Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 561

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

29 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 557. See the scan on archive.org.

1Whitcomb, W. B., lebt in Milwaukee
3Whitelaw, James. — Glasgow. Geb. um 1850 in Johnstone
4Zwar kein Geigenmacher, aber der Hersteller eines sehr guten, in England viel angewendeten Geigenlacks.
6Whiteside, Henry. — Liverpool. 1749. 1824
7Seine Geigen sind nach Stradivari gebaut, nur die F-Löcher schnitt er nach Stainer.
9Whitmarsh, E. — London. 1885. 1910
10Geigenmacher und -händler der Gegenwart, der schon 1885 für seine Geigen und Bratschen eine Bronzemedaille erhielt. Die Firma heißt jetzt E. Whitmarsh & Son.
12Wichy (Wicky), Joseph. — Bern. 18. Jahrhundert
13Eine Zither mit zwei einzelnen und vier doppelten Stahlsaiten von ihm befindet sich im Musikhistorischen Museum in Stockholm.
15Wickström, Daniel. — Stockholm. Geb. um 1753, † 8. März 1821
16Er trat im Jahre 1771 bei dem Tischlermeister Nectergahl in die Lehre und kam zwei Jahre später als Lehrling zu Erik Sandberg und arbeitete später als Geselle bei Johan II Öhberg, bis er um 1780 selbständig wurde. Das Bürgerrecht erlangte er 1789. In zweiter Ehe war er mit Johanna Elisabeth Wahlbrecht († 1820) verheiratet. Im Musikhistorischen Museum in Stockholm befindet sich als Geschenk von Generalkonsul Carl Claudius in Kopenhagen ein Violoncell von ihm aus dem Jahre 1782, ferner eine Viola von 1805. Andere Arbeiten von ihm besitzen Lektor D. Fryklund in Sundsvall, Albin Gneis und V. Berg in Stockholm, Direktor B. O. Ekman in Gothenburg usw. usw.
17Geigenzettel: Förfärdigad af D. Wickström / Instrumentmakare i Stockholm 1799 (gedruckt).
19Widemann, Johann. — Wien. 1804
20Es gibt einige größere Gitarren mit seinem Namen, die er jedoch nicht selbst gemacht haben soll. Er war »bürgerlicher Tischlermeister und Harfenmacher«, wohnte in der Leopoldstadt, Haupt- oder Taborstraße Nr. 296, und machte Harfen »mit den von Wolfenau erfundenen Verbesserungen«.
22Widhalm, Gallus Ignatius. — Nürnberg. Geb. 19. März 1752, † 29. September 1822
23Zweiter Sohn und Schüler von Leopold W. Nach dem im Jahre 1781 erfolgten Tode seiner Mutter scheint er gemeinsam mit seinem Bruder M. Leopold W. die väterliche Werkstatt übernommen zu haben. Dafür spricht, daß er in diesem Jahre am 24. Oktober den zur Geschäftsübernahme notwendig gewordenen Bürger- schutz erwarb. Vorher soll er auf der Wanderschaft bis nach Italien gekommen sein. Er war zweimal verheiratet. Von seiner ersten Frau (geb. 1764?) sind nur die Vornamen Maria Anna bekannt. Sie starb am 18. Mai 1804. Seine zweite Frau Maria Theresia, geb. Meier, soll aus Erlangen gewesen sein. Er besaß ein Haus in der Vorstadt Gostenhof Nr. 16 (jetzt Hauptstraße Nr. 1), das er bewohnte, sowie ein Haus in Würzburg (im IV. Distrikt Nr. 70) mit großem Weinkeller, das dem Kloster St. Stephan zins- und lehenspflichtig war. Er hatte neun Kinder und starb als wohlhabender, hochangesehener Mann, der verschiedene Ehrenämter bekleidete, Stiftungspfleger usw. war. Seine Sterbeurkunde lautet: »Auf Grund pfarramtlicher Sterbematrikel vom Jahre 1822 pag. 290 wird hiermit bezeugt, daß Widhalm, Gallus Ignaz, Stiftungspfleger und Lauten- und Geigenmacher, wohnhaft in Gostenhof, am 29. Sept. 1822 »am Schleimschlag« in einem Alter von 69 1/2 (1) Jahren gestorben und am 2. Oct. desselben Jahres auf dem St. Rochus-Friedhofe durch Herrn Stadtpfarrer Ulrich Kügel nach katholischem Ritus beerdigt worden ist.« Der Erbteilungsplan vom 5. November 1825, in dem seine Instrumente mit Nummern angegeben sind, ist noch vorhanden; auch sein Grab ist noch erhalten, der Grabstein stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehörte ursprünglich dem Weißbierbrauer Ammon und seiner Frau. — Ign. Gallus W. soll namentlich mit Amsterdam in reger Geschäftsverbindung gestanden haben. Sein Sohn Leopold schreibt: »Die Instrumente meines Vaters waren weit und breit berühmt und deshalb viel begehrt. Sie wurden nach aller Herren Länder verschickt, z. B. nach Frankreich, Rußland, England, Spanien und Amerika.« Auffällig ist nur, daß weder mir, noch anderen Geigenforschern je eine Geige mit dem Namen Gallus Ignatius W. vorgekommen ist. Er scheint also auch nach dem Tode seines Bruders die alte, berühmt gewordene Firma Leopold W. beibehalten zu haben, um sie seinem Sohne J. M. Leopold W. zu vererben. Ihm können daher nur die Geigen mit dem Namen »Leopold W.« und Jahreszahlen von 1806—1822 mit einiger Sicherheit zugeschrieben werden, eine seiner letzten Arbeiten dürfte ein meisterhaft ausgeführtes, an Guadagnini erinnerndes Violoncello mit schönem roten Lack von 1822 gewesen sein, das Gustav Siefert besaß. Er hat das Stainermodell aufgegeben, seine F-Löcher ähneln denen Stradivaris, nur seine Schnecken und Löwenköpfe (meist aus Birnbaumholz) sind noch ganz im Stile seines Vaters gehalten, der Lack ist der gleiche wie bei seinem Bruder. Von ihm ist jedenfalls auch die Violine vom Jahre 1807, die das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg besitzt.
25Widhalm, Johann Martin Leopold. — Nürnberg. Geb. 20. Oktober 1799 in Nürnberg, † nach 1825
26Sohn erster Ehe und Schüler von Gallus Ign. W. und dessen Nachfolger. Er übernahm 23 Jahre alt die väterliche Werkstatt und wurde am 15. Mai 1823 Schutzbürger. Im Jahre 1825 heiratete er die 1793 geborene Aloysia Wagner aus Wildeneppenried. Die Ehe scheint kinderlos geblieben zu sein, auch ließ sich sein Todesjahr bisher nicht ermitteln, doch scheint er schon in jungen Jahren gestorben zu sein.
281) Genauer: 69 Jahre 6 Monate und 9 Tage — er starb vorm. 11 Uhr.

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