Scan 557
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1durchweg stark im Holze und dabei doch von schönem Ton. Auch seine Gitarren waren gut. Sein Erbe war Ignaz Sandner. Auf seinem Zettel ist eine Fledermaus abgebildet. Auf seinem Reparaturzettel liest man statt »me fecit« — »me reparavit«.
2Geigenzettel: Michael Weber / me fecit Pragae 1843 (gedruckt).
4Weemann, O., hat seit etwa 1884 ein Geigengeschäft in Boston
6Weel, Cornelis. — Utrecht. Geb. um 1809 in Hensbroek (Nordholland), † 13. Dez. 1871
7Geigen, die er selbst gemacht hat, kommen selten vor. Einige Reparaturen, die ich von ihm kennen lernte, legen für seine Geschicklichkeit kein besonders gutes Zeugnis ab. Eine Geige von ihm besitzt Frl. Nordwyn in ’s Gravenhage.
8Geigenzettel: Cornelis Weel / Utrecht 1853 (gedruckt).
10Wegner, Friedrich. — Wels. 1589
11Im Handwerkerbuch für 1545—1660 (im Welser Stadtarchiv) findet sich: »Friedrich Wegner, Instrumentenmacher aus Saalfelden in Sachsen« am 17. November 1589 »zum Handwerk angemeldet«.
13Wehn, C. — Göttingen. Geb. 1793 in Köln
14Bei wem und wo er gelernt hat, ist unbekannt; wahrscheinlich war er als Geselle zu A. L. Breiling nach Göttingen gekommen, wo er am 12. Juni 1829 das Bürgerrecht erwarb. Gitarren und Lauten verstand er zu machen, Geigen besserte er aus; ob er sich auch selbst als Geigenmacher versucht hat, ließ sich nicht feststellen.
15Geigenzettel: C. Wehn / in / Göttingen. / Verfertigt alle Arten geschmackvoller / Guitarren nach der neuen Angabe / des Luigi Legnani (gedruckt).
17Wehrle s. Wörle
18Weibeler s. Weinbiller
19Weichold, August. — Dresden. Geb. 1800, † 1862
20Obwohl er kein gelernter Geigenmacher war, beschäftigte er sich viel mit Wiederherstellungen alter Geigen und begründete 1834 ein Geschäft, das sein Sohn später zu Ansehen brachte.
22Weichold, Richard. — Hamburg, Dresden. Geb. 1823, † 8. Januar 1902
23Sohn von August W. Schüler von Pfretzschner in Markneukirchen. Nach einigen Wanderjahren machte er sich in Hamburg selbständig, zog aber nach Jahresfrist von dort wieder fort, ging nach Dresden zurück und verheiratete sich mit Christiane Engst aus Dahlen. Er fand bald einen weiten Kundenkreis, wurde Lieferant des Hoftheaters, der katholischen Kirche usw. und bekam den Hoftitel. Er verfertigte alle Arten von Geigen, ferner Gitarren und Zithern und war ein gewiefter Kenner. 1860 erfand er ein neues Verfahren, um quintenreine Saiten herzustellen, und machte auch recht gute Bogen. Weniger Erfolg hatte er mit seinen Versuchen, das Geigenholz künstlich alt zu machen. (Vgl. seinen Aufsatz in De Wits Zeitschr. 1894, Nr. 33: »Ein neues Präparationsverfahren zum Altmachen von Tonhölzern«.) Wegen zunehmender Schwerhörigkeit verkaufte er 1881 sein Geschäft an Liebold Meyer, arbeitete aber noch fort und stellte viele Versuche an; auch mit der Lackfrage beschäftigte er sich (vgl. »Zur Geigenlackfrage«, De Wits Zeitschr. 1894. Nr. 7). Anfangs der neunziger Jahre zog er sich dann ganz in das Privatleben zurück. Seine Ehe war kinderlos geblieben, das Geschäft besteht jedoch noch fort und ist auf August Paulus übergegangen, der seit 1902 Hoflieferant ist. S. Paulus, Aug.
25Weichert. — Halle a. S. Um 1800
26Er wird bei Hart als Geigenmacher erwähnt. Nach anderen soll er der »Erfinder« des Verfahrens, Geigen mit einer Mischung von in Terpentin aufgelöstem Kolophonium zu tränken, sein. Dadurch sollten die »verschwundenen Harzteile« im Holz ersetzt werden!— In Halle a. S. konnte ich diesen Weichert urkundlich nicht nachweisen. Vielleicht ist Hall oder Hallein sein Wohnort und sein Name Weigert gewesen?
28Weidemann, Richard. — Wiesbaden. 1887. 1904
29Ein früherer Gehilfe Sütterlins, der 1887 sein Geschäft begründete und seine Geigen nach Stradivari und Guarneri macht. Er arbeitet sehr schön, verwendet ausgezeichnetes Holz und einen vorzüglichen, durchsichtigen Öllack, dem er verschiedene Färbungen zu geben vermag. Für die Güte seiner Arbeit spricht, daß seine Geigen auch in England gern gekauft werden. Im Jahre 1916 hat er ein neues Modell mit neuen Schalllöchern nach eigenen Berechnungen entworfen; die danach gebauten Geigen werden als besonders klangschön und leicht ansprechend gerühmt.
31Weidinger, J. A. — Nürnberg. 1885. 1904
32Handelsfirma, die eine Werkstatt unterhält, die seinerzeit von Richard Heberlein eingerichtet wurde. Der Sohn des Inhabers soll jetzt das Geigenmachen regelrecht erlernt haben.
34Weidlich, Anton, lebte im 19. Jahrhundert in Aussig (Böhmen)
36Weidlich, Friedrich August. — Brunndöbra. Geb. um 1820
37Im Jahre 1847 wurde er Geigenmachermeister und hat in einem langen, arbeitsreichen Leben ziemlich viele Geigen gemacht. 1897 konnte er seine goldene Hochzeit feiern.
39Weidlich, Oswald. — Budapest. Geb. 1863 in Markneukirchen
40Sohn eines Blechinstrumentenmachers, Schüler von Heinrich Gläsel. Nachdem er bei Otto in Düsseldorf gearbeitet hatte, siedelte er um 1886 nach Budapest
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- Weemann, O.
- Weel, Cornelis
- Wegner, Friedrich
- Wehn, C.
- Weichold, August
- Weichold, Richard
- Weidemann, Richard
- Weidinger, J. A.
- Weidlich, Oswald
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