Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 512

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 508. See the scan on archive.org.

1Klotzschens sehr ähnlich, so daß er als direkter Klotzschüler betrachtet werden kann. Auch er soll jedoch in die meisten seiner Arbeiten Stainers Namen geklebt haben.
2Geigenzettel: Abb. 785.
4Tentzel (Dänzel), Paul. — Mittenwald. 1740
5Sohn und Schüler von Joh. T., den er in jeder Beziehung nachahmte.
7Tenucci, Eugen. — Zürich. Geb. 1874
8Schüler von Züst, bei dem er sieben Jahre gearbeitet hat. Seit 1899 Leiter der Geigenbauwerkstatt der Firma Hug & Co. Seine Geigen sind nach Stradivari und Guarneri gebaut, und seine Reparaturen werden gelobt. Er verwendet Spiritus- und Öllack. Auf der Schweizer Landesausstellung erhielt er die höchste Auszeichnung, den »Grand Prix«.
9Geigenzettel Abb. 777.
11Teoditi, Gerolamo. — Rom. 1711
12In einer Viola, die vielleicht noch dem 17. Jahrhundert angehört hat, fand sich der schwer leserliche Name Hieronymus Teoditi ohne Ortsangabe, in einer Violine liest man jedoch deutlich Rom 1711. Er war vielleicht ein Verwandter Giovannis.
14Teoditi, Giovanni. — Rom
15Ein Geigen- und Lautenmacher des 17. Jahrhunderts, den Vidal ohne Quellenangabe erwähnt. Seine Geigen sollen an Tecchler, noch mehr aber an Tiroler Meister erinnern.
17Terapatini (?), gen. Napaldèn. — S. Agata Lugo. 1879
18Bei Valdrighi (3140) wird er als Verfertiger von Violoncellen erwähnt.
20Terasconi s. Tarasconi
22Termanini (Ternianini), Giuseppe. — Modena 1755. 1773
23Er war eigentlich Priester, worauf auch das D. (Don) deutet. Seine Violinen haben guten, goldgelben Lack und weichen Ton. Sie sind nicht immer eingelegt und gleichen denen Pietro Ts., sind aber in der Arbeit weniger sorgfältig gemacht.
24Geigenzettel: D. Joseph Termanini / fecit Mutinae a: 1755. opus No 5 (gedruckt).
26Termanini, Pietro. — Modena. 1755. 1773
27Gleichzeitig mit Don Giuseppe T. kommt Pietro T. vor. Beide waren vielleicht Brüder. Ihre Geigen sind schwer zu unterscheiden, doch war Pietro der bessere. Seine Geigen sind originell in der Form, von schönem Holz und prachtvoll goldgelb lackiert, nur die Einlagen fehlen meistens. Der Ton ist ziemlich gut. T. machte auch Lauten und namentlich Klavizimbeln.
29Termont. — Gent. 1859
30Mittelmäßiger Streichinstrumentenmacher des 19. Jahrhunderts.
32Terne, C. — Leipzig. 1852
33Zwei Geigen, die ich mit seinem Zettel gesehen habe, waren entweder in Markneukirchen ganz hergestellt oder doch dort vorgearbeitet. Er soll hauptsächlich Handel getrieben und nur eine Werkstatt für kleine Ausbesserungen unterhalten haben.
34Geigenzettel: C. Terne / Leipzig 1852 (gedruckt).
36Teschner, Hermann. — Fürstenwalde bei Berlin. 1880
37Ein Klaviermacher, der mit allen Instrumenten handelte und alle vorkommenden Falles auch geflickt hat, sich schwerlich aber in der Neuherstellung von Geigen versucht hat.
39Testator il Vecchio. — Mailand
40Der Name ist wahrscheinlich eine Bildung, die auf das Wort »Testudo« zurückgehen soll. Ein Meister, von dem weder eine Arbeit noch sonst etwas bekannt ist, von dem nicht einmal der Nachweis erbracht ist, daß er je gelebt hat. Trotzdem wurde ihm mit einer gewissen Hartnäckigkeit die Erfindung der Violine zugeschrieben. Fürst Jussupoff sagt in seiner Luthomonographie (Frankfurt 1856), er sei der erste gewesen, der die Idee hatte, die Viola zu verkleinern und ihr den Namen Violine zu geben. Nun scheint aber die Violine gar keine Verkleinerung der Viola zu sein und ist wahrscheinlich, wie Hajdecki glaubwürdig nachzuweisen sucht, aus der Lyra hervorgegangen.
42Testore, Carlo Antonio. — Mailand. Geb. um 1688, lebte noch 1764
43Älterer Sohn und Schüler von Carlo G. T. Er arbeitete nach Nic. Amati, Guarneri und Stradivari, verwendete meist sehr gutes Holz und einen goldgelben, ins Bräunliche spielenden Lack, der nur zu dick ist und wenig Feuer hat. Er wohnte in der Contrada Larga und hatte wie sein Vater den Ladenschild »all’ aquila«, weshalb er auch auf dem Boden innen über dem Zettel und außen auf dem Bodenzäpfchen eine Brandmarke anbrachte, auf der sich in einem Kreis über den Buchstaben C. A. T. ein Doppeladler zeigt. Diese Brandmarke findet man manchmal auch mehrfach, (oft viermal) symmetrisch um den Zettel eingebrannt, namentlich in seinen größeren Geigen, Violoncelli usw. In seinen letzten Jahren arbeitete er gemeinsam mit seinem Sohne Giovanni. Ihre Geigen zeichnen sich durch Tonfülle aus.
44Geigenzettel: Abb. 790 und 795.
46Testore, Carlo Giuseppe. — Mailand. Geb. in Novara um 1660, † vor 1710
47Ein Schüler Giov. Grancinos und vielleicht auch Cappas, ließ sich 1687 in Mailand nieder, wo er in der Contrada larga wohnte und den Ladenschild »all’ aquila« hatte. Da auf dem Zettel seines Sohnes vom Jahre 1710 von ihm als einem schon Verstorbenen die Rede ist, kann er nicht nach 1770, wie oft behauptet wird, noch gelebt haben. Er war der Bedeutendste aus seiner Familie, doch kommen nicht viele Geigen von ihm vor. Entweder hat er nur wenige gemacht oder es gehen jetzt viele unter dem Namen Grancinos oder gar

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.