Scan 56
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
56 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 52. See the scan on archive.org.
1Bonoris, Cesare. — Mantua. 1568
2Wahrscheinlich aus Dardellis Schule hervorgegangen. Seine Violen sind gut gearbeitet. Eine Viola da Gamba von ihm besitzt Valdrighi.
4Bontemps, Nicolas. — Lyon. 1507. 1517
5Als »faiseur d'instruments« oder »de manicordions« bezeichnet. Er wohnte im Quartier du port du temple. Vgl. Coutagne, Duiffopruugar. — Ein Dominique Bontemps kam noch 1773 bis 1776 in Mirecourt als Bogenmacher vor.
7Bonvicini, Filippo. — Spilamberto (?). 1790. 1796
8Er wird von Valdrighi zwar erwähnt (408), doch ist sein Name in Spilamberto gänzlich unbekannt.
10Böpel s. Pöpel
12Boom (Boon), Pierre. — Brüssel. 1758. 1779
13Ein Genosse von Gilles Michiels bei der Hofkapelle, »Bourgeois et habitant de Bruxelles«, wie er sich selbst nennt; er war ein geschickter Lautenmacher, von dem es auch einige gute Violinen gibt. Ch. Bossellet (in Belgien) besitzt ein Alto aus dem Jahre 1778, und bei Cl. Snoeck befand sich eine Violine aus dem Jahre 1779 von ihm.
14Geigenzettel: P. Boom me fecit. Bruxelles 1778 (gedr.).
16Booth, Joseph. — Manchester. 1889
17Seine Geigen sind zwar ohne Eigenart, aber gut gearbeitet und klingen nicht schlecht.
19Booth, William (I). — Leeds. Geb. um 1779, † gegen 1858
20Ursprünglich Friseur, verlegte er sich seit 1809 auf den Geigenbau und erlangte als Reparateur eine anerkennenswerte Geschicklichkeit.
21Geigenzettel: Wm. Booth, maker, Leeds 1828 (gedr.).
23Booth, William (II). — Leeds. Geb. 1816, † 1. Mai 1856
24Sohn von Will. B. I, aber nicht dessen Schüler. Er machte sich bereits mit 22 Jahren selbständig und berechtigte zu großen Hoffnungen, starb aber, bevor er zur vollen Entwicklung gekommen war. In Burnley (Lancashire) lebte noch am Ende des 19. Jahrhunderts ein Booth als Geigenmacher.
26Boquay, Jacques. — Paris. Geb. zu Lyon, lebte von 1700 bis nach 1736 in Paris
27Vermutlich ein Mitschüler von Pierray, dem er in seiner Arbeit zwar nicht gleichkommt, aber ähnlich ist. Er gehört zu den besseren französischen Geigenmachern, und einzelne seiner Nachahmungen Hier. Amatis (kleines Modell) sind ihm recht gut gelungen, nur stellt er die F-Löcher manchmal etwas zu schräge. Sein fast stets rotbrauner, nur manchmal ins Gelbliche spielender Öllack ist sehr durchsichtig und verdient alles Lob. Der Ton seiner Geigen ist etwas dick, aber kräftig. Während er (nach seinen Zetteln) im Jahre 1718 noch in der Rue de la Juiverie wohnte, gibt er 1719 bereits die Rue d’Argenteuil als seine Adresse an. Instrumente von ihm finden sich in verschiedenen Sammlungen, so in Paris eine Violine und ein Violoncell. Geigenzettel: Abb. 29 und 87.
29Borbon (Bourbon), Gaspar. — Brüssel. 1673. 1702
30Er wird in der Liste der Hofkapelle von 1673 bereits als »réparateur des instruments« aufgeführt und war wahrscheinlich ein Sohn Peter Borbons. Seit 1701 schreibt er seinen Namen auch Bourbon. Seine Arbeit erinnert ein wenig an den Stil Gasparo da Salòs; die F-Löcher sind weit geöffnet, im übrigen verraten sie eine geschickte Hand; auch der gelbe, hellbraune oder rote Lack ist nicht gerade schlecht. Eine Violine von ihm vom Jahre 1691 besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln.
31Geigenzettel: Gaspar Bourbon 1702 (gedruckt) und Abb. 92.
33Borbon, Peeter. — Brüssel. 1636. 1641
34Er war Hoflautenmacher, in seiner Art ein sehr geschickter Meister. Vgl. v. d. Straeten, B. V. 137. Eine sechssaitige Baßviola aus der Sammlung Snoeck befindet sich in Berlin.
35Geigenzettel: Peeter Borbon tot Brussel (gedruckt).
37Borelli, Andrea. — Parma. 1720. 1746
38Tüchtiger Nachahmer von L. Guadagnini. Großes Modell, gelber, gelbbrauner oder brauner schöner Lack und guter Ton zeichnen seine Arbeit aus, so daß seine Violinen bereits vor dem Kriege den Preis von 1000 M., seine Violoncelli von 1500 M. erreichten. Eine Violine mit seinem Zettel und der Jahreszahl 1736 wurde am 2. Mai 1917 bei Lepke in Berlin versteigert.
39Geigenzettel: Abb. 80.
41Borelli, Antonio Cesare. — Parma? 1792
42Vielleicht ein Sohn Andreas. Sein Modell ist groß, der Lack von bernsteingelber Farbe, die Arbeit jedoch ziemlich sorglos durchgeführt.
44Borgia, Antonio. — Mailand. 1769
45Seine Arbeit erinnert an Testore, hinter dem er freilich noch wesentlich zurückbleibt.
46Geigenzettel: Antonius Borgia me fecit / In Milano, anno 1769 (gedruckt).
48Boriero, Alfonso. — Malo (Vicenza). 19. Jahrh.
49Er macht Geigen und Violen nach alten Vorbildern, ohne Großes zu leisten. Auch in Schio lebte gleichzeitig (noch 1891) ein Geigenmacher Boriero.
51Borio, Francesco Antonio. — Asti und Cuneo (Coni). 1737
52Einige mittelmäßige Geigen tragen seinen Namen; auch Valdrighi (4045) erwähnt ihn.
54Borlon (Burlon, Porlon), Aet (Artus oder Arnold). — Antwerpen. 1579
55Er wurde 1579 als Zithermacher (cyetermaker) in die Gilde aufgenommen.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.