- / und Instrumentenmacher in / Schönbach, Anno 1805 (gedruckt).
26Blight. — Exeter
27Seinen Namen sah ich als Brandmarke auf dem Boden einer mittelmäßig gearbeiteten Violine.
29Blommesteyn (Blomster), Christoffel. — Antwerpen. 1550. 1558
30Er baute allerlei Saiteninstrumente; urkundlich ist er jedoch nur als Clavecinmacher nachweisbar, wie auch sein Bruder Martin Bl.
32Blosij s. De Blosy
34Blumenhagen, C. P. — Hannover. 1753
35Er hat im 18. Jahrhundert als Lauten- und Geigenmacher in Hannover gelebt. Eine Pochette Sourdine von ihm befindet sich in der Sammlung Galpin.
37Blunff, Richard. — London. 1604
38Das Verzeichnis der 1759 im Haag versteigerten Selhofischen Musikinstrumentensammlung führt diesen vielleicht falsch gelesenen Namen auf.
40Blyth, Williamson. — Edinburgh. Geb. 1821 in Greenlaw, † Mai 1897 in Edinburgh
41Ein tüchtiger Musiker und Komponist, dessen Geigen — er hat über 2000 gemacht — sehr dünn sind und schwach klingen.
43Boccaber s. Buchenberg
45Bochem, Dierich. — Köln. 1668. 1673
46Wahrscheinlich der Stammvater der bekannten Kölner Lautenmacherfamilie, über die leider nichts zu ermitteln war. Die kurkölnischen Archivalien wurden seinerzeit nach Darmstadt verbracht, und als sie nach Preußen zurückgehen sollten, weigerte sich die preußische Regierung, die Kosten des Rücktransports zu tragen, infolge davon wurde dann ein großer Teil der Aktenbestände einfach vernichtet. Eine von D. Bochem reparierte Laute befindet sich in der Herzogl. Kunst- und Altertumssammlung auf der Feste Koburg. Eine Laute mit der Brandmarke »DBM Cölln« im Darmstädter Museum (Nr. 484) ist ihm vielleicht zuzuschreiben. Eine Diskantviola besitzt die Brüsseler Sammlung.
47Geigenzettel: Dierich Bochem, in Cölln. / neu renovirt Ao. 1673 (gedruckt). Brandmarke (Nr. 15).
49Bochem, Joannes. — Köln a. Rh. 1745. 1769
50Fleißiger Lauten- und Geigenmacher und Reparateur. Er baute namentlich Violen, sehr großes Patron, von italienischem Aussehen und gutem Ton.
51Geigenzettel: Joannes Bochem / Lauten- / und Geigenmacher in Cölln 1745 (gedruckt). — Joannes Bochem in / Cölln renovatum 1769. (gedruckt).
53Bochem, Michael. — Köln. 1694. 1729
54Vielleicht ein Sohn Dierichs und der Vater Johanns. Ein geschickter und vielbeschäftigter Lautenmacher, von dem das Germanische Museum in Nürnberg eine Zither aus dem Jahre 1728, die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin eine fünfhörige Zither mit ovalem Schallkasten von schöner Arbeit besitzt. Eine ähnliche von 1728 hat Fr. Wildhagen in Halensee bei Berlin. Den Wirbelkasten schmückt ein Frauenköpfchen. Eine Laute von 1724 wurde in Köln 1883 bei Heberle versteigert. Zwei andere Instrumente (von 1694 und 1720) besitzt das Großherzogliche Museum in Darmstadt (Nr. 487 und 498).
55Geigenzettel: Michael Bochem in Cölln 1728 (gedruckt). — Michael Bochem, Lauten und geigenmacher / In Cölln Anno 1720 (gedruckt).
57Bocquay s. Boquay
59Bodeni, Luigi (Aloysius). — Venedig. 1719
60Seinem Zettel nach ein Dilettant, der »zum Zeitvertrieb« ein Violoncello gebaut hat, seiner Arbeit nach aber doch ein geschickter Mensch, der mehr konnte als mancher berufsmäßige Geigenmacher.
61Geigenzettel: Abb. 63.
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- Blaschke, Ferdinand
- Blasich, Giovanni
- Blass, Dr.
- Blaun, Carl Wilhelm
- Bleich, Johann (Anton)
- Blumenhagen, C. P.
- Blyth, Williamson
- Bochem, Joannes
- Bochem, Michael
- Bodeni, Luigi (Aloysius)
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