Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 533

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1Unverdorben, Marx (Max). — Venedig. 1515
2Ein Deutscher, der wahrscheinlich aus Schwäbisch-Hall stammte¹), wo der Name heimisch ist. Wenn man ihn, wie das geschieht, schon in das Jahr 1415 setzt, vergreift man sich sicher um hundert Jahre. In Raymond Fuggers Kunstkammer befand sich im Jahre 1566 laut Nr. 65 des Verzeichnisses »Eine große alte Lauten von Max Unverdorben²«. In der Fürstl. Lobkowitzschen Sammlung auf Schloß Raudnitz, früher in Eisenberg in Böhmen, befindet sich noch jetzt eine schöne, leider schlecht erhaltene Laute mit dem untenstehenden Zettel. Auch in Trient kommt der Name im 16. Jahrhundert vor.
3Geigenzettel: Marx Unverdorben a. Venetia (gedruckt).
5Upmann, F., begründete 1854 sein in Celle noch bestehendes Geigengeschäft, mit dem eine Musikinstrumenten- und Pianohandlung verbunden ist
7Urban, Joseph. — Prag, New York, S. Francisco. Geb. 1821 in Černuc b. Welwarn i. B., † 25. Dezember 1893 in S. Francisco
8Schüler von Em. A. Homolka, bei dem er auch musikalisch ausgebildet wurde. Nach beendigter Lehrzeit ging er nach Wien und Oedenburg, 1847 New York und 1852 nach Kalifornien, wo er 11 Jahre blieb. 1863 kam er nach Prag zurück und eröffnete hier am Jungmannsplatz Nr. 764 seine Werkstatt. Er hielt es nicht lange aus und ging wieder nach S. Francisco, wo er auch starb. Da er in Europa nur wenig selbständig arbeitete, kommen Geigen von ihm äußerst selten vor; er war jedoch nicht ungeschickt, und wenn er wollte, konnte er sehr sauber arbeiten.
9Geigenzettel: Joseph Urban / Violin and Guitar Maker/ San Francisco 1860 (gedruckt).
11Urbich. — Löbau. Nach 1870
12Ein Stadtmusiker, der sich auch als Geigenmacher versuchte. Rud. Koeppel in Pyrmont besitzt eine flache, unbeholfen gemachte Violine von ihm mit dem Zettel: Urbich musicus urbis / me fecit Lobauiae / anno 187 … No 1 (gedruckt).
14Uri, François. — Mirecourt. 1748
15Nur von A. Jacquot erwähnt.
17Urquhart, Alex. — Invergordon. Geb. 1867
18Er hat einige gute Geigen gebaut.
20Urquhart, Donald. — Tain. Geb. 17. August 1859 Balblair
21Er hat aus Liebhaberei zwar nur eine kleine Anzahl,
23¹) Ein Michel Unverdorben (geb. 1574) war Bürger und Prokurator der Reichsstadt Schwäbisch-Hall († 27. Mai 1627).
24²) Vgl. Stockbauer, Die Kunstbestr. unter Albrecht V. und Wilhelm V.
26aber gute Violinen nach Stradivari gemacht. Besonders schön ist der von ihm selbst zubereitete Öllack.
27Geigenzettel: Donald Urquhart / Tain N. B. 1896 (geschrieben).
29Urquhart (Urquehart), Thomas. — London. Geb. 1625. 1666
30Dem Namen nach muß er aus Schottland stammen. Er dürfte aus derselben Schule wie Jakob Rayman hervorgegangen und der Lehrer Edw. Pamphilons gewesen sein. Er hatte ein großes und ein kleines Modell, beide sehr hochgewölbt, mit ziemlich stumpfen Ecken. Seine Arbeit ist recht gut; der Lack von gelbbrauner oder rötlichbrauner Farbe ist überraschend schön. Auch im Ton sind seine Geigen vorzüglich, die von Nichtkennern schon oft für echte Stainer oder gar Gasp. da Salò genommen wurden. Arbeiten von ihm waren u. a. auf der Wiener Musik- und Theater-Ausstellung zu sehen. (Vgl. Katalog, England. S. 18.)
32Ursini, O. — Rom. 1635
33In Böhmen ist eine Laute von ihm erhalten, der Name ist mir jedoch sonst nicht vorgekommen.
35Utili, Nicola. — Castel Bolognese. Geb. 1888
36Ein talentvoller Geigenmacher, dem nur leider eine gute Schule fehlt..
38Vaelbeke (Valbeke), Lodewyk van. — Brüssel. 1294. 1312
39»Violist & luthier.« Ein berühmter Brabanter Saiteninstrumentenmacher und Spielmannskönig (»roi des ménestrels«) des 13. Jahrhunderts, von dem bekannt ist, daß er Fiedeln, Rebeks und Leiern verfertigte. Jean de Boendale setzt seinen Tod in das Jahr 1312; nach anderen soll er bis 1358 gelebt haben, was übrigens unwahrscheinlich ist. In einer Urkunde von 1307 wird er als »Magister Ludovicus de Valbeke, viellator« bezeichnet.
41Vaillant, Claude Joseph. — Mirecourt. 1778 1790
42Ein Verwandter des Pariser Meisters, für den er auch gearbeitet haben soll.
44Vaillant, François. — Paris. 1736. 1783
45Die gewöhnlich vorkommenden Geigen mit seinem Namen stehen selten über der Mittelmäßigkeit und sind schlecht lackiert. Da aber einzelne seiner Arbeiten denen von Boquay und Pierray nahekommen, so ist anzunehmen, daß die erstgenannten nur Werkstattarbeiten sind. Er wohnte zuerst Rue de la Juiverie und wenigstens von 1775 an in der Rue N.-D.-de Bonne Nouvelle.
46Geigenzettel: François Vaillant / rue de la Juiverie / à Paris 1738 (gedruckt).
48Vaillant, Nicolas. — Bordeaux. 19. Jahrhundert. † um 1880
49Auch Nicolas de Bordeaux genannt. Er arbeitete sehr gut, hatte aber ein stumpes, großes Patron bei seinen

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