Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 55

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

57 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 51. See the scan on archive.org.

1Bolmon, Johannes. — ? 1683
2Vermutlich zur Familie Pollmann (Pöhlmann) gehörig. Ein Simon Pollmann (s. d.) wurde 1696 Meister in (Mark)neukirchen und war wahrscheinlich aus Böhmen dort eingewandert. Von »Johannes Bolmon« befindet sich eine Gitarrelaute im Konservatorium in Brüssel (Nr. 268).
3Geigenzettel: Johannes Bolmon, / Laute- und Geigermacher / 1683 (gedruckt).
5Bolt. — London
6Ein Dilettant, der einige Gitarren nach Galbuseras Modell gebaut haben soll.
8Boltze. — Elberfeld. 1890
9Ein Hoboist und leidenschaftlicher Geigenliebhaber, der alte Geigen nicht ungeschickt wieder instand zu setzen verstand. Er machte sichtliche Fortschritte und hätte mit der Zeit noch ein ganz guter Geigenmacher werden können, wenn er nicht schon mit 40 Jahren gestorben wäre.
11Bomberghi, Lorenzo. — Florenz. 17. Jahrh.
12Sohn des Giovanni B. Ein florentinischer Violenmacher von wenig Ruf. Einige vermuten, daß er von deutscher Abstammung war und daß sein Vater vielleicht aus Bamberg eingewandert sei. Er soll 1670 noch gelebt haben.
14Bombirio, Domenico. — Villafranca (Piemont). 1720. 1730
15Möglicherweise ein Schüler G. Cappas, unter dessen Einfluß seine Arbeit steht, die im ganzen doch nur als mittelmäßig bezeichnet werden kann.
17Bomé, Thomas de. — Versailles. 1788. 1808
18Ein vornehmer Dilettant, der einige Geigen von ungleichem Wert gebaut hat. Eine solche aus dem Jahre 1790 von recht gewöhnlicher Arbeit besitzt das Pariser Konservatorium (Nr. 24). Besser sind jene Geigen, die er bestimmten Personen widmete. Außer seinem Zettel (von verschiedenem Wortlaut) brachte er auch ein Schildchen mit den Buchstaben T. B. V. an. Seine Zettel spiegeln die Zeit, in der er lebte, charakteristisch wieder: 1788 nennt er sich noch M. de Bomé, Chevalier de St. Louis, 1790 nur noch kurz Thomas Bomé und 1803 läßt er Taufnamen und sogar den Ort weg.
19Geigenzettel: Fait par M. de Bomé / Chier de St. Louis Versailles 1788 / Donné à M. de Macusan (gedruckt). — Thomas Bomé, Versailles 1790 (gedruckt). — Bomé 1803 (gedruckt). Brandmarke: Nr. 73.
21Bomini, Carlo. — Cremona. 1715
22In einer nach Stradivari gebauten Geige fand sich sein Zettel, doch gelang es mir nicht, Urkundliches über ihn zu ermitteln, obwohl er sich als einen Schüler Stradivaris bezeichnet.
23Geigenzettel: Carolus Bomini, Discipulus / Antonij Stradivarij Cremonen- / sis 1715 (gedruckt).
25Bonafon, Nicolas. — Paris. 18. Jahrhundert
26Eine Viola, die dem Aussehen nach dem Anfange des 18. oder Ende des 17. Jahrhunderts angehört haben dürfte, trug den Zettel: Abb. 49.
28Bonardi, Domenico. — Modena. 1728
29Sein Name fand sich auf einem Reparaturzettel.
31Bonazza, Domenico. — Triest. 1880
32Ein Bassist aus Friaul, der gegen 1880 zu Gius. Dollenz kam und von ihm im Geigenbau unterwiesen wurde. Er baute sowohl Geigen als Celli und Bässe und verwendete braunschwarzen Lack. Die Arbeit ist ziemlich gut, der Ton aber unbedeutend.
34Bongars, Simon. — Paris (?) 1655
35Eine sechssaitige Baßviola aus der Sammlung Bricqueville trägt seinen Namen und Datum.
37Bonichi, Francisco. — Cadix
38Nur als Gitarrenmacher bekannt.
40Bonn, J. Edwin. — Brading, Isle of Wight. Geb. 28. März 1851 in Fermoy (Irland)
41Ursprünglich für den ärztlichen Beruf bestimmt studierte er erst Chemie, bevor er sich dem Geigenbau zuwandte, den er dann regelrecht erlernte. Er arbeitet mit Geschick nach Stradivari und nach einem eigenen Modell und wurde auch als Erfinder eines vierfüßigen Steges bekannt. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in der Zeitschrift »The Strad« Nr. 123.
42Geigenzettel: J. Edwin Bonn / Brading, Isle of Wight (gedruckt).
44Bonnel aîné. — Rennes. 1820. 1852
45Besserer Geigenmacher, der auch als Reparateur einen gewissen Namen hatte.
46Geigenzettel: Réparée chez Bonnel, / Luthier. A Rennes (185 .) (gedruckt).
48Bonnel jeune. — Rennes. 1855
49Sohn und Schüler von Bonnel aîné und sowohl im Neubau wie als Reparateur tüchtig. Seine Geigen sind sorgfältig durchgeführt und haben rötlichen Lack. Besonders gut sind seine Gitarren. Die Firma heißt jetzt Bossard & Bonnel.
50Geigenzettel: Réparé chez / Bonnel jeune / Luthier facteur / Musique etc. 1855 / Rennes. (gedruckt).
52Bonnici, Francesco. — Paris. Geb. um 1842 auf Malta
53Seit 1865 Arbeiter bei Gand und Bernardel, der mehrere goldene Medaillen für Mitarbeiter in Brüssel 1897, in Paris 1889 und 1900 erhielt. Seit 1901 verbringt er seinen Lebensabend in Nogent.
55Bono, Gaetano. — Venedig. 18. Jahrhundert
56Einer der weniger bekannten Venezianer, dessen Arbeiten gleichwohl nicht schlecht sind.

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