Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 540

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 536. See the scan on archive.org.

1seinen Söhnen, die ihn (von 10 Kindern) überlebten, waren Kunstschleifer. Er machte also nur als Dilettant Geigen, wenn er sich auch »Geigenmacher« nannte. Seine Arbeit erinnert an Mittenwalder Vorbilder; er war nicht ungeschickt, wenn man ihm auch die ungeschulte Hand ansah.
2Geigenzettel: Alois Vielweib, Stadtmusikant / und Geigenmacher in Burghausen 1804 (gedruckt).
4Viertel, Holm. — Aachen. Geb. 1865 in Zwickau
5Mit vier Jahren verwaist, kam er zu dem Gitarrenmacher Güter nach Markneukirchen. Durch Moritz G., den einzigen Sohn seines Pflegevaters, wurde in ihm die Lust erweckt, Geigenmacher zu werden; er trat bei Reinhold Paulus (jetzt in Firma Weichold) in die Lehre, ging 1884 nach Dresden und im selben Jahre noch zu A. Riechers nach Berlin, bei dem er drei Jahre lang blieb. 1888 machte er sich in Markneukirchen selbständig, siedelte aber im August 1896 nach Aachen über, wo seit dem Tode Darches kein Geigenmacher mehr ansässig war. Er ist ein tüchtiger Künstler; bei seinen neuen Geigen kopiert er Stradivari und wendet den Riecherschen Lack (Spirituslack mit etwas Terpentinöl) an. Den Baßbalken setzt er erst nach dem Lackieren ein, wodurch er den Ton der neuen Geigen zu veredeln sucht. Er gilt als ein talentvoller Schüler von Riechers und zeichnet sich durch tadellos saubere Arbeit aus.
6Geigenzettel: Holm Viertel / Aachen-Anno 19 (gedr.).
8Viganzio, Lodovico. — Rom. 1623
9Ein nur von Valdrighi (3913) erwähnter Lautenmacher.
11Vignali, Giuseppe. — Veruchio. 1911
12Strebsamer italienischer Geigenmacher der Gegenwart.
14Vigneron, Joseph-Arthur. — Paris. Geb. 1851 in Mirecourt
15Trefflicher Bogenmacher, Schüler von Charles Husson. Im Jahre 1880 ging er nach Paris zu Gand & Bernardel, wo er acht Jahre lang blieb, worauf er sich in der Rue de Cléry selbständig machte. Seine Bogen sind sehr schön gearbeitet und tragen die Marke »A. Vigneron« à Paris.
17Vigoni, A. — Pavia
18Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
20Villano d’Ascoli s. Odoardi
22Villars, Paul. — Paris. 1741. † vor 1776
23Schüler von Ch. Bizey. Er wohnte 1769 Rue des Fossés-St.-Germain-des-Prés und war Holzblasinstrumentenmacher. Ob die Geigen, die jetzt im Handel mit seinem Namen vorkommen, echt sind, erscheint mir sehr fraglich. Wahrscheinlich verwechselt man ihn mit Théophile Villars.
25Villars, Théophile. — Cusset (Allier). 1865. † 1880
26Seines Zeichens ein Buchdrucker, der von seinem Oheim Montgilbert in der Geigenmacherei unterrichtet wurde und wie dieser als Dilettant Geigen machte.
28Villaume et Giron. — Troyes. 1791
29Teilhaber dieser Firma waren (nach Kinskys Ermittlungen) Alexis Villaume und Claude Giron. Alexis Villaume wurde 1766 in Mirecourt geboren und starb am 31. Dezember 1842 in Troyes. Er arbeitete 1788 mit Giron als Gehilfe bei Claude Aubert, machte sich 1789 selbständig und erwarb mit Giron im Jahre 1791 Auberts Werkstatt, die beide unter ihrer neuen Firma fortführten. Wie lange sie gemeinsam arbeiteten, läßt sich schwer nachweisen, da die Zettel meistens fingierte Jahreszahlen von 1710 an aufweisen. Mit einer Jahreszahl nach 1800 ist mir keine Arbeit von ihnen vorgekommen. Ihre Geigen sind übrigens nicht schlecht, auch ihre Gitarren klingen gut. Sie handelten mit allerlei Musikinstrumenten und hatten auch eine Saitenmacherei.
30Geigenzettel: Abb. 810.
32Vimercati, Gaspare. — Mailand. 1790
33Es gibt nur wenige Geigen, die seinen Zettel tragen, und bei diesen wenigen erscheint es noch fraglich, ob sie Arbeiten seiner Hand sind. Dagegen war er ein geschickter Lautenmacher und trefflicher Mandolinspieler. Eine gute Mandoline von ihm besitzt A. Gautier in Nizza.
34Geigenzettel: Gaspare Vimercati / nella contrada / della Dogana di Milano, all segno / della Luna (gedruckt).
36Vimercati, Paolo. — Venedig. 1660. 1710
37Sohn des Pietro V. Lernte bei Giovanni Tononi in Venedig, den er jedoch übertraf. Er arbeitete nach Ant. und Hier. Amatis kleinem Modell und verwendete gelben Lack. Auch Brescianer Vorbilder ahmte er nach.
38Geigenzettel: Paolo Vimercati / fece in Venezia A. 17… (gedruckt).
40Vimercati, Pietro. — Venedig. 1640. 1660
41Nach den ihm zugeschriebenen Geigen schloß er sich der Brescianer Bauweise an, ohne seine Vorbilder vollkommen zu erreichen. Besser gelang ihm dies bei seinen Nachahmungen Amatis. Angeblich hat Jakob Stainer bei ihm gearbeitet, wofür indessen jeder Beweis fehlt.
43Vinaccia, Antonio I. — Neapel. 1734. 1781
44Er wird als der Stammvater der heute noch blühenden Familie betrachtet, ist aber vielleicht ein Sohn von Nicolo V. und kann als ein Nachahmer von Gagliano gelten. Er machte jedoch nur wenige Streichinstrumente und verlegte sich frühzeitig auf die Herstellung von Mandolinen, worin er es zu hoher Vollkommenheit brachte. Im Museo Spagnuolo in Neapel (Palazzo degli Studi) sind Arbeiten von ihm, die er für Carl III. von Bourbon anfertigte, erhalten, die seine Geschicklichkeit glänzend erweisen. Gennaro und Gaetano waren seine Söhne.
45Geigenzettel: Antonius Vinaccia fecit Neap. / In via Constantii 1734. / (1764 Strada Rua Catalana.) (gedr.).
47Vinaccia, Antonio II. — Neapel. 1763. 1798
48Sohn von Januarius V (Gennaro). Auch er kopierte Gagliano und verwendete schönes Holz und gelbbraunen Lack. Häufiger als seine Geigen kommen seine

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