Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 565

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 561. See the scan on archive.org.

1Obervorsteher seiner Zunft und 1836 beeideter Schätzer für Geigen usw. Bei einigen seiner Zettel benutzte er dieselben Embleme wie sein Vater.
2Geigenzettel: Johann Franc Willer / musickalischer Geigenmacher Prag 1817 (gedruckt). — Johann Franz Willer / Bürgerl. und Musickalischer Instrumentenmacher / Pragae 1818 (gedruckt). — Joannes Fr. Willer / Reparavit Pragae / Anno 1829 (geschrieben).
4Willer, Johannes Michael. — Prag. Geb. 25. August 1753 in Vils, † 7. Oktober 1826 in Prag
5Sohn des Sebastian W. und der Maria Anna, geb. Wörle. Er wurde am 2. Mai 1780 Bürger der Prager Altstadt und heiratete Eva Stokanek, mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte. Seine Werkstätte befand sich 1781 Husová tř. Nr. 227/I, im Jahre 1786 Řetězová ul. Nr. 224, von 1789—1792 Nr. 222 und von 1805 an in der Goldenen Gasse Nr. 274. 1825—1826 war er Vorsteher der Geigenmacherzunft. Er arbeitete anfangs nach Stainer und ging dann zu dem Stradivari-Modell über. Auch die Brescianer Meister ahmte er sehr geschickt nach. Seine Geigen sind nach der Form gemacht, haben gelben Spirituslack oder schönen Öllack und recht guten Ton. Es gibt aber auch minderwertige, einfach weiß polierte Geigen mit seinem Namen, jedenfalls Fälschungen, da Willer ein gewissenhafter und vorzüglicher Meister war. Es ist bekannt, daß Jos. Slavik in seinen Jugendjahren auf einer Willergeige von 1804 spielte. In Prag finden sich noch eine Viola von 1782 bei H. Castulus und ein Kontrabass bei St. Thomas von 1797. Fritz Wildhagen in Halensee bei Berlin besitzt eine Zither von ihm aus dem Jahre 1803.
6Geigenzettel: Tonum Reparavit Michael Willer Pragae 1805 (gedruckt). — Johann Michael Willer / Musickalischer Instrumentenmacher in Prag / Anno 1806 (In der Mitte als Emblem ein Apollo) (gedruckt) und Abb. 825.
8Williams, Alfred. — Cheltenham. Geb. 1840
9Er benutzt italienische Vorbilder und arbeitet nicht ungeschickt.
11Williams, Benjamin. — Aberavon (Wales). 1768. 1839
12Er hat vielleicht bei Duke gearbeitet. Seine Violinen sind nach Amati gebaut.
14Williamson, J. — Fjelding, Monawatu (Neuseeland). 1902. 1908
15Er hat mit Geschick und Erfolg Neuseeländische Hölzer für seine Geigen verwendet, u. a. Kauriholz für die Böden. Arbeit und Ton verdienen Anerkennung.
17Wilmet, F. J. — Antwerpen. 1774
18Eine Geige der Sammlung Snoeck (jetzt in Berlin) trägt seinen Zettel (mit Cartouchenumrahmung). Andere Arbeiten von ihm kenne ich nicht.
19Geigenzettel: F. J. Wilmet, / à Anvers, 1774 (gedruckt).
21Wilschan (Willschan), A. F. — Moskau. 1881
22Stellte 1881 Violinen aus, für die er ein »Ehrenzertifikat« erhielt.
24Wilson, Gavin. — Edinburgh. 1813
25Er war ein Bootmacher, der ein Lederverhärtungsverfahren erfunden und, nach »Gentlemans Magazine« Bd. 13 (1813), aus gehärtetem Leder eine Flöte und eine Geige verfertigt hat, die verhältnismäßig gut geklungen haben sollen.
27Wilson, James L. — Greenock. Geb. 13. April 1847 in Galston
28Er begann 1887 Geigen zu machen und wurde darin von John A. Mann unterwiesen. Er arbeitet sehr sauber, erhielt 1893 eine goldene Medaille und ahmt die Modelle von Stradivari, Guarneri und Gasp. da Salò nach. Statt einen Zettel einzukleben, schreibt er in seine Geigen: Made by / James L. Wilson / 18/98 No 16.
30Wimmer, Franz Xaver. — Mittenwald. 1743
31Selten vorkommender Meister der Klotzschule.
32Geigenzettel: No. 3 / Franz Xaver Wimmer, Geigenmacher in Mittenwald an der Iser / Anno 1743 (gedruckt).
34Winahlek (Vyhnálek), Franz. — Hermannstadt. 1895. 1901
35Schüler von W. J. Schunda. Er galt als geschickter Geigenmache rund hat sich später nach Temesvár begeben, wo er gestorben sein soll.
37Winderling, Anton, arbeitet als Geigenmacher in Steingrub bei Eger
39Windisch, Gustav. — Gyömrö (bei Budapest). 19. Jahrhundert
40Schüler von W. J. Schunda, ein befähigter Geigenmacher.
42Windisch, Gustav. — Markneukirchen. 1920
43Er baut u. a. Mandolinen mit acht verschieden gestimmten Saiten.
45Windisch, Otto. — Schilbach-Schöneck. Geb. 3. Januar 1866 in Schilbach (Sachsen)
46Schüler von Himmer in Schöneck. Als Gehilfe arbeitete er bei Gläsel und Herwig und begründete 1886 sein eigenes Geschäft, das er, da er auch musikalisch gebildet ist, bald in die Höhe brachte, so daß er jetzt durchschnittlich mit 40 Hilfskräften arbeitet und demnach eine der größten Streichinstrumentenfabriken Deutschlands besitzt. Außer der Massenfabrikation — es wurden bei ihm bereits Bestellungen auf 10 000 Stück ausgeführt — widmet er sich mit besonderer Sorgfalt der Herstellung von Künstlergeigen und erzielte sehr schöne Erfolge. Vielfache Anerkennung finden auch seine meist nach Stradivari gebauten Violoncelli, die in allen Lagen leicht ansprechen und frei von den oft so störenden Poltertönen sind. Viel Verbreitung fanden seine sog. »Tielkelauten«. Im Oktober 1903 wurde eine

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