Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 564

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

46 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 560. See the scan on archive.org.

1Dilettant verschiedene Instrumente und allerlei Erfindungen gemacht hat, so einen Dämpfer, der mit dem Kinn regiert wurde, eine Geige, deren Boden aus Pergament hergestellt war, ein sehr kleines, zusammenlegbares Cello; auch die sog. Nagelgeige und die sog. Stockgeige (verlängerte Pochette) usw. usw. hat er erfunden.
3Wildmann, L. P. (oder L. T.), betreibt ein Geigen- und Klaviergeschäft in Danbury (Conn. Am.)
5Wilfer, Albin. — Leipzig. Geb. 15. Januar 1870 in Bad Elster
6Schüler von Friedrich Weller in Markneukirchen. Er arbeitete als Gehilfe bei Carl Wilh. Weller, Hans Jäger und Wilh. Ficker, dann bei Liebich in Breslau und A. Hermer in Leipzig, bis er 1891 in Markneukirchen sein eigenes Geschäft gründete. Im Oktober 1897 übernahm er die erste Meisterstelle bei Jul. Heinr. Zimmermann in Moskau, kehrte aber nach einem Jahre wieder zurück, da er sich in Rußland nicht behaglich fühlte, und ließ sich in Leipzig nieder, wo er am 1. Oktober 1898 sein Geschäft eröffnete. Er macht seine Streichinstrumente sowohl nach italienischem als nach eigenem Modell und verwendet Spiritus- und Öllack. Vater, Großvater und Urgroßvater stammten aus Nordböhmen und waren gelernte Geigenmacher, übten aber die Kunst nicht aus. Außer seinem Zettel verwendet er auch einen Brandstempel: * A. * W. * Er hat auch einen neuen Saitenmesser erfunden.
7Geigenzettel: Albin Wilfer / Geigenbauer in Leipzig / 1899 (gedruckt) und Abb. 839.
9Wilfer. — Schönbach b. E.
10Eine nordböhmische Geigenmacherfamilie; zu ihr gehören:
11Wilfer, Johann, arbeitet noch
12Wilfer, Joseph. — Absroth
13Erhielt für seine Geigenbogen auf der Teplitzer Ausstellung eine goldene Medaille.
15Wilfer, Joseph Carl. — Geb. 5. Oktober 1855 in Absroth, arbeitet jetzt in Markneukirchen
16Wilfer, Karl I, war recht geschickt und 1826 schon Meister
17Wilfer, Karl II, lebt noch
18Wilfer, Vitus, arbeitete um 1865 in Theusing
19Wilfer, Wenzel (Wenzl), war 1826 Mitglied der Geigenmacherinnung
20Wilkinson. — Dublin. 1820
21Teilhaber der Firma Perry and Wilkinson. In Leeds hat noch 1890 ein S. B. Wilkinson Geigen gemacht.
23Will, Josef. — Eckweißbach (unweit von Gersfeld). 1809. 1825
24Ein handwerksmäßig arbeitender, aber nicht unge-
26schickter Geigenmacher aus der Röhn, von dem Carl Stoeber in Würzburg eine flachgewölbte Viola besitzt.
27Geigenzettel: Josef Will Geigenmacher / Lechweißbach 1825 (geschrieben).
29Will, Leopold. — Genf. 1880
30Es steht nur fest, daß er mit Geigen gehandelt hat; ob er selbst Geigenmacher war, wie behauptet wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
32Willems, Hendrick I. — Gent. 1651. 1698
33Vielbeschäftigter Geigen- und Lautenmacher des 17. Jahrhunderts. Sein Modell erinnert ebenso an Stainer wie an die Brescianer Schule: hohe Wölbung, scharf hervortretende Ecken, steife und steile F-Löcher. Die Arbeit ist sehr sauber, das Holz der Decke immer sehr gut; nur zum Boden, der bei den Violen häufig flach ist, nimmt er das Holz ohne Wahl, bald Ahorn, bald Buche, Linde oder Nußbaum. Der Lack ist gewöhnlich zu spröde. Am Wirbelkasten bringt er gerne Löwen- oder Frauenköpfchen an. Arbeiten von ihm sind in der Kathedrale von Gent. Aus der Sammlung Snoeck ist eine fünfkantige Pochette von 1679 nach Berlin gekommen.
34Geigenzettel: Hendrick Willems Tot Ghendt 1679 (gedruckt).
36Willems, Hendrick (Heyndrick) II. — Gent. 1717. 1743
37Wahrscheinlich Sohn oder Neffe von Hendrick I W., von ihm sind verschiedene sorgfältig gemachte Geigen und Violoncelli bekannt. Er folgt mehr dem Amati-modell. Ein J. B. Willems — wohl der Sohn Hendricks —, der noch 1760 vorkommt und wahrscheinlich Musiker, vielleicht auch Blasinstrumentenmacher war, heiratete eine Rottenbourg. Es soll allerdings auch Geigen von ihm geben.
38Geigenzettel: Heyndrick Willems tot Ghendt 1717 (gedruckt).
40Willems, Jooris (Georg). — Gent. 1634. 1642
41Wahrscheinlich ein Bruder von Hendrick I W. Er war Kornetbläser und Geigenmacher. Seine Arbeit ist sehr sorgfältig und erinnert im Modell an die Amatischule; nur die Ecken sind wesentlich weniger hervorspringend und der Lack spröde und fahl. Sein Sohn Nicolas war Violist an der Genter Kathedrale. Eine Baßviola aus der Sammlung Snoeck ist in Berlin.
42Geigenzettel: Jooris Willems tot Ghendt, 1642 (gedruckt).
44Willer, Johann Franz. — Prag. Geb. 18. Mai 1781 in Prag, † 6. September 1865
45Schüler seines Vaters Joh. Mich. W.; arbeitete von 1812—1813 in der Bartholom. ul. Nr. 305, später, wie auch früher schon, im väterlichen Hause, in der Zlatá ul. Nr. 274. Er war sehr wohlhabend, besaß eine schöne Instrumentensammlung und machte mancherlei Versuche, so auch in der Anwendung neuer Schallöffnungen statt der F-Löcher. Von 1831—1834 war er

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