Scan 541
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1reicheingelegten Mandolinen usw. vor. In seiner letzten Zeit scheint er in die Via Constantii gezogen zu sein. Eine Mandoline von ihm aus Palisander- und Ebenholz usw. besitzt das Nordböhm. Gewerbemuseum in Reichenberg.
3Geigenzettel: Antonius Vinaccia / filius Januarii fecit Neapoli / alla Strada, Rua Catalana 1763 (gedruckt) und Abb. 811.
5Vinaccia, Domenico. — Neapel. 1780
6Gleichfalls nur als Mandolinenmacher bekannt.
8Vinaccia, Gaetano. — Neapel. 1779. 1800
9Sohn von Antonio I V. Er wohnte in der Strada Rua Catalana Nr. 85 wohl mit seinem Bruder zusammen in der väterlichen Werkstatt und ist hauptsächlich Gitarren- und Mandolinenmacher gewesen. Geigen von ihm sind mir nie vorgekommen. Geschickt wie alle Mitglieder seiner Familie.
11Geigenzettel: Gaietanus Vinaccia fecit / napoli 1795. Nella / Rua Catalana (gedruckt). — Gaietanus Vinaccia / Neapoli fecit Strada Rua / Catalana No 85 anno 1779 (gedruckt) und Abb. 802.
13Vinaccia, Gennaro. — Neapel. 1755. 1778
14Sohn von Antonio I V. Von den Mitgliedern der Familie Vinaccia ist er es, der neben schönen Mandolinen, die am häufigsten vorkommen, auch zahlreiche und gute Geigen gemacht hat. Er arbeitete in der Art der Gagliani, hatte ein schönes Modell von mittlerer Größe und dunkelgelben oder braunen Lack. Daß er sich als Geigenmacher betrachtet wissen wollte, geht schon daraus hervor, daß er »sub signo Cremonae« arbeitete. Mandolinen von ihm sind in verschiedenen Sammlungen zu finden, so in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln. Seine Geigen werden jetzt durchwegs recht gut bewertet. Er wohnte, wie sein Bruder, Strada Rua Catalana, wo auch der Vater gewohnt hatte.
16Geigenzettel: Januarius Vinaccia fecit Napoli / sub Signo Cremonae anno Domini 1757 (gedruckt).
18Vinaccia, Giovanni. — Neapel. 1767. 1777
19Sohn von Gennaro und wie dieser hauptsächlich Mandolinen- und Lautenmacher. Auf seinen gedruckten Zetteln, auf denen für die Jahreszahl die Ziffern 176 vorgedruckt sind, erscheint sein Name mit o am Schlusse. Er verwendete diese für die sechziger Jahre des 18. Jahrhunderts bestimmten Zettel auch in den siebzigern Jahren noch lange, wie die im Städtischen Museum in Braunschweig (Nr. 54) aufbewahrte Mandoline beweist, wo über die Zahl 6 die Jahreszahl 77 mit der Hand geschrieben erscheint. Es gibt auch Zettel, auf denen er sich »Vinaccio« oder »Joannes Vinaces« schreibt, so in einer Mandoline von 1773 in der Sammlung Rob. Leibbrand in Berlin und in einer reizend gearbeiteten Pandurina in der Sammlung Fritz Wildhagen in Halensee.
21Geigenzettel: Joannes Vinaccio Filius Januarii fecit / Neapoli alla strada della Rua Catalana / A. D 1777 (gedruckt).
23Vinaccia, Nicolo. — Neapel. 1715 (?)
24Die Jahreszahl auf seinem Zettel, der sich in einer Mandure im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet, ist schwer leserlich. Der Arbeit nach wäre 1715 sehr wahrscheinlich; in diesem Falle dürfte er als der Stammvater der Familie gelten.
26Geigenzettel: Nicolaus Vinaccia fecit / Neapoli in Rua Catalana / 17(15)? 17(75)? (gedruckt).
28Vinaccia, Mariano. — Neapel. 1796
29Sohn von Antonio V. Hauptsächlich Mandolinenmacher. Eine Arbeit von ihm befindet sich im Museum des Konservatoriums in Brüssel (Nr. 250).
31Geigenzettel: Marianus Vinaccia qu. Antonii / fecit anno 1796 in via Costantii no 18 / Neapoli (gedruckt).
33Vinaccia, Pasquale. — Neapel. Geb. 20. Juni 1806, † zwischen 1881 und 1885
34Sohn von Gaetano V. Ein tüchtiger Mandolinenmacher, der besonders als Erfinder der Stahlsaiten, die die früher gebräuchlichen Darm- und Messingsaiten der Mandoline fast ganz verdrängten, bekannt ist. Er galt als der beste, heute noch nicht übertroffene Mandolinenmacher seiner Zeit, besaß viele Medaillen und war Hoflieferant usw. Eine Lyragitarre von ihm besitzt C. Claudius in Kopenhagen.
36Vinaccia, Vincenzo. — Neapel. 1769. 1785 (1800)
37Er bezeichnet sich als Sohn von Gennaro und wohnte Calata de l’Ospedaletto Nr. 20. Seine Geigen sind nach Joseph Guarnerius gemacht. Seine Mandolinen und Gitarren zeichnen sich durch schöne Schildpatt-, Elfenbein- und Perlmuttereinlagen aus.
39Geigenzettel: Vincentius Vinaccio fecit Neapoli, / Sito Nella Calata de Spitaletto A D 1785. (gedruckt). — Vincentius Vinaccia / filius Januarii / fecit Neapoli alla rua Catalana / A. D. 1775 (gedruckt).
41Vinaccia, Fratelli, Gennaro e Achille (fu Pasquale). — Neapel. (Strada S. Maria la Nova 25.)
42Sehr angesehene Mandolinenfabrik, die auch einen regen Handel ins Ausland betreibt, und
44Vinaccia, Giuseppe. — Neapel. (Via Mancinelli 45)
45Mandolinenmacher, sind die jetzigen Vertreter der Familie.
47Vinahlek s. Winahlek
49Vinatte, André. — Lyon. 1568. † 1572
50Er war »faiseur de violes« und wurde als Protestant in der Bartholomäusnacht ermordet. Vgl. Coutagne, Duiffopruugar.
52Vincent. — Mirecourt
53Eine Geigenmacherfamilie, von der Claude V. von 1770—1788, Jean V. schon 1753 und Pierre-Nicolas V. von 1733—1770 genannt werden.
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