Scan 546
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1bein eingelegte Viola da Gamba, die 1872 im S. Kens.-Mus. in London ausgestellt war, und die noch dadurch auffiel, daß auf dem Boden Apollo, Venus, Merkur und Diana abgebildet erschienen.
2Geigenzettel: Martin Voigt in Hamburgo / me fecit Anno 1726 (gedruckt).
4Voigt. — Markneukirchen
5In älterer Zeit wird der Name auch Vogt geschrieben. Dieser Familie entstammen die folgenden Geigenmacher:
7Voigt, Adam I. — 1699. † nach 1730
8Er wurde am 9. August 1699 in die Geigenmacherzunft aufgenommen und dürfte als der Stammvater der heute noch blühenden Familie anzusehen sein.
10Voigt, Adam II. — Geb. um 1708
11Sohn von Adam I V. Er wurde am 6. Februar 1730 als Meister in die Zunft aufgenommen als »Adam Voigt der Jüngere«.
13Voigt, Arnold. — Markneukirchen. Geb. Mai 1864 in Markneukirchen
14Schüler von Heinr. Th. Heberlein, bei dem er sechs Jahre lang blieb. Nach beendetem Militärdienstzeit ging er zu Schünemann nach Hamburg und 1887 mit ihm nach Schwerin. 1888 begab er sich nach London, wo er neue Geigen anfertigte, die in allen Teilen seine eigene Arbeit waren und auch unter seinem Namen durch seinen Bruder (Firma Alban Voigt & Co. in London) in den Handel kamen. 1890 machte er sich dann in Markneukirchen selbständig. Seine Arbeit wird sehr geschätzt; er kopiert mit viel Geschick alle italienischen Meister, mit Vorliebe jedoch Stradivari, und weicht nur in einigen Nebensachen von seinem Vorbild ab. Er verwendet je nach der Zeitdauer seiner Aufträge Öl- oder Spirituslack. Mit dem verdienstvollen Appian-Bennewitz war er in Freundschaft verbunden, und dieser verdankte ihm wertvolle Beihilfe bei seinem Werke über die Geige.
15Geigenzettel: Arnold Voigt / Geigenbauer / Markneukirchen, Sachsen 1905 (gedruckt).
17Voigt, August Albin. — Geb. 10. Dezember 1845, † 22. März 1918 in Markneukirchen
18Voigt, August Ernst. — Geb. 6. Mai 1874
19Voigt, August Moritz. — Geb. 6. März 1868
20Bruder von Louis Gottwalt V. — Er soll eine Zeitlang in Wohlhausen gearbeitet haben.
22Voigt, Carl Hermann. — Wien. Geb. 24. März 1850 in Markneukirchen
23Sohn des Gitarrenmachers Carl Ferdinand V. Bis zu seinem 17. Jahre war er hauptsächlich Bogenmacher, 1867 kam er zu Bausch und 1868 zu Nemessányi, der sein eigentlicher Lehrer im Geigenbau wurde. Später arbeitete er in Budapest auch bei Mönnig und bei Engleder, bis er 1871 bei Gabriel Lemböck in Wien eintrat, bei dem er schon in kurzer Zeit Geschäftsführer wurde. Im Jahre 1876 übernahm er in Wien das Geschäft von Schmidt jun. in der Klostergasse und eröffnete seine eigene Werkstatt. Er brachte es durch besondere Tüchtigkeit bald zu einem immer wachsenden Ansehen. Seine Violinen sind nach Stradivaris sog. »Dolphin« gearbeitet und haben goldroten Öllack. Hervorragendes leistete er in der Wiederherstellung alter Geigen und galt zugleich als ein Kenner ersten Ranges. Er war daher als Reparateur so viel beschäftigt, daß er nur sehr selten dazu kam, neue Geigen zu bauen. Er hat große Reisen gemacht und dabei jede Gelegenheit benutzt, die besten Geigen durch eigene Anschauung kennen zu lernen und zu studieren. Er war u. a. Vorsteher der Wiener Streichinstrumentenmacher-Genossenschaft und hat am 1. Juni 1910 sein Geschäft an Georg Rauer verkauft.
25Voigt, Christian Heinrich. — Geb. 2. Mai 1813, † 22. Oktober 1855
26In seiner Weise war er recht geschickt.
28Voigt, Emil Robert. — Geb. 14. November 1873
29Voigt, Georg Adam. — Geb. 1738, † 15. Januar 1824
30Sohn und Schüler von Simeon V. Ein fleißiger und tüchtiger Geigenmacher, der, nachdem er mehrere Jahre in der Fremde war, am 28. Mai 1760 gleichzeitig mit seinem Bruder Joh. Christian V. Meister wurde. Er erreichte ein Alter von 85 Jahren 10 Monaten und 22 Tagen.
31Geigenzettel: Georg Adam Voigt / Violinmacher in Neukirchen. / 1793 (gedruckt).
33Voigt, Heinrich August. — Geb. 20. Januar 1837, arbeitet noch als Geigenmacher
34Voigt, Johann Adam. — Geb. um 1710. 1740
35Er scheint nicht in Markneukirchen selbst geboren zu sein, wurde dort aber 1730 Meister.
37Voigt, Johann Carl Wilhelm. — Geb. 11. Okt. 1779, † 14. Juni 1857
38Auf seinem Zettel nennt er sich meist nur Johann Wilhelm Voigt.
40Voigt, Johann Christian I. — 1760. 1780.
41Sohn von Simeon V.
42Wurde am 28. Mai 1760 Meister.
44Voigt, Johann Christian II. — Geb. 15. April 1766, † 13. Februar 1846
45Sohn und Schüler von Johann Friedr. V. Er soll mit seinen Geigen viel umhergereist sein und war ein fleißiger Meister, dem übrigens am besten die Violen gelungen sind. Auf seinem Zettel gab er sich für einen Geigenmacher aus Prag aus und verwendete auch eine Brandmarke mit seinen Anfangsbuchstaben und der Jahreszahl, z. B.: I. C. V. / 1796.
46Geigenzettel: I. J. C. V. I. / Aus Prag / 1788 (gedruckt) und Abb. 820.
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- Voigt, Adam I.
- Voigt, Adam II.
- Voigt, Carl Hermann
- Voigt, Johann Christian I.
- Voigt, Johann Christian II.
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