Scan 552
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
48 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 548. See the scan on archive.org.
1Wackerl, Johann. — Mittenwald. 1759. 1760
2Vielleicht ein Bruder von Ägidius, dem er auch in der Arbeit nahesteht.
4Wackerl, Johann Chrysostomus. — Mittenwald. Geb. 27. Januar 1757. 1797
5Sohn von Ägid. W. In einer »Johann Wackerl« bezeichneten Geige, die sich mehr italienischen Vorbildern nähert als die Arbeiten von Ägidius und Johann W. (s. d.), vermutet man ein Werk dieses sonst nicht näher bekannten Sohnes von Ägidius.
7Wackerl (Wackherle), Joseph. — Mittenwald. 1790
8Seine Geigen kommen öfter vor und sind sauber gearbeitet, ohne hervorragende Eigenschaften zu verraten.
9Geigenzettel: Joseph Wackherle / in Müttenwald. 1790 (geschrieben).
11Wackerl, Mattheus. — Mittenwald. 1856
12Geschickter Geigenbauer, der sauber nach Stradivari arbeitete. Sein rotbrauner Lack erscheint jetzt oft gerissen, ist aber nicht schlecht. Seinen Namen schrieb er im Innern mit Bleistift an die Decke.
14Wackerl, Thomas. — Mittenwald. Geb. 13. Dezember 1758. 1780
15Sohn von Ägidius W. Auch über diesen Geigenmacher ist nichts Sichereres bekannt. In einer mittelmäßigen Geige von 1780 mit schwer leserlichem Zettel liest man Th. Wackerl, — wenn es nicht Joh. Wackerl heißen soll.
17Wackher, Wolf, ein Wiener Lautenmacher, der 1577 das Bürgerrecht erwarb
19Wäckerle, Lorenz. — Mittenwald. 1803
20Vielleicht gehört er zur Familie Wackerl, obwohl er seinen Namen deutlich Wäckerle schreibt. Seine Geigen sind sauber gemacht, aber schlecht lackiert.
21Geigenzettel: Lorenz Wäckerle in / Mittenwalt ä 1803 (geschrieben).
23Wade, Joseph. — Leeds. 1884. 1900
24Seine Geigen gelten als gute Orchesterinstrumente.
26Waemsley s. Wamsley
28Wagener, Fritz. — Bielitz (Ö.-Schl.). Geb. in Hessen-Kassel am 12. Januar 1867
29Schüler von Heinr. Reinhold und Friedr. Sütterlin. Als Gehilfe arbeitete er in Magdeburg, Würzburg, Linz a. D. und Wien und ließ sich 1891 in Bielitz nieder. Er macht neue Geigen nach Stradivari und verwendet Spirituslack. Eigentümlich ist ihm eine besondere Bearbeitung des Baßbalkens.
30Geigenzettel: Fritz Wagener, / Geigenmacher & Reparateur in Bielitz / Anno 189 (gedruckt).
