Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 560

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

55 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 556. See the scan on archive.org.

1Werner, Franz. — Wien. 1813. 1825
2Ein Schüler von Geißenhof, der in der Stadt Nr. 869 seine Werkstatt hatte und am 8. Juli 1813 den Bürgereid ablegte. Seinem Lehrmeister, den er nachahmte, steht er nach, ist aber nicht ungeschickt gewesen. Seine Geigen sind sauber nach Stradivari gebaut, aber etwas massiger als die von Geißenhof, während die Decken etwas zu dünn gehalten sind. Sein Lack ist braungelb und von schönem Feuer, der Ton gut, weshalb Arbeiten von ihm gut bewertet werden.
4Werner, Franz Emanuel. — Wien. 1909. Geb. in Schönbach, † das. 29. Juni 1910
5Nachdem er viele Jahre bei dem Instrumentenhändler Richter in Wien als Gehilfe tätig war, machte er sich im Jahre 1909 selbständig und arbeitete nach Stradivari. Seine Violinen sind sorgfältig durchgeführt und gleichmäßig rotgelb lackiert. (Mit Franz Werner war er nicht verwandt.)
7Werner, Josef. — Brünn. Geb. 29. September 1869 zu Schönbach
8Er lernte in seinem Heimatort bei Vincenz Lutz, kam während seiner Gehilfenjahre zu Lidl nach Brünn und machte sich 1910 selbständig. Er arbeitet sauber nach Guarneri und verwendet einen tiefroten Lack.
9Geigenzettel: Josef Werner / Spezialist für Geigenbau / Brünn, Elisabethstraße 7 (gedruckt).
11Werner. — Schönbach b. E.
12Eine egerländische Geigenmacherfamilie. Ihr gehören an:
13Werner, Emanuel, arbeitet in Steingrub
14Werner, Franz Josef, lebt noch
15Werner, Ignaz, war auch in Absroth tätig
16Werner, Karl, wird unter den Innungsmeistern von 1826 schon aufgeführt
17Werner, Johann, von 1858—1890
18Werner, Josef I, war schon 1826 in der Innung
19Werner, Josef II, arbeitete um 1895 in Leibitschgrund
20Werrot, Henry. — Markneukirchen. 1920
21Er bestand im Sommer 1920 die Meisterprüfung.
23Westerhoff, August Heinrich. — Hamburg. 1842
24Ein geschickter Meister, der mitunter ganz vorzügliche Geigen nach Stradivari baute.
25Geigenzettel: In formam Stradivarii / Aug. Heinrich Westerhoff / Fecit Hamburg Anno 1842 (gedruckt).
27Westerholm. — Sundsvall, Vesternorrlandslän (Schweden). 1897
28Von Beruf Schuhmacher, beschäftigt er sich in seinen Mußbestunden mit der Geigenmacherei und hat 1897 in Stockholm einige Violen ausgestellt.
30Weston, Arthur T. — Minneapolis. Geb. 16. Dezember 1858 in Lake City (Minnesota)
31Erst im Jahre 1892 verlegte er sich ausschließlich auf das Geigenmachen und brachte es seitdem zu einer gewissen Geschicklichkeit. Er bevorzugt das Modell von Guarneri del Gesù, ohne es sklavisch zu kopieren. Geigenzettel: A. T. Weston, / Maker, / Minneapolis, Minn. / Nr. . . . . A. D. . . . . (gedruckt).
33Wettengel, Georg Victor Alexander. — Markneukirchen. Geb. 28. Mai 1855
34Geigenmacher, Sohn von G. V. E. W. und Mitbesitzer der väterlichen Fabrik.
36Wettengel, Georg Victor Emanuel. — Markneukirchen. Geb. 1838, † 18. November 1898 im Alter von 60 Jahren 8 Monaten 14 Tagen
37Sohn von G. A. Wettengel. Er war gelernter Tischler und Mandolinenmacher und beschäftigte sich wie sein Vater mit theoretischen Studien. Er war Lehrer an der Fachschule für Instrumentenmacher in Markneukirchen und veröffentlichte u. a. in dem Berichte der Fachschule 1883 eine 100teilige Konstruktion des Geigenkörpers1). Er begründete 1854 eine von den Söhnen fortgeführte Fabrik, deren Hauptzeugnisse Gitarren und Mandolinen sind.
39Wettengel, Gustav Adolf. — (Mark)Neukirchen. 1820. 1830
40Von Hause aus war er Geigenmacher und hatte eine gute Schulbildung genossen, die ihn befähigte, ein umfassendes Lehrbuch für Geigenmacher herauszugeben, das lange als das beste in seiner Art gelten durfte und heute noch Wert hat. Er verlegte sich jedoch schon frühzeitig ausschließlich auf das Bogenmachen und soll auch eine Saitenfabrik besessen haben.
42Wetterhan. — Erfurt. Um 1850
43Nur als Reparateur bekannt.
45Wey, N. — Besançon. 19. Jahrhundert
46Ein Dilettant, der einige Geigen gemacht hat.
48Weynmann (Weymann, Weyemann), Cornelis. — Amsterdam. 1682
49Obwohl er unter den holländischen Geigenmachern einen gewissen Ruf hat und oft genannt wird, war es mir nicht möglich, sichere Arbeiten von ihm kennenzulernen oder nachzuweisen.
51Whitaker (Whittaker). — London. 1811. 1829
52Eine Zeitlang war er mit Button verbunden; die Firma hieß damals Button & Whittaker. Beide scheinen hauptsächlich Händler gewesen zu sein, die andere für sich arbeiten ließen. Die Violinen und Violoncelli, die Whitakers Namen tragen, sind trotzdem nur mittelmäßig. Die Einlage fehlt gewöhnlich, der Lack ist von rotbrauner Farbe.
541) Auch H. Fischer, Professor am Polyt. in Dresden, gab eine 100teilige Konstruktion heraus.

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