Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 531

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 527. See the scan on archive.org.

1Tywersus. — Nancy (Lothringen). 16. Jahrhundert
2Er war nach J. A. Gallay u. A. Geigenmacher der Herzöge von Lothringen am Anfange des 16. Jahrhunderts. Auch Hart und Vidal wissen nichts Näheres zu sagen. Alle Angaben über ihn sollen übrigens auf einer Erzählung Nic. Lupots beruhen, der sich vielleicht auf eine alte Familientradition berufen konnte, den Namen aber jedenfalls nicht mehr richtig überliefert erhielt. Trotzdem gilt Tywersus in Frankreich als einer der ältesten französischen Geigenmacher; man hat ihn sogar schon zu einem Gründer der Mirecourter Geigenindustrie machen wollen. Arbeiten von ihm sind bisher nicht bekannt geworden. Alfred Keil in Lissabon besitzt allerdings ein Trumscheit (Nonnengeige), das diesem Tywersus zugeschrieben wird, mit der Jahreszahl 1530. Die Malereien auf dem Instrument stammen aber aus dem Jahre 1627, in diese Zeit wird daher wohl auch die Entstehung der ganzen Nonnengeige zu setzen sein. A. Jacquot hat alle Archive vergebens nach diesem Tywersus durchforscht, wohl aber fand er den Namen Tridemus. Es wäre ja nicht unmöglich, daß ein Tridemus Geigenmacher war und daß sein Name sich in der Überlieferung allmählich in Tywersus verwandelt hätte.
4Ubermann, Ludwig. — Stuttgart. 1616. 1626 one of two readings
5Übermann, Ludwig. — Stuttgart. 1616. 1626 one of two readings
6Er wird mehrfach als Johann Mayers Nachfolger erwähnt und war wie dieser für die Hofkapelle tätig. Schon 1616 fertigte er für Joh. Price eine von diesem erfundene Viola an, wofür er 240 fl. erhielt. Im Jahre 1618 baute er für die Damen des württembergischen Hofs, oder, wie man damals sagte »für das fürstliche Frauenzimmer« ein neues Clavichord.
8Uebel (Übel), Johann Andreas. — Klingenthal. 1748. 1752
9Wahrscheinlich ein Bruder von Johann Christian Ue. Seine Geigen entsprechen im Aussehen und im Tonwert denen der meisten seiner Klingenthaler Zeitgenossen.
11Uebel, Johann Christian. — Klingenthal. Geb. um 1710, † nach 1782
12Er scheint in Markneukirchen geboren zu sein und dort gelernt zu haben. Er wurde auch dort 1729 Meister und kommt erst seit 1731 in den Innungslisten der Klingenthaler Geigenmacher vor. Er gilt als der Stammvater der noch blühenden Familie und ist einer der besten Geigenmacher aus dieser gewesen. Eine Violine von ihm besitzt das Musikhistorische Museum in Stockholm.
14Geigenzettel: Johann Christian Uebel / Violinmacher in Klingenthal 1750 (gedruckt).
16Uebel, Johann Michael. — Klingenthal. 1753
17Sohn und Schüler von Johann Christian Ue., dem er nachstrebte, ohne ihn zu erreichen, da er meist schlechteres Holz verwendete.
19Uebel, Max. — Klingenthal. Geb. 3. Juni 1866
20Ein Nachkomme der alten Familie, der noch jetzt in seinem Heimatorte als Geigenmacher ansässig ist.
22Uebel. — Markneukirchen
23Dieser Familie gehören als Geigenmacher an:
25Uebel, August Moritz. — Geb. 19. Dezember 1860 in Erlbach, † 7. August 1894
27Uebel, Karl Friedrich Wilhelm, hatte im 19. Jahrhundert seine Werkstatt Zimmerloh 290
29Uebel, W., begründete 1868 sein noch bestehendes Geschäft
31Uffel, Frans van. — Antwerpen. 1606
32Obwohl urkundlich von ihm nur feststeht, daß er 1606 als »Clavecinmacher« in die Gilde aufgenommen wurde, ist er doch hier aufzuführen, da er jedenfalls der Verfertiger einer Theorbe ist, in der man nur noch den Namen »Uffel« entziffern konnte.
34Ugar, Crescenzi. — Rom. 1788. 1790
35Wahrscheinlich ein Deutscher, der vielleicht Ungar oder Unger hieß. Seine Arbeit hat ein deutsches Aussehen, ebenso sein brauner Lack.
36Geigenzettel: Crescentius Vgar / fecit romae anno / 1790 (gedruckt).
38Ugar, Pietro. — Arezzo. 1800. 1804
39Möglicherweise ein Sohn von Crescenzi U. Es soll Gitarren und Mandolinen von ihm geben, doch scheint er sich mehr mit dem Ausbessern als mit dem Anfertigen von Geigen beschäftigt zu haben. Er wird auch bei Valdrighi (3252) erwähnt.
41Uhlen (Ulen), Nicolaus, G. — New York, Chicago. 1887. 1900
42Erst in New York ansässig, scheint er um 1893 nach Chicago übersiedelt zu sein. Er bezeichnet sich als Streichinstrumentenmacher und erfreut sich eines gewissen Rufes.
44Uhlig s. Olert
46Uhlschmidt, Anton. — Schönbach. Geb. 1883
47Schüler seines Vaters Balthasar U. und der Schönbacher Fachschule für Geigenbau. Er baut nach den besten Meistern, und seine Arbeit wird sowohl in der Ausführung als im Ton sehr gelobt. Der Krieg, an dem er teilgenommen, hat zwar seine Tätigkeit jahrelang unterbrochen, doch gelang es ihm schnell, nach seiner Rückkehr seine Werkstatt wieder in Gang zu bringen. Wie sein Vater besitzt er eine besondere Geschicklichkeit im Schnitzen der Schnecken und Hälse, die er auch für viele auswärtige Geigenbauer herstellt.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.