Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 567

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

58 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 563. See the scan on archive.org.

1arbeitet nach Stradivari und Guarneri, und da er sehr sorgfältig ist, stellt er monatlich nur eine Geige fertig, die er in allen Teilen allein ausführt und mit Bernsteinlack (in verschiedenen Farben) lackiert. Auch als Bogenmacher ist er geschätzt. Drei seiner Söhne sind gleichfalls Geigenmacher geworden und arbeiteten in der väterlichen Werkstatt: Edward Sidney Munns, geb. 30. August 1870, Sidney Bernard, geb. 22. Oktober 1873 und Douglas Sidney, geb. 10. August 1879.
2Geigenzettel: Edward Withers, / 22 Wardour Street, / London (gedruckt).
4Withers, George. — London. 1886. 1902
5Nachfolger von Edward I W. und Besitzer der Firma Geo Withers & Co., die ihre Gründung auf Norris & Barnes (1765) zurückführt und jetzt Withers, Sons & Co. heißt. Er arbeitet nach Stradivari und verwendet vorzugsweise einen gelben Öllack. Seine Geigen sind kräftig im Holz und haben guten Ton, der sich durch das Alter noch verbessern wird.
6Geigenzettel: George Withers. / London (gedruckt).
8Withers, Guarnerius. — London. 1910
9Älterer Sohn und Teilhaber der Geigenfirma George Withers & Sons. Er erlernte den Geigenbau in Mirecourt.
11Withers, J. — London. 1879. 1901
12Er eröffnete seine Werkstatt im Jahre 1879 und gilt als recht geschickt.
14Withers, Walter George. — London. 1910
15Jüngerer Sohn von George W. und Teilhaber des väterlichen Geschäfts. Er erhielt seine Ausbildung als Geigenmacher in Mirecourt.
17Witte, Caspar. — Lübeck. 1625
18Der Name kommt auch Wilte, sogar Witenbil geschrieben vor. Er war Bürger und mit der Berechtigung zur Ausübung seiner Kunst als Lautenmacher vom Rat der Stadt Lübeck verlehnt.
20Witting, Johann Georg. — Mittenwald. 1754. 1775
21Arbeiten von ihm kommen ziemlich häufig vor und verraten eine kunstgebüte Hand. Das Modell geht auf Klotz zurück; das Holz ist häufig recht gut.
22Geigenzettel: Abb. 824.
24Witting, Joseph. — Mittenwald. 1788. 1795
25Vermutlich der Sohn von Johann Georg W.
26Geigenzettel: Joseph Witting / in Mittenwald 1795 (gedruckt).
28Wittmann, Anton. — Wien. Geb. 2. Dezember 1878 in Wien
29Nachdem er von 1892—1896 seine Lehrzeit bei Ed. Heidegger in Linz beendet hatte, arbeitete er bei Stowasser und J. Jobst in Graz und ging von da in seine Vaterstadt zurück, wo er durch vier Jahre bei Johann Stübiger tätig war, um dann bei C. H. Voigt einzutreten, bei dem er bis Februar 1910 blieb, worauf er sich selbständig machte. Seine Arbeit wird sehr gelobt; er verwendet einen guten Öllack und befaßt sich ebenso mit dem Neubau wie mit der Wiederherstellung alter Meisterwerke. Er hat den Krieg mitgemacht und ist dabei in russische Gefangenschaft geraten.
30Geigenzettel: Abb. 837.
32Wittor, Emanuel. — Kattowitz. 1920
33Erhielt 1920 ein Gebrauchsmuster für eine von ihm erfundene Geigengitarre.
35Wittstadt, Friedrich. — Würzburg
36Er hatte im 19. Jahrhundert ein Geigengeschäft in Würzburg; es gibt auch Geigen mit seinem Zettel, doch ist es fraglich, ob diese seine eigene Arbeit waren. Sein Nachfolger ist J. Kriner.
38Wjetschin s. Velvarský
40Wöginger, Clemens. — Hallein. Geb. um 1596, † 13. Juli 1682 (86 Jahre alt)
41In der Sterbematrikel wird er als »Stadtgeiger« bezeichnet. Er dürfte als solcher der Nachfolger von Elias Strobl gewesen sein und war vielleicht einer der ältesten Geigenmacher in Hallein, da die Stadtgeiger seiner Zeit und in seiner Gegend immer auch Geigenmacher waren.
43Wöhrlin s. Wörle
45Wöller, Anton. — Schönbach b. E.
46Er wird schon 1826 als Innungsmeister erwähnt. Ein Johann W. kommt 1795 vor, und ein Joseph Wöller arbeitet noch heute als Geigenmacher in Schönbach.
47Geigenzettel: Johann Wöller in / Schoenbach 1765 (gedruckt).
49Woellern, Georg s. Wörle
51Wöndner (Wendtner), Hans. — Regensburg. 1657. † 17. April 1670
52Er wird ausdrücklich als »Geigenmacher« bezeichnet. Violen und Violinen von ihm kommen auch heute noch vor; sie haben ein langes, flaches Patron und flache Wölbung. In der Bauart erinnern sie am ehesten an die Brescianer Schule; nur der Lack ist zu glanzlos und braun.
53Geigenzettel: Hansz Wöndner / Geigen- / macher in Regenspurg 1657 (gedruckt).
55Wörl (Wöhrl, Wörll), Conrad. — Wien. Geb. 1696, † 30. März 1771
56Er wohnte im sog. Wübner Viertel und legte am 8. März 1728 den Bürgereid ab. In den Steuerbüchern kommt er bis zu seinem Tode vor. Er gehört wahrscheinlich zu der Vilser, Augsburger oder Mittenwalder Familie des gleichen Namens. Seine Geigen und Violoncelli sind groß, hochgewölbt und etwas schwerfällig in der Form, der Lack dunkelbraun. Sie erreichen recht gute Preise. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Johann W.
57Geigenzettel: Conrad Wörl Lauten und Geigenmacher / Wien 1733 (gedruckt).

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