32Wagner, Benedict. — Dürrwang, Ellwangen. 1720. 1796
33Ein tüchtiger Meister, der anfangs in Dürrwang bei Dinkelsbühl ansässig war und dann im Dienste des gefürsteten Propstes von Ellwangen stand. Leider enthalten die Ellwanger Kirchenbücher keinerlei Nachricht über ihn¹). Er soll 1720 geboren sein und muß 1796 noch gelebt haben, da eine Häuser-Numerierungsliste aus diesem Jahre, die der Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen kürzlich erworben hat, den Eintrag enthält: Nr. 199 (zwischen dem Adelmannschen Palast und dem Wirtshaus zur Kanne) Benedikt Wagner, Geigenmacher. Seine Geigen haben meist hohe Wölbung und sind groß, doch scheint er auch italienische Vorbilder gekannt zu haben, nach denen er flache und zierlich durchgeführte Instrumente machte. Sein Lack ist gelbbraun, dunkelbraun oder rot, der Ton, namentlich bei den flachgewölbten Geigen, hell und glänzend. Außer seinem Zettel verwendete er auch Brandmarken: den Namen »Wagner« brannte er auf dem Boden nächst der Halsplatte ein, auf den Zargen unter dem Saitenhalterknopf die Ortsbezeichnung »Ellwang«. Man unterscheidet bei ihm drei verschiedene Modelle; zwei davon beschreibt Piegendorfer in seiner trefflichen kleinen Schrift über die schwäbischen Geigenmacher, das dritte hat flache Wölbung und einen längeren Korpus (ähnlich wie Buchstädtler). Die Schnecke ist oft derbkräftig, aber immer originell. Arbeiten von ihm aus den Jahren 1764 und 1775 sowie eine Violine mit dem Zettel: Benedict Wagner Geigen- und / Lautenmacher in Dirrwang 1751 besitzt die Stiftskirche in Ellwangen, eine Geige von ihm von 1731 das Benediktinerstift Metten in Bayern. one of two readings
34Ein tüchtiger Meister, der anfangs in Dürrwang bei Dinkelsbühl ansässig war und dann im Dienste des gefürsteten Propstes von Ellwangen stand. Leider enthalten die Ellwanger Kirchenbücher keinerlei Nachricht über ihn¹). Er soll 1720 geboren sein und muß 1796 noch gelebt haben, da eine Häuser-Numerierungsliste aus diesem Jahre, die der Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen kürzlich erworben hat, den Eintrag enthält: Nr. 199 (zwischen dem Adelmannschen Palast und dem Wirtshaus zur Kanne) Benedikt Wagner, Geigenmacher. Seine Geigen haben meist hohe Wölbung und sind groß, doch scheint er auch italienische Vorbilder gekannt zu haben, nach denen er flache und zierlich durchgeführte Instrumente machte. Sein Lack ist gelbbraun, dunkelbraun oder rot, der Ton, namentlich bei den flachgewölbten Geigen, hell und glänzend. Außer seinem Zettel verwendete er auch Brandmarken: den Namen »Wagner« brannte er auf dem Boden nächst der Halsplatte ein, auf den Zargen unter dem Saitenhalterknopf die Ortsbezeichnung »Ellwang«. Man unterscheidet bei ihm drei verschiedene Modelle; zwei davon beschreibt Piegendorfer in seiner trefflichen kleinen Schrift über die schwäbischen Geigenmacher, das dritte hat flache Wölbung und einen längeren Korpus (ähnlich wie Buchstädters). Die Schnecke ist oft derbkräftig, aber immer originell. Arbeiten von ihm aus den Jahren 1764 und 1775 sowie eine Violine mit dem Zettel: Benedict Wagner Geigen- und / Lautenmacher in Dirrwang 1751 besitzt die Stiftskirche in Ellwangen, eine Geige von ihm von 1731 das Benediktinerstift Metten in Bayern. one of two readings
35Geigenzettel: Benedict Wagner, Hochfürstlicher / Hof Lauten und Geigenmacher / in Ellwangen Anno 1768 (gedruckt).
37Wagner, Christian. — Borstendorf. Geb. 1690, † 11. Februar 1771
38Schüler von Hans Vogel. Er soll ein vielbeschäftigter, geschätzter Meister gewesen sein.
40Wagner, Christian Salomon. — Medingen²). 1786. 1800
41Arbeiten von ihm kommen recht häufig vor; er machte alle Arten von Musikinstrumenten, doch war etwas Näheres über ihn nicht zu erfahren.
43Wagner (Wangen?), Dominik Caspar. — Chioggia. 1725
44Auf dem allein erhaltenen Boden einer Geige von eigenartigen Umrissen fand sich ein stark verblaßter Zettel. Der Name konnte auch Wangen gelesen werden, hieß aber vielleicht noch ganz anders.
46¹) Da Dürrwang erst seit 1833—1834 Pfarrei ist, waren auch dort die Nachforschungen vergeblich.
47²) Es gibt ein Alt- und ein Kloster Medingen im Lüneburgischen.
Makers on this page
- Wackerl, Johann
- Wackerl, Joseph
- Wackerl, Mattheus
- Wäckerle, Lorenz
- Wade, Joseph
- Wagner, Christian
- Wagner, Dominik Caspar
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